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Tag der Toleranz wirbt für Demokratie

Barth Tag der Toleranz wirbt für Demokratie

Gestern gab es viele Angebote in den beiden Schulen des gymnasialen Schulzentrums Barth.

Barth. Dass gerade gestern der deutschlandweite „Tag der Toleranz“ vor allem in Schulen eine besondere Bedeutung bekam, war für Barth ein Glücksfall. Denn in der kleinen Stadt schlagen momentan die Wellen der Angst und Unsicherheit hoch, ist doch die Ankunft von Asylbewerbern signalisiert. Da war es für die Veranstalter klar, dass auch dieses brisante Thema in das vielfältige Angebot des Tages eingebunden wurde.

„Es geht um Toleranz, um Demokratie, und es geht gegen den Rechtsextremismus“, erklärte Rita Damm (47), die als Schulsozialarbeiterin für das gymnasiale Schulzentrum in Barth tätig ist. Träger ihrer Stelle ist das Jugendhaus Storchennest in Niepars. Der gestrige Toleranztag wurde vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend finanziert, auch der Lokale Aktions-Plan unterstützte das Projekt.

Im Gymnasialteil des Schulzentrums startete der Aktionstag mit einer Mitarbeiterin des Hamburger Schulmuseums. Ein „Museumskoffer“ war ihr Mitbringsel. Sie sprach mit den Mädchen und Jungen der siebenten Klassen über die Zeit des Nationalsozialismus.

Im Regionalteil in Barth-Süd unternahmen die neunten Klassen eine Exkursion in Stasi-Gefängnis nach Rostock.

Mit den Schülern der achten Klassen sprachen Vertreter des Netzwerkes Courage über Vorurteile und Toleranz. Für die sechsten Klassen fuhr das sogenannte „Vandamobil“ vor — ein Projekt, das sich mit dem Vandalismus beschäftigte und unter anderem einen Aggressionsparcour aufbaute.

Eine Mutter, deren Heimat Indien ist, kochte mit Mädchen und Jungen der fünften Klassen gemeinsam und sprach über die Kultur ihrer Heimat. Am Nachmittag wurde zudem Selbstverteidigung und Gewaltprävention als Beitrag für die Schüler angeboten.

„Wir wollen mit diesem Projekttag Wissen vermitteln und darlegen, dass auch andere Kulturen ihre Konflikte und Probleme haben“, sagte Rita Damm. Der Toleranztag sollte der Start für weitere regelmäßige Projekte sein.

Hans-Joachim Meusel

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