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Ribnitz-Damgarten Titelverteidiger scheitert in der zweiten Pokalrunde
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Titelverteidiger scheitert in der zweiten Pokalrunde
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00:01 23.10.2017
RHV-Spieler Uwe Krohn sucht die Lücke in der Greifswalder Abwehr. Er erzielte zwei Tore. Quelle: Fotos: Marco Schwarz
Ribnitz-Damgarten

Thilo Meyer hatte seine gute Laune schnell wiedergefunden und konnte bereits kurz nach dem Spiel wieder lächeln. „Die Niederlage ist keine Katastrophe“, meinte der Trainer des Ribnitzer HV direkt nach Abpfiff der Partie in der zweiten Runde des Handball-Landespokals gegen den HC Vorpommern-Greifswald. Der amtierende Titelträger aus der Bernsteinstadt verlor die Partie mit 22:27 (12:13).

Unser großes Manko war die Chancenverwertung.Thilo Meyer, Trainer des Ribnitzer HV

Statistik

Ribnitzer HV: Kleinecke, Lürken – Evert 6, Brandt 6, Ahrens 2, Dukart 1, Voss 1, Bux 2, Nemcinov 2/2, Bohnenstengel, Krohn 2, Rasch, Kretschmar, Wiegratz.

Siebenmeter: Ribnitz 2/2, Greifswald 4/4

Strafminuten: Ribnitz 2, Greifswald 4

Schiedsrichter: Carsten Borchert (Torgelow), Dieter Hannemann (Usedom). Zuschauer: ca. 130.

60 Spielminuten lang hatte Meyer mit ernster Miene das Geschehen auf dem Feld verfolgt und wenig Grund zur Freude. Einen herben Rückschlag gab es für ihn und die Mannschaft bereits nach wenigen Minuten, als sich Alexander Dukart am linken Fuß verletzte und nicht mehr weitermachen konnte. „Er hat uns natürlich gefehlt“, sagte der 50-jährige Trainer über den Rückraumspieler, der zu den Torgaranten beim RHV zählt.

Die Gastgeber hatten von Beginn an ihre Mühe mit den schnellen und hochmotivierten Gästen. Die Hansestädter übernahmen von Beginn an die Initiative. Die Führung des HC konnte Paul Evert zwar noch einmal zum 4:4 ausgleichen, danach setzte sich der Aufsteiger in die MV-Liga aber bis auf 12:8 ab. Es folgte die beste Phase der Ribnitzer, die sich bis zum Halbzeitpfiff auf 12:13 herankämpften.

Doch schon in den ersten 15 Minuten nach Wiederanpfiff sollte eine Vorentscheidung zu Gunsten der Greifswalder fallen.

Nur zwei Tore gelangen dem RHV in dieser Zeit, das nutzten die Gäste, trafen selbst und zogen auf 21:14 davon. „Unser großes Manko war die Chancenverwertung“, analysierte Thilo Meyer. Immer wieder scheiterten seine Spieler am immer stärker werdenden HC-Torhüter Sven Rohleder oder verfehlten den Kasten. Beim Zwischenstand von 20:23 keimte bei den Hausherren noch einmal Hoffnung auf, doch wieder war das Team in den entscheidenden Momenten vor dem Tor zu nachlässig. „Tobias Kleinecke hat uns mit guten Paraden noch einmal zurück gebracht, aber dann haben wir erneut einige freie Bälle nicht verwerten können“, haderte der Ribnitzer Coach. Letztlich ließ der HC Vorpommern-Greifswald nichts mehr anbrennen und setzte sich verdient mit 27:22 durch.

Dennoch zog Thilo Meyer wichtige Erkenntnisse aus der Partie. „Die Mannschaft befindet sich in einem Lernprozess. Zu unserer weiteren Entwicklung kann diese Niederlage beitragen.“ Er habe seine Mannschaft ohnehin in diesem Jahr nicht als einen Favoriten auf die Teilnahme am Final-Turnier gesehen. Dazu habe die Mannschaft im Vergleich zur Vorsaison, die mit dem Gewinn des Landespokals gekrönt wurde, ein ganz anderes Gesicht bekommen, meinte der Coach bereits vor der Zweitrundenpartie. Auf Pokal-Atmosphäre muss die Mannschaft in dieser Spielzeit allerdings noch nicht verzichten.

Der RHV wird am DHB- Amateur-Pokal, zu dem er als MV-Titelträger berechtigt ist, teilnehmen. Die Auslosung dazu wird Anfang kommenden Jahres erfolgen (die OZ berichtete). Dann hoffen die Ribnitzer auf ein Heimspiel vor ausverkauftem Haus.

Die Mannschaft hat fortan zwei Wochen Zeit, um sich auf ihr nächstes Spiel vorzubereiten. In der MV-Liga ist am 5. November der SV Einheit Demmin in der Bernsteinstadt zu Gast. „Wir wünschen uns, dass Alexander Dukart bis dahin fit wird“, hofft Thilo Meyer auf eine schnelle Genesung des Rückraumschützen. Eine genaue Diagnose steht allerdings noch aus.

Marco Schwarz

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