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Ribnitz-Damgarten Motor-Frauen erwischen schlechten Tag
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Motor-Frauen erwischen schlechten Tag
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00:00 25.03.2014

Die Handballfrauen des SV Motor Barth hatten am vergangenen Sonnabend im Punktspielbetrieb der MV-Liga einen schlechten Tag erwischt. Beim Rückspiel gegen die Frauen von Pädagogik Rostock ließen sie die Form vermissen, die ihnen beim Hinspiel zu einem Sieg mit fünf Toren Vorsprung verholfen hatte.

Im Vergleich dazu waren die neun Tore Rückstand am Samstagnachmittag mehr als nur enttäuschend. Stand es zur Halbzeitpause noch 5:11, konnten die Gäste ihren Vorsprung bis zum Spielende auf 14:23 ausbauen.

Weil das Spiel aus Barther Sicht kaum begeisternde Szenen bereit hielt, lichteten sich auch die Zuschauerreihen immer mehr. Im Anschluss an die Niederlage wurde in den Barther Reihen Kritik und Selbstkritik geübt. In jeder Hinsicht schlecht wollten sich die Spielerinnen aber nicht darstellen. „Hinten standen wir ja ganz gut, die Deckung war in Ordnung“, meinte Claudia Thurow, „nur vorne lief nichts.“ Dass ein besseres Ergebnis verschenkt wurden, ging ihrer Ansicht nach auf das Konto der mangelnden Angriffsstärke. Die Deckung der Rostockerinnen habe zwar zuverlässig funktioniert, trotzdem wäre es den Bartherinnen immer wieder gelungen, darin Lücken auszumachen. Doch diese dann für sich zu nutzen — das ist leider nicht gelungen. „Wir haben nicht verloren, weil die Rostockerinnen so gut waren, sondern weil wir unsere Chancen nicht verwertet haben.“

Spielerin Anke Tesch führte die unbefriedigende Leistung zum Teil auf den schlechten Spielstart zurück: „Immer dann, wenn wir ein paar Tore in Rückstand geraten, kommt uns auch noch die Cleverness abhanden, um wieder aufzuschließen.“ Ein weiteres, ebenfalls eher psychologisches Problem, machte sie im Fehlen einer tempobestimmenden Spielmacherin aus — zumindest in diesem Spiel. Auch sie schätzte die Leistung der Motor-Abwehr als gar nicht so übel ein. Im letzten Drittel der ersten Halbzeit war die Deckungsarbeit auf beiden Seiten sogar so gut gewesen, dass während einer längeren Phase überhaupt kein Treffer fiel.

Gordon Schumacher, gemeinsam mit Felix Maybauer Trainer der Barther Frauen, bewertete den Spielverlauf realistisch und ohne Beschönigungen. „Wir haben eindeutig verloren — vor allem wegen der fehlenden Cleverness im Angriff und der desolaten Chancenverwertung. Gegen eine Mannschaft, die man auswärts geschlagen hat, muss man ohne Wenn und Aber auch zu Hause gewinnen.“

Insgesamt schätzte er die zweite Halbzeit als die bessere ein und führte die Steigerung auch auf die klaren Worte zurück, die er während der Halbzeitpause in der Kabine gefunden hatte. Jetzt müsse man dieses Spiel abhaken und nach vorn schauen. Man könne es besser. „Wir würden bei den letzten Spielen gern noch ein paar Punkte holen, um uns im Mittelfeld auf dem 5. bis 7. Platz zu behaupten“, wünschte sich der Trainer.

Das nächste Punktspiel der Barther Frauen wird am Sonntag, dem 30. März, um 16 Uhr in Dorf Mecklenburg angepfiffen.



Volker Stephan

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