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Ribnitz-Damgarten Streit um Regenbogen-Camp Prerow
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Streit um Regenbogen-Camp Prerow
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00:00 28.08.2018
Der Pachtvertrag mit der Regenbogen AG für den Campingplatz bei Prerow läuft Ende dieses Jahres aus. Quelle: Foto: Bernd Wüstneck/dpa
Born

Steht die Zukunft des Campingplatzes bei Prerow in den Sternen? Hinter verschlossenen Türen wird derzeit über einen Weiterbetrieb des Areals durch die Regenbogen

AG verhandelt. Ende dieses Jahres läuft der 1993 geschlossene Pachtvertrag mit dem börsennotierten Unternehmen aus. Zum Leidwesen des Borner Bürgermeisters Gerd Scharmberg ist die Kommune nicht in die Verhandlungen eingebunden, habe das Boddendorf doch die Planungshoheit für den Campingplatz. Jede Veränderung dort müsse von der Gemeindevertretung beschlossen werden Dass der Weiterbetrieb nicht öffentlich ausgeschrieben wurde, wird in der Region zuweilen moniert. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) – die Behörde vertritt die Interessen des Bundes als Eigentümer wesentlicher Flächenanteile des Campingplatzareals – prüft derzeit „verschiedene Optionen für die Verwendung des Geländes“, wie Bima-Sprecher Thorsten Grützner auf Anfrage mitteilt. Eine Ausschreibung sei in der Tat nicht erfolgt. Es werde eine „einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten angestrebt“. Aufgrund der laufenden Verhandlungen würden keine weiteren Auskünfte erteilt. Auch die Regenbogen AG selbst besitzt zentrale Flächen des Camping-Areals.

Fragen zur Zukunft des Campingplatzes hat auch die Borner Alternative. Der Borner Gemeindevertreter Albrecht Kiefer will heute Abend Fragen zum Verhandlungsstand und der Rolle des Borner Bürgermeisters geklärt wissen – und hat die Fragen vorsorglich auch der unteren und oberen Rechtsaufsicht übermittelt.

Bereits im Jahr 2015 hat der damalige Vorstandsvorsitzende des Campingplatzbetreibers, Rüdiger Voßhall, über Konsequenzen von Veränderungen informiert. Sollte sich die Größe des Platzes aufgrund größerer Abstandsflächen zum Nationalpark weiter verringern, in der Folge eine nennenswerte Zahl der aktuell 1200 Stellplätze wegfallen, würde das einen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten – nicht nur direkt Beschäftigter, sondern auch bei Pächtern von Versorgungseinrichtungen. Eine Anfrage bei „Regenbogen“ zum aktuellen Stand blieb unbeantwortet.

Kiefer wirft dem Borner Bürgermeister vor, die Frage des Weiterbetriebs und die eigene Rolle hinten anzustellen. Scharmberg verweist dagegen auf die Rechte Dritter. Selbst darf er das Unternehmen nicht nach außen vertreten. Immer wieder betont wurde zuletzt die Bedeutung des Campingplatzes für die Kommune. Mehr als die Hälfte der Einnahmen der Kurtaxe werden mit dem Campingplatz bei Prerow generiert. Der Erhalt eines Campingplatzes, unabhängig von einer Betreiberin, steht im Interesse Borns also hoch im Kurs.

Pachtvertrag für Camping-Areal endet zum Jahresende

Nach Beschluss der Gemeindevertretung hat die Regenbogen AG im Jahr 1991 den Betrieb des Campingplatzes bei Prerow übernommen. Erst zwei Jahre später wurde ein für 25 Jahre geltender Pachtvertrag geschlossen. Darin wurden in Kooperation mit der Nationalparkverwaltung Eckpunkte formuliert.

1200 Stellplätze weist das Regenbogen-Camp Prerow auf. Ursprünglich ragten Teile des Campingplatz-Areals noch in die Kernzone des Nationalparks. Diese Flächen wurden in der Vergangenheit freigezogen. Kritiker sprechen heute davon, der Platz habe sich in den Nationalpark hineingefressen.

Über Konsequenzen einer Vergrößerung der Abstandsflächen zum Nationalpark und einer damit einhergehenden Verkleinerung des Campingplatzes hatte der Vorstandsvorsitzende der Regenbogen AG die Kommune informiert. Im Mittelpunkt stand der mögliche Wegfall von Arbeitsplätzen.

Timo Richter

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