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Ribnitz-Damgarten Streit um Zukunft von Campingplatz
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Streit um Zukunft von Campingplatz
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14:39 27.08.2018
Mit Ende dieses Jahres läuft der Pachtvertrag mit der Regenbogen AG für den Campingplatz bei Prerow aus. Quelle: Bernd Wüstneck
Born

Steht die Zukunft des Campingplatzes bei Prerow in den Sternen? Hinter verschlossenen Türen wird derzeit über einen Weiterbetrieb des Areals durch die Regenbogen AG verhandelt. Ende dieses Jahres läuft der 1993 geschlossene Pachtvertrag mit dem börsennotierten Unternehmen aus. Zum Leidwesen des Borner Bürgermeisters Gerd Scharmberg ist die Kommune nicht in die Verhandlungen eingebunden, habe das Boddendorf doch die Planungshoheit für den Campingplatz. Jede Veränderung dort müsse von der Gemeindevertretung beschlossen werden.

Keine Ausschreibung

Dass der Weiterbetrieb nicht öffentlich ausgeschrieben wurde, wird in der Region zuweilen moniert. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) – die Behörde vertritt die Interessen des Bundes als Eigentümer wesentlicher Flächenanteile des Campingplatzareals – prüft derzeit „verschiedene Optionen für die Verwendung des Geländes“, wie Bima-Sprecher Thorsten Grützner auf Anfrage mitteilt. Eine Ausschreibung sei in der Tat nicht erfolgt. Es werde eine „einvernehmliche Lösung mit allen Beteiligten angestrebt“. Aufgrund der laufenden Verhandlungen würden keine weiteren Auskünfte erteilt. Auch die Regenbogen AG selbst besitzt zentrale Flächen des Camping-Areals.

Fragen zur Zukunft

Fragen zur Zukunft des Campingplatzes hat auch die Borner Alternative. Gemeindevertreter Albrecht Kiefer will heute Abend Fragen zum Verhandlungsstand und der Rolle des Borner Bürgermeisters geklärt wissen – und hat die Fragen vorsorglich auch der unteren und oberen Rechtsaufsicht übermittelt.

Furcht vor Arbeitsplatzverlust

Bereits im Jahr 2015 hat der damalige Vorstandsvorsitzende des Campingplatzbetreibers, Rüdiger Voßhall, über Konsequenzen von Veränderungen informiert. Sollte sich die Größe des Platzes aufgrund größerer Abstandsflächen zum Nationalpark weiter verringern, in der Folge eine nennenswerte Zahl der aktuell 1200 Stellplätze wegfallen, würde das einen Verlust von Arbeitsplätzen bedeuten – nicht nur direkt Beschäftigter, sondern auch bei Pächtern von Versorgungseinrichtungen. Eine Anfrage zum aktuellen Stand blieb unbeantwortet.

Campingplatz bringt Einnahmen

Kiefer wirft dem Borner Bürgermeister vor, die Frage des Weiterbetriebs und die eigene Rolle hinten anzustellen. Scharmberg verweist dagegen auf die Rechte Dritter. Selbst darf er das Unternehmen nicht nach außen vertreten. Immer wieder betont wurde zuletzt die Bedeutung des Campingplatzes für die Kommune. Mehr als die Hälfte der Einnahmen der Kurtaxe werden mit dem Campingplatz bei Prerow generiert. Der Erhalt eines Campingplatzes, unabhängig von einer Betreiberin, steht im Interesse Borns also hoch im Kurs.

Richter Timo

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