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Straßenaushub soll Grundlage für „Dünennachbau“ werden

Prerow Straßenaushub soll Grundlage für „Dünennachbau“ werden

Mit einer 4,40 Meter hohen Dünennachbildung will das Ostseebad künftig seine Gäste willkommen heißen. Ein Bauantrag wurde gestellt, über den ist aber noch nicht endgültig entschieden.

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Etwa im Halbstundentakt kippen Lastwagenfahrer zurzeit Straßenaushub aus dem Stückweg auf einem Grundstück an der L 21 ab.

Quelle: Timo Richter

Prerow. Trotzdem wird auf dem Grundstück an der Einmündung des Wiecker Weges in die L 21 schon kräftig gewerkelt. Etwa im Halbstundentakt fahren schwere Lastwagen vor und kippen ihre Fracht auf das gemeindeeigene Grundstück. Jedes Mal ballt Nachbar Henry Schulz die Faust in der Hosentasche. Denn seiner Meinung nach findet dort eine illegale Abfallentsorgung statt. Wurde auf dem Areal im vergangenen Jahr erst der Aushub im Zusammenhang mit der Sanierung der Langen Straße abgekippt, später planiert und verdichtet, landet jetzt der Aushub aus dem Stückweg vor den Fenstern des Frühstücksraumes der von seiner Frau betriebenen Pension. Inzwischen hat Henry Schulz eine Anzeige gestellt. Vorausgegangen ist ein umfangreicher Schriftverkehr mit Amts- und Kreisverwaltung.

Schulz fühlt sich mit seinen Sorgen allein gelassen. Er versteht nicht, dass die Kommune ungehindert ohne Baugenehmigung ihr Vorhaben vorbereiten dürfe. Sollte der Straßenaushub zwischengelagert werden, stelle das einen Verstoß gegen Entsorgungsvorschriften dar. Der 54-Jährige kennt das Geschäft als langjähriger Mitarbeiter eines Transport- und Abbruchunternehmens in Zingst. „Das hätten wir uns damals nie erlauben dürfen.“ Unabhängig vom Sinn einer so hohen, überhaupt nicht in die Landschaft passenden Erhebung fürchtet Henry Schulz eine spätere mangelhafte Pflege.

Seitens des Amtes Darß-Fischland wird auf ein Gutachten verwiesen, das dem Straßenaushub eine Unbedenklichkeit attestiert. Aussagen zum Stand des Genehmigungsverfahrens seien nicht möglich. Die Existenz eines solchen Gutachtens bestätigt auch der Prerower Bürgermeister Andreas Meller (57). Der Aushub aus dem Stückweg werde erst einmal zwischengelagert. Sollte der Bauantrag nicht genehmigt werden, müsse für das Material eine andere Lagerstätte gefunden werden. Bauherr der Maßnahme ist der Prerower Kurbetrieb. Nach Einschätzung des Bürgermeisters sei „alles im grünen Bereich“. Im November vergangenen Jahres erfolgte im Hauptausschuss der Gemeindevertretung ein Votum zur Überplanung des Geländes. Sollte das Vorhaben die Zustimmung der Baubehörden finden, werde natürlich der zwischengelagerte Straßenaushub verbaut, sagt Andreas Meller. Das spare der Kommune zum Wohle der Einwohner erhebliche Kosten. Natürlich werde der Kurbetrieb die Anlage pflegen.

Seitens der Kreisverwaltung wird jedoch das Fehlen der Unbedenklichkeitsnachweise sowohl für das jetzt als auch vor einem Jahr ausgebrachte Material angemahnt. Noch gestern wurde der Bürgermeister aufgefordert, das weitere Abkippen sofort zu unterbinden.

Hoher Hügel
4,40Meter hoch soll der Hügel werden, der die hauptsächlich genutzte Ortseinfahrt verschönern soll. Ein Bauantrag ist gestellt, aber noch nicht beschieden.
Ich fürchte, hier werdenTat- sachen geschaf- fen, bis über den Bauantrag entschieden ist.“Henry Schulz, Grundstücksnachbar

Timo Richter

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Prerow
Die Gemeinde wollte auf dem Grundstück in Prerow mit dem Schutt eine Düne nachbilden, um Gäste willkommen zu heißen. Ein Grundstücksnachbar hatte wegen des Verdachts der illegalen Abfallentsorgung Anzeige erstattet.

Die Gemeinde wollte auf dem Grundstück in Prerow (Vorpommern-Rügen) mit dem Schutt eine Düne nachbilden. Ein Grundstücksnachbar geklagt, weil er glaubte, dass jemand seinen Müll entsorgt illegal entsorgt.

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Von Redakteur Thorsten Richter

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