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Heim-Finale für den Ribnitzer HV

Ribnitz-Damgarten Heim-Finale für den Ribnitzer HV

Die Handballer spielen gegen Demmin zum letzten Mal vor heimischer Kulisse. Wilczek verlässt den Verein.

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Sebastian Nucklies (am Ball) zieht ab. Auf die Torgefahr des Rückraumspielers kommt es an.

Quelle: Tommy Bastian

Ribnitz-Damgarten. Endspurt in der Mecklenburg-Vorpommern-Liga: Am Sonnabend steht für die Handballer in der höchsten MV-Spielklasse der vorletzte Spieltag an. Der Ribnitzer HV (RHV) empfängt am Sonnabend (18 Uhr, Sporthalle Freundschaft) im letzten Heimspiel den Tabellenvierten SV Einheit Demmin. „Ein schwer zu bespielender, unberechenbarer Gegner“, schätzt RHV-Coach Jörn Schläger ein. Demmin sorgte für die eine oder andere Überraschung, sowohl in positiver (Siege gegen Grimmen, Remis gegen Warnemünde) als auch in negativer Hinsicht (Niederlage in Plau, schwache Partien gegen Schwaan). „Trotzdem gibt es für uns nur ein Ziel: Wir wollen uns mit einem Heimsieg von unseren Zuschauern verabschieden“, betont Co-Trainer Stefan Stuht. Dann soll dann gemeinsam in der Halle gefeiert werden. Mit einem Erfolg würden sich die Bernsteinstädter auch theoretische Chancen auf den dritten Tabellenplatz erhalten.

„Wichtiger ist jedoch, dass wir Selbstvertrauen tanken für das Pokalhalbfinale am darauffolgenden Sonntag gegen den SV Warnemünde“, meint Stuht. Für die Tour zur Pokalendrunde, die in der Sporthalle des Gymnasiums Grimmen ausgetragen wird, hat der RHV einen Fan-Bus für 54 Personen gechartert. Karten für die Fahrt können morgen am Rande des Spiels erworben werden. Abfahrt ist um 11.15 Uhr von der Freundschaftshalle und um 11.45 Uhr von der Busstation in Marlow. Eintrittskarten müssen vor Ort extra gekauft werden. Die Rückfahrt erfolgt je nach Verlauf, bei verlorenem Halbfinale um 16:30 Uhr und bei Erreichen des Finals um 20:30 Uhr. „Wir hoffen, dass uns viele Fans in Grimmen unterstützen werden“, sagt Stuht. Der Ribnitzer HV ist zum zweiten Mal in Folge beim Final four dabei.

Dass bei vielen Spielern schon das Pokal-Wochenende in den Köpfen sein könnte, glaubt der 42-Jährige nicht. „Wir konzentrieren uns auf Demmin. Die Jungs müssen voll da sein, ansonsten riskieren sie nur Verletzungen“, sagt der frühere Linksaußen, der ab und an noch für die zweite Ribnitzer Mannschaft aufläuft. Und Verletzte hat der RHV schon genug. Wie sich jetzt herausstellte, hat sich Kapitän Stefan Gagern das vordere Kreuzband gerissen und muss demnächst operiert werden. Ben Meyer und Christoph Rasch sind zwar schon wieder im Aufbautraining, fallen aber vorerst noch aus. Stuht: „Da wollen wir nichts überstürzen.“ Trotz der Personalnot bleibt Erik Peters suspendiert. Peters trainiert derzeit bei der A-Jugend mit. Verabschiedet wird der 24-Jährige auf eigenen Wunsch hin aber nicht. Er kann sich vorstellen, im kommenden Jahr für die zweite Mannschaft aufzulaufen, die ohnehin aufgewertet werden soll, erklärt Stuht. Als einziger Abgang steht bisher Routinier Christian Wilczek (42) fest. Der Kreisläufer wird nach dem Spiel verabschiedet. Wohin sein Weg führt, ist nicht bekannt.

Ribnitz will noch mehr auf den Nachwuchs setzen. Die A-Jugend (1., 26:4 Punkte) empfängt im Vorspiel am Sonnabend um 15.30 Uhr im letzten Saisonspiel der MV-Liga den Tabellenvorletzten Plauer SV. Ein Sieg ist Pflicht. Gleichzeitig müsste Verfolger Peenetal Loitz (2., 25:3 Punkte), das noch eine Nachholepartie hat, sein Heimspiel gegen Stralsund verlieren. Dann könnten die Bernsteinstädter erstmals in der Vereinsgeschichte den Landesmeistertitel feiern. Danach werden die Junioren beinahe geschlossen in den Männerbereich aufrücken und die zweite Mannschaft bilden. „Unser Plan ist es, die Trainingsarbeit zu vereinheitlichen und die Talente noch besser an die Erste heranzuführen“, sagt Unternehmer Stuht, der auch Mitglied des Vorstands ist. Für eine A-Jugend gibt es zu wenig Spieler.

Motor-Frauen erwarten Schlusslicht SV Crivitz
In der Mecklenburg-Vorpommern-Liga der Frauen bestreitet auch der SV Motor Barth sein letztes Heimspiel. Morgen um 16.30 Uhr gastiert der abgeschlagene Tabellenletzte SV Crivitz (0:38 Punkte) in der Vinetasportarena. Für die Bartherinnen nach den zuletzt enttäuschenden Leistungen eine gute Gelegenheit, sich mit einem Erfolgserlebnis von den treuen Fans zu verabschieden.
Trainer Gordon Schumacher, der nach der Saison ausscheidet, dürfte vom Verein verabschiedet werden. Am letzten Spieltag muss die Motor-Sieben als krasser Außenseiter beim aktuellen Tabellenführer Stralsunder HV antreten, der sich an der Spitze ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit der TSG Wismar II und dem SV Grün-Weiß Schwerin II liefert.
Wir müssen voll da sein. Unser Ziel ist ein Heimsieg zum Abschluss.“Stefan Stuht (42), Vorstand Ribnitzer HV

 



Tommy Bastian

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