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Ribnitz-Damgarten Tausende Teile täglich
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Tausende Teile täglich
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00:00 02.02.2018

Mit geübter und ruhiger Hand stellt Karin Bliemeister, Mitarbeiterin der Ostsee-Schmuck GmbH, ein Wachsmodellbäumchen zusammen – ein stabiler Stamm mit filigraner werdenen Ästen, an denen sich einzelne Schmuckstücke wie Ohrringe, Anhänger oder Ringe befinden.

Karin Bliemeister bei der Fertigstellung eines Wachsmodellbäumchens.

Auf Umwegen führte für sie 1972 der Weg in den Volkseigenen Betrieb Ostsee-Schmuck, damals noch am Standort im Körkwitzer Weg. Bis zu 650 Mitarbeiter arbeiteten für den damals größten Schmuckhersteller Ostdeutschlands. Mit 15 von ihnen war Karin Bliemeister in der Schmuckgussabteilung tätig. Dort wurden mithilfe von Modellen, Gummiformen, Wachs und Gips Hohlkörper erstellt, um damit das jeweilige Schmuckstück in Silber oder Gold zu gießen.

Produziert wurden zu der Zeit mehrere Tausend Teile täglich, die dann vor allem nach Westdeutschland verkauft wurden. Karin Bliemeister durchlief viele Arbeitsbereiche, blieb letztendlich aber in der Gussabteilung: „Trotz der Massenproduktion war es ein schönes Arbeitsklima.“

Nach der Wende wurde 1992 das Unternehmen privatisiert: Die Ostsee-Schmuck GmbH entstand. Aufgrund von Stellenstreichungen schrumpfte die Zahl der Mitarbeiter drastisch – von rund 650 auf 30. Da Karin Bliemeister schon lange dort beschäftigt war und auch vielfältig in verschiedenen Arbeitsbereichen eingesetzt werden konnte, wurde sie übernommen. Durch die Einschnitte verlor sie jedoch viele gute Arbeitskollegen.

Mit der Eröffnung der Schau-Manufaktur im Gewerbegebiet in Damgarten veränderte sich im Jahr 2000 die Arbeitsatmosphäre. „Daran musste man sich erst einmal gewöhnen, dass dir die Leute plötzlich während der Arbeit auf die Hände schauten“, so Bliemeister weiter, „es war nicht unangenehm, aber man war nun mal auch allein in der Abteilung.“

Heute fühle sich Karin Bliemeister immer noch wohl in dem Unternehmen: „Ich hatte von Anfang an Spaß und auch der Zusammenhalt unter den Kollegen ist gut.“ Ein schönes Erlebnis war der Ausflug nach Hamburg zum zehnjährigen Bestehen der GmbH.

Im vergangenen September feierte Karin Bliemeister ihr 45. Jubiläum als Schmuckgießerin. Heute sagt sie: „Ich würde nichts anderes machen.“

era

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