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Sundschwimmen: 1000er-Grenze nach 20 Minuten geknackt

Stralsund Sundschwimmen: 1000er-Grenze nach 20 Minuten geknackt

Trotz der Gebührenerhöhung von 40 auf 50 Euro bleibt der 2,3-Kilometer-Trip über den Sund für viele die sportliche Herausforderung des Jahres. Am 4. Juli startet das „51.“

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Jedes Jahr am ersten Samstag im Juli stürzen sich 1000 Mutige in Altefähr in die Fluten und schwimmen 2,3 Kilometer nach Stralsund.

Quelle: Jürgen Schwols

Stralsund. Es wird immer verrückter: Nun ist das Sundschwimmen schon nach 20 Minuten ausgebucht. So konnte man es jedenfalls am Samstag beobachten. Ab 8 Uhr war die Anmeldung auf der Internetseite des Veranstalters, der DLRG-Ortsgruppe Stralsund, möglich. 52 Sekunden später hatte bereits der Erste „eingecheckt“. Nach 20 Minuten und 42 Sekunden war die 1000er-Grenze geknackt.

Mit anderen Worten: Nix ging mehr. Da hatten sich wohl die Meisten den Wecker gestellt, um rechtzeitig mitzustürmen. Langschläfer waren echt chancenlos.

„Dennoch wurden die weiteren Anmeldungen nach Reihenfolge vorgemerkt. Jeder hat auch eine Nachricht bekommen, auf welchem Listenplatz er nun steht. Ich hab das selbst ausprobiert. Um 10.40 Uhr war ich Nummer 1243. Und da war ich bestimmt nicht die Letzte“, sagt Ute Hintz vom Sundschwimm-Organisationsbüro und schätzt die neue Art der Anmeldung als gerechter ein, denn der Ärger mit den Banken — wie in den letzten Jahren immer wieder von den Hobby-Langschwimmern kritisiert — entfällt.

Wer also jetzt über Nummer 1000 liegt, hat noch eine Chance, wenn jemand der vor ihm Angemeldeten nicht den Zahltag 20. Januar einhält. „Manchmal passiert es auch, dass sich einer oder eine in der Aufregung doppelt angemeldet hat, dann rückt natürlich ein anderer nach. Das prüfen wir alles, und dann bekommen diese Nachrücker von uns eine Mitteilung“, so Ute Hintz aus dem Organisationsbüro.

Sie habe schon so ein „doppeltes Lottchen“ gehabt, das sogar schon zweimal bezahlt hatte. „Derjenige kann natürlich nur in einem Körper hier erscheinen, also gibt es da schon mal die Chance für Nummer 1001. Übrigens hat der Mann seine zweiten 50 Euro dem Verein gespendet. Da kann man nur herzlich Danke sagen.“ Apropos 50 Euro — die hatte der Verein in diesem Jahr erstmals für die Anmeldung erhoben, bisher waren es immer 40 Euro. Aber offensichtlich ist der Bann des Sundschwimmen trotz höherer Gebühr ungebrochen. Für viele bleibt der 2,3-Kilometer-Trip eben die sportliche Herausforderung des Jahres.

Es gibt für die Traurigen noch den Trost der allerletzten Chance — nämlich am Tag der Sundüberquerung. Wer sich da um 7 Uhr im DLRG-Büro anstellt, kann vielleicht von jemandem profitieren, der nicht angereist ist...

Bevor am 4. Juli in Altefähr das 51. Sundschwimmen und damit für 1000 Leute der Kampf gegen die Welle beginnt, bereitet die DLRG jetzt erst einmal den Dankeschön-Ball fürs 50. Sundschwimmen vor, und der startet am 23. Januar.

Wir haben damit gerechnet, dass der Andrang in puncto Anmeldung groß sein wird. Aber 20 Minuten bis 1000, das ging doch
sehr schnell.“Ute Hintz, Sundschwimm-Büro der DLRG

 



Ines Sommer

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