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Ribnitz-Damgarten Straßenbau im Sommer: Rügens Westen wird abgehängt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Straßenbau im Sommer: Rügens Westen wird abgehängt
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05:52 05.05.2017
Die Landesstraße 301 auf Rügen wird von diesem Jahr an bis 2019 saniert. Quelle: Chris-Marco Herold
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Bergen

Von der Nachricht war er überrascht, aber seine Reaktion klar und deutlich. „Das ist für Ummanz nicht gut“, sagt Bürgermeister Holger Kliewe (CDU). Denn das Straßenbauamt Stralsund will an die Landesstraße 301 ran. „Die wollen wir von diesem Jahr an bis 2019 abschnittsweise sanieren lassen“, sagt dessen Chef Ralf Sendrowski. Die Crux dabei: Die Straßenbauer werden immer zwischen Mitte Juni und Mitte September anrücken, wenn der Ausbau der B 96 zwischen Strüssendorf und Ralswiek ruht. „Die Bauzeit wird bewusst in den Sommer gelegt. So gibt es keine doppelte Sperrung“, sagt Sendrowski.

Autofahrer müssen weite Umwege in Kauf nehmen

Von den weiten Umwegen, die dann aber zwischen der Inselmitte und dem Westen Rügens gefahren werden müssen, redet er nicht. So wird ein Großteil der Autofahrer über Samtens ausweichen, um nach Bergen oder in die andere Richtung zu gelangen. „Die Einheimischen werden dies sicherlich nicht machen und Schleichwege fahren. Aber die Touristen, von denen in der Hauptsaison ja nicht wenige hier sind, kennen die nicht“, befürchtet Kliewe ein mehr oder weniger großen Chaos. Um das für seine Insel und Gemeinde etwas zu mildern, stellt er eine Forderung auf: „In Samtens muss ein großes Schild aufgestellt werden: Hier geht’s nach Ummanz. Ansonsten fahren die Touristen über Bergen – und in die Sackgasse.

Straßengräben, Bankette und Durchlässe werden erneuert

Im Übrigen hält er den Zustand der zu sanierenden Straße für gar nicht so schlecht. „Die zwischen Kluis und Trent wäre dringlicher dran. Die ist teilweise so wellig, dass man von der Fahrbahn fliegt, wenn man Tempo 100 fährt“, sagt Kliewe.

Das wird beim Straßenbauamt Stralsund anders gesehen. „Die Entwässerung des Straßenabschnittes zwischen Kluis und Bergen muss dringend erneuert werden. Dazu gehören die Straßengräben, Bankette und Durchlässe“, sagt Amtsleiter Sendrowski und kündigt an: „Wir beginnen in diesem Jahr auf der Strecke zwischen Kluis und Ramitz und arbeiten uns in den beiden Folgejahren bis Bergen vor.“

L301 gilt nicht als Ferienreisestraße

Dass das die Straßenbauer im Sommer tun dürfen, ist einem Umstand geschuldet. Sendrowski: „Die L 301 ist nicht Bestandteil der Ferienreiseverordnung.“ Laut der dürfen beispielsweise auf den beiden Rügener Bundesstraßen 96 und 196 in der Hochsaison keine Straßenbauer anrücken, damit der touristische Reiseverkehr nicht behindert wird. „Aber der in Richtung West-Rügen auf unsere Insel oder nach Hiddensee ist auch nicht zu unterschätzen. Ebenso wenig der Frust, der mit solchen Sommerbaustellen erzeugt wird“, macht Kliewe abschließend deutlich.

Anne Friederike Ziebarth

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