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Ribnitz-Damgarten Stadt sucht Käufer für Diesterwegschule
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Stadt sucht Käufer für Diesterwegschule
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17:18 13.12.2017
Die ehemalige Diesterwegschule in Barth muss dringend saniert werden. Quelle: Lübcke, Detlef
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Barth

Am Donnerstagabend entscheiden die Barther Stadtvertreter über die Zukunft der Diesterwegschule. Bleibt sie im kommunalen Eigentum der Stadt, oder wird sie an einen privaten Investor verkauft? „Ich befürchte, dass die Stadt sie an einen Privaten verkaufen wird“, sagt Stadtvertreterin Kerstin Klein (SPD).

Einige Stadtvertreter wollen Gebäude an privaten Investor verkaufen

Mehrere Interessenten gibt es für das Gebäude in dem jahrzehntelang Schulen untergebracht waren. Einer dieser Interessenten ist die Wohnungsbaugesellschaft (WoBau) der Stadt Barth. „Wenn sie den Zuschlag bekommt, gehört die Diesterwegschule weiterhin zum städtischen Eigentum. Sie ist ein 100prozentiges Tochterunternehmen der Stadt“, erklärt Kerstin Klein und fügt hinzu: „Dann wäre alles gut.“ Doch einige Stadtvertreter seien nicht gewillt, der WoBau das Gebäude zu veräußern. Und damit fangen für Kerstin Klein und viele andere Barther die Sorgen an.

Kauft ein privater Investor das denkmalgeschützte Haus, wäre es höchstwahrscheinlich für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Zurzeit sind in dem großen Gebäude nur einige Räume in Benutzung. Der Heimatverein besitzt dort sein Domizil, genauso wie der Förderverein Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth. Der Karnevalsclub lagert in dem Haus seine Kostüme und eine jugendliche Truppe namens „East Coast Piranhas“ gründete einen Verein und zog vor dreieinhalb Jahren in die Diesterwegschule. Reinhard Marx, Geschäftsführer der WoBau spricht von einem „großen Interesse“ an der alten Schule. Auch der Aufsichtsrat habe einem Kauf zugestimmt. „Wir möchten das Objekt parken, bis die Reuterschule, also das künftige Bürgerhaus, fertig ist und wir wissen, welche Vereine dort eine neue Heimat finden.“ Reinhard Marx möchte verhindern, dass eventuell einige Vereine, für die kein Platz im Bürgerhaus ist, obdachlos werden und ihnen weiterhin die Alternative Diesterwegschule anbieten. Erst wenn diese untergebracht sind, würde das Unternehmen über den Bau von Wohnraum nachdenken.

Wer zieht ins neue Bürgerhaus?

Dass Marx mit seinen Befürchtungen nicht falsch liegt, zeigt die Diskussion im jüngsten Wirtschaftsförderausschuss. Ein konkreten Nutzungsplan gibt es noch immer nicht. Und welche Vereine dort einziehen werden, steht in den Sternen. Klar ist nur, dass das Bürgerhaus der Kern der Tourismuszentrale werden und sich der neue Tourismusmanager der Stadt mit Ideen zur Nutzung einbringen soll. Das Problem: Es gibt den Tourismusmanager noch nicht, die Stelle wurde vom Landkreis aufgrund der schlechten Haushaltslage noch nicht genehmigt. Diskussionen, die Kerstin Klein und andere Stadtvertreter bestärken, die Diesterwegschule als „Haus der Möglichkeiten“ in städtischer Hand zu behalten und der WoBau heute Abend den Zuschlag zu erteilen. „Ein offener Treffpunkt für Barther Bürger und Vereine“, so stellt sich Kerstin Klein die Zukunft der Diesterwegschule vor. Dass die Stadt die Restaurierung des Gebäudes, dessen Restwert auf 50 000 Euro geschätzt wurde, nicht leisten kann, stehe außer Frage. Die Unterhaltungskosten belaufen sich auf 16 000 Euro pro Jahr. Eine defizitäre Angelegenheit. „Aber das Gebäude muss dringend saniert werden, es ist zurzeit ein richtiger Schandfleck“, findet Kerstin Klein.

Carolin Riemer

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