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Ribnitz-Damgarten SG Wöpkendorf verliert verdient
Vorpommern Ribnitz-Damgarten SG Wöpkendorf verliert verdient
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00:00 31.03.2014
Florian Höhn (rechts) bezog mit der SG Wöpkendorf in Greifswald eine verdiente Niederlage. Quelle: Müller

Es ist die Szene aus der 85. Minute, die Falco Lange wohl am Samstagabend noch ein ums andere Mal durch den Kopf gegangen sein dürfte. Nach einem Pass von Michael Rummelhagen stand der Spaßvogel im Team der SG Wöpkendorf plötzlich mutterseelenallein vor dem Greifswalder Kasten. Acht Meter, zentrale Position, nur noch der Torsteher stand vor dem 24-jährigen, der seit dieser Saison der Spielmacher der Wöpkendorfer ist. Doch Lange flatterten die Nerven und sein Schuss landete in den Armen des HFC-Schlussmanns. „Den muss ich machen“, ärgerte sich Lange nach dem Spiel.

Es wäre der Treffer zum schmeichelhaften 2:2-Ausgleich gewesen, so allerdings mussten die Wöpkendorfer beim Hengste FC Greifswald in der Schlussminute noch den Treffer zum 3:1-Endstand hinnehmen. „Am Ende sind wir mit dem Ergebnis noch gut bedient“, meinte SGW-Coach Ronald Slomski, der sah seine Elf schon vor dem Spiel auf verlorenem Posten sah. Nur elf Spieler hatten die Reise in die Hansestadt mit angetreten. „Zwei Spieler sind leider sehr kurzfristig ausgefallen“, so Slomski.

Sein Notaufgebot sah sich dann auf dem guten Greifswalder Kunstrasenplatz vom Anpfiff weg in die Defensive gedrängt. Bereits nach drei Minuten machte sich der Greifswalder Sebastian Ernst frei auf den Weg zum Wöpkendorfer Tor, scheiterte hier jedoch im Eins gegen Eins an Keeper Rainer Müller. Das Wöpkendorfer Tor sollte auch in der Folgezeit reichlich unter Beschuss stehen. So zeigte sich Müller dreimal (12., 20., 35.) auf der Hut, während HFC-Schlussmann Sven Rösener sich nur einmal auszeichnen musste. Stephan Krettek war nach einem langen Abschlag im Greifswalder Strafraum aufgetaucht, scheiterte letztlich jedoch aus spitzem Winkel an Rösener (37.). Eine Minute vor der Halbzeit fiel die überfällige Führung für die Hausherren. Nachdem die Wöpkendorfer eine Flanke in die Mitte geklärt hatten, traf Martin Schmietendorf aus 15 Metern zur umjubelten Führung für den HFC.

Nach der Pause suchten die Greifswalder die schnelle Entscheidung und kamen nach schnellen Angriffen immer wieder zu gefährlichen Torabschlüssen. So parierte Rainer Müller einen schönen Seitfallzieher von Sebastian Ernst und Greifswald-Stürmer Mirko Koziolek brachte das Kunststück fertig, den Ball aus fünf Metern genau auf Müller zu schießen. Und plötzlich stand der Spielverlauf auf dem Kopf: Stephan Krettek, der zu diesem Zeitpunkt nur noch humpelnd über den Platz lief, hatte in der 65. Minute einfach mal abgezogen und der Fernschuss des Angreifers schlug unhaltbar im Greifswalder Tor ein. „Da habe ich kurz gedacht, dass wir was mitnehmen können“, so Ronald Slomski. In der Folgezeit spielten die Wöpkendorfer tatsächlich recht souverän und hielten die Hausherren vom eigenen Tor fern. Bis zur 80. Minute. Plötzlich fummelte sich ein Greifswalder durch die halbe Abwehr der Wöpkendorfer und legte quer auf den mitgeeilten Julien Hacker. Der eingewechselte HFC-Spieler ließ sich diese Chance nicht nehmen und traf zum 2:1. Die Gäste mobilisierten zwar noch einmal die letzten Reserven und kamen durch Falco Lange auch noch einmal zur großen Ausgleichschance (85.), am Ende stand jedoch nach einem Greifswalder Konter (90.) eine 1:3-Pleite zu Buche.

SG Wöpkendorf: R. Müller - Schröder, Slomski, Meier, Rummelhagen - Fürstner, Gänger - Höhn, Lange, J. Müller - Krettek.



rm

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