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Ribnitz-Damgarten Marlow erwartet 600 Starter zum großen Radsportereignis
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Marlow erwartet 600 Starter zum großen Radsportereignis
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00:00 31.03.2014
Norbert Schöler (l.) und Achim Winkler bringen ein Banner am Balkon des Marlower Rathauses an. Quelle: Volker Stephan

Radsportfreunde aus der Region und darüber hinaus sollten sich das Wochenende vom 26./27. April schon jetzt im Kalender ankreuzen: In Marlow findet an beiden Tagen das bedeutendste Radsportereignis des Nordens statt. Zum 11. ScanHausCup werden bis zu 600 Lizenz- und Freizeitfahrer erwartet.

Die Vorbereitung des Sportereignisses durch die Stadt Marlow und den „Förderverein Radfahren in MV“, den beiden Veranstaltern, läuft auf vollen Touren. Die Fäden laufen im Marlower Rathaus zusammen — und dort bei Achim Winkler, einem der einstigen Initiatoren und dem langjährigen Hauptorganisator.

Zwar befindet sich der frühere Hauptamtsleiter in der Ruhephase der Altersteilzeit, doch das hindert ihn nicht daran, seine Erfahrungen auch weiterhin im Interesse dieser und anderer Veranstaltungen einzusetzen. Wer den Stralsunder kennt, wird sich nicht wundern, dass ein großer Teil der Aufgaben bereits abgehakt und erledigt ist. „Eigentlich steht schon alles“, berichtete Achim Winkler, „während der letzten Wochen müssen wir nur noch die Feinabstimmungen vornehmen.“

Dazu zählt er beispielsweise die Informationsgespräche zur Einweisung der vielen freiwilligen Helfer, ohne die eine Veranstaltung solcher Größenordnung gar nicht durchführbar wäre. Zu den 220

Helfern aus Marlow und der Umgebung, die nicht aus der Radsportszene stammen, kommen 40 weitere vom Radsportverband hinzu. Diese werden unter anderem als Wettkampfleiter, Zeitnehmer, Moderatoren und Auswerter für das reibungslose Funktionieren der Wettkämpfe sorgen.

„Das ist es doch, was am Ehrenamt so viel Freude macht und die Veranstaltung mit Leben erfüllt — die gute Zusammenarbeit so vieler Freiwilliger, Vereine, Unternehmen und Offizieller“, betonte Achim Winkler. „Alle machen mit, lassen ihre persönlichen Angelegenheiten ruhen, verschieben ihre eigentliche Arbeit. Über die Jahre hinweg sind wir so zu einer richtigen Radsportfamilie zusammengewachsen.“

In Marlow kümmere sich nicht — wie anderswo üblich — eine professionelle Agentur um die Organisation und Ausrichtung der Veranstaltung, sondern die Stadt selbst. Besonders freut es Achim Winkler, auch dieses Mal wieder die ScanHaus Marlow GmbH als Hauptsponsor im Boot zu haben.

„Als die Stadt uns damals fragte, ob wir uns ein Sponsoring vorstellen könnten, entschlossen wir uns, nicht einer von vielen, sondern der Sponsor zu sein“, erinnerte sich Geschäftsführer Friedemann Kunz. Man habe den Firmennamen zur Verfügung gestellt, um gemeinsam für die Stadt und Region zu werben. „Die Sponsoringsumme ist natürlich seither gewachsen, aber die Veranstaltung ja auch.“

Für Friedemann Kunz nimmt die gute Zusammenarbeit mit der Stadt einen wichtigen Stellenwert ein, denn für ihn ist es ein gegenseitiges Geben und Nehmen. „Und hier können wir mal etwas geben“, freute er sich.

„Viele Veranstaltungen scheitern an ihrer kontinuierlichen Weiterführung“ so der Marlower Bürgermeister Norbert Schöler, „deshalb freue ich mich, dass es nach dem 10. auch einen 11. ScanHausCup gibt.“ Ein entscheidendes Kriterium dafür sei die Bereitschaft des Hauptsponsors zur weiteren Unterstützung gewesen.

In der touristischen Entwicklung der Stadt und der Region spiele der Radsport sowieso eine wachsende Rolle, und konkret der ScanHausCup leiste einen erheblichen Beitrag zur Erhöhung ihrer Bekanntheit. „Wir werden allen Teilnehmern der Wettkämpfe eine Radtour-Broschüre unseres Tourismusverbandes überreichen und hegen die Hoffnung, sie eventuell auch einmal außerhalb des Cups als Urlauber in unserer Region willkommen heißen zu können.“

Der ScanHausCup

600 Lizenz- und Freizeitfahrer könnten teilnehmen.
260 Helfer werden die Rad- rennen organisatorisch
sicherstellen.
112 Kilometer beträgt die längste Renndistanz.
14 Rennen auf Rundstrecke und Straße werden gestartet.



Volker Stephan

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