Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Sportplätze in Barth fallen durch die Prüfung
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Sportplätze in Barth fallen durch die Prüfung
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
19:40 30.11.2017
Dem Schul- und Sozialausschuss ist der Barther Sportplatz am Sportwall schon lange ein Dorn im Auge. Quelle: Lübcke, Detlef
Anzeige
Barth

Mit den drei Sportplätzen in der Stadt könnte Barth aktuell keine Medaille gewinnen. Doch das soll sich ändern. Das Ingenieurbüro Voss & Muderack aus Marlow prüfte nun im Auftrag der Stadt, wie es um die einzelnen Sportanlagen steht. Variantenprüfung nennt sich das in bürokratischer Sprache und bedeutet, dass Fachleute den Bedarf und den Zustand der Sportplätze unter die Lupe nehmen und Vorschläge machen, wie diese optimiert werden sollten. Die beiden Ingenieure Klaus-Peter Muderack und Jens Steckel kamen zu einem eindeutigen Ergebnis: Am derzeitigen Zustand muss sich einiges ändern. Barth muss investieren.

Sportplatz am Sportwall aufgeben

Zunächst besuchten sie zusammen mit dem Platzwart den Sportplatz am Sportwall. Der ist vielen Sportlern und Stadtvertretern schon lange ein Dorn im Auge. Nicht nur dass der Kunstrasenplatz nicht über die genormte Größe verfügt und die Fußballer des Vereins über eine hohe Verletzungsgefahr klagen. „Der ganze Platz befindet sich in einem desolaten Zustand“, resümierte Muderack. Auch der angrenzende Rasenplatz verfüge über eine „mehr oder minder“ funktionstüchtige Bewässerungsanlage und setze Teile des Platzes unter Wasser. Die Experten sprachen sich dafür aus, dass die komplette Sportanlage am Sportwall aufgegeben und zurück gebaut werden sollte. Als zweites rechneten sie mit dem Sportplatz am Schulzentrum ab. Dort soll in Zukunft auch die Regionalschule angesiedelt werden. Ein Erweiterungsbau des Gymnasiums ist geplant und damit steigen auch die Schülerzahlen. Etwa 900 Schüler nutzen den Platz dann und für diese Anzahl reiche die Kapazität nicht aus. Maximal zwei Klassen könnten gleichzeitig im Sport unterrichtet werden – denn mehr Platz gibt es in den vorhandenen Umkleidekabinen nicht. „100 Unterrichtsstunden pro Woche können hier aktuell gegeben werden. Noch reicht die Kapazität gerade so aus“, sagte der Ingenieur, der jedoch riet, in die Zukunft zu blicken. Auch den Zustand der Laufbahnen und Anläufe kritisierten die Experten. Die Laufbahnen seien mittlerweile abgenutzt und dadurch sehr glatt. Außerdem gibt es Unebenheiten in den Bahnen. Sie empfohlen eine Sanierung und eine weitere Nutzung.

Neue Anlage an der Vineta-Halle

Doch wohin mit den Vereinssportlern und Schülern, wenn die Anlage am Sportwall aufgegeben wird und der Platz am Schulzentrum nicht ausreicht? Fakt sei, Barth müsse etwas tun, riet Klaus-Peter Muderack und schlug vor, eine komplett neue Anlage an der Vineta-Halle zu bauen: „Denn entweder man investiert viel Geld in den Kunstrasenplatz oder baut mithilfe von Fördermitteln neu. Hinsichtlich der Fördermittel ist es einfacher, eine neue Sportarena zu bauen.“ Da die Stadt das Grundstück hinter der Vineta-Halle besitze und diese zentral gelegen ist, würde sich die Variante des Neubaus besonders anbieten. Das findet auch Marco Schwarz, Vorsitzender des Sportvereins Barth, sinnvoll. Immer mehr Kinder spielen im Verein Fußball und der Trainingsbetrieb müsse genau wie der Schulsport aufrecht erhalten werden. Jens Steckel aus dem Ingenieurbüro gab noch den Tipp, nicht nur den Schul- und Vereinssport auf dem neuen Platz zu kombinieren, sondern auch internationale Wettkämpfe auszutragen: „Dann könnte mit einer 60-prozentigen Förderung gerechnet werden.“ Einfluss auf den Bau der Arena habe die Stadt jedoch nur begrenzt. Viele Sportler ärgern sich nämlich seit langem, dass Barth über eine teure Hochsprung- und Diskusanlage verfügt, obwohl diese weder im Schul- noch im Vereinssport benutzt oder benötigt werden.

Carolin Riemer

Mehr zum Thema

GFC-Torhüter reagiert in der Nachspielzeit hervorragend und sichert 2:1-Sieg gegen Grimmen

27.11.2017

Die Insel-Handballer holen Pausenrückstand auf und setzen sich gegen Tegel mit 29:25 durch

27.11.2017

Mit der 250er-Maschine hat der Zarrendorfer Ben Ernst (14) in diesem Jahr das WM-Finale erreicht und konnte sich über Platz vier freuen

28.11.2017

Bei Bettina Engel in Lüdershagen bei Barth lebt die wohl älteste Milchkuh Mecklenburg-Vorpommerns.

10.03.2018

Erbengemeinschaft plant Umnutzung des Ahrenshooper Kultrestaurants zu Ferienwohnungen.

17.04.2018

Nach dem Überfall in Göhren konnte das 56 Jahre alte Opfer keine genaue Beschreibung des Täters abliefern. Allerdings hat die Polizei offenbar DNA des Täters sichergestellt.

17.01.2018
Anzeige