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Ribnitz-Damgarten Torhungrige Piranhas deklassieren Harzer Falken
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Torhungrige Piranhas deklassieren Harzer Falken
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00:00 17.10.2017
Die Piranhas waren treffsicher. Hier bejubelt Kevin Piehler sein Tor zum 2:0 gegen die Harzer Falken. Quelle: Foto: Nina Cathrin Sulzer
Rostock

„Hey, das geht ab. Wir feiern die ganze Nacht – die ganze Nacht“, schallte es aus den Lautsprechern in der Eishalle Schillingallee. Und die knapp 800 Fans des Rostocker Eishockey-Clubs (REC) kamen am Sonntag tatsächlich aus dem Feiern nicht mehr heraus. Tor um Tor ihrer Piranhas bejubelten die Zuschauer im Spiel gegen die Harzer Falken aus Braunlage (Niedersachsen).

Am Ende setzte sich das Team um Trainer Kenneth Latta mit 8:3 (3:0, 4:0, 1:3) gegen das Tabellenschlusslicht der Oberliga Nord durch und errang den zweiten Saisonsieg.

Die Raubfische sammelten am Wochenende vier Punkte. Bereits am Freitag hatten sich die Ostseestädter einen Punkt beim Meisterschafts-Mitfavoriten Herner EV gesichert, dem sie erst nach Verlängerung mit 3:4 unterlagen. Die Rostocker verbesserten sich auf den achten Tabellenrang.

Trainer Latta war mit der Ausbeute seines Teams zufrieden. „Vier Punkte aus den beiden Spielen ist absolut in Ordnung. Gegen Herne haben wir 60 Minuten lang gut gespielt, gegen Braunlage allerdings nur 40. Da hätten wir auch im letzten Drittel zeigen müssen, was wir können“, meinte der Kanadier.

Seine Mannschaft machte gegen die Falken von Beginn an klar, wer Chef in der Halle ist. Chance um Chance erspielten sich die Kufencracks und belohnten sich bereits nach knapp fünf Minuten mit der Führung durch Sebastian Heyter. Noch vor der Pause erhöhten Kevin Piehler (17.) und Ricco Ratajczyk (20.) zur auch in der Höhe verdienten 3:0-Führung. „Wir waren überlegen und haben uns für unser Spiel früh belohnt. Das war wichtig für uns“, betonte Latta.

Nach der ersten Drittelpause setzten die Piranhas ihren Beutezug unnachgiebig fort und spielten sich in einen Rausch. Mit aggressivem Forechecking attackierten sie die Gäste früh, eroberten schnell den Puck. Nach 63 Sekunden im zweiten Abschnitt überwand Constantin Koopmann den bemitleidenswerten Gäste-Torwart Dennis Korff nach einem schnellen Gegenstoß. Schon da war das Spiel entschieden. Doch Arthur Lemmer erhöhte nur wenig später auf 5:0. Die Zuschauer feierten ihr Team frenetisch, schrien es begeistert weiter nach vorne – und wurden erhört. Lemmer traf ein zweites Mal, machte das halbe Dutzend voll, ehe Rataczyk das zweite Drittel mit seinem Tor zum 7:0-Pausenstand abschloss.

Zwar kamen die Gäste im Schlussabschnitt noch zu drei Treffern, doch am überlegenen Sieg der Piranhas änderte das nichts mehr. Latta ärgerte sich dennoch. „Das darf uns nicht passieren. Wir haben von vorne bis hinten nicht mehr gut gearbeitet. Wir sind von den Spitzenteams nicht weit entfernt. Aber solche Gewohnheiten dürfen sich nicht einschleichen“, fordert er.

Im Spiel zuvor hatten die Piranhas beim Herner EV in Nordrhein-Westfalen sogar zweimal geführt (1:0, 3:2). Doch die Gastgeber gaben sich nicht geschlagen, glichen zum 3:3 aus, ehe sie mit einem Tor in der Verlängerung den Zusatzpunkt ergatterten.

Kenneth Latta freut sich über die positive Entwicklung seines Teams. „Wir machen Fortschritte und sammeln in jedem Spiel wichtige Erfahrungen. Die werden uns in den kommenden Partien weiterhelfen.

Wir müssen uns aber weiter steigern, um auch in den nächsten Spielen wieder zu punkten“, mahnt der Chef an der Bande.

Am kommenden Wochenende treffen die Rostocker gleich zweimal auf den Tabellenzweiten Füchse Duisburg. Am Freitag reist der REC zunächst nach Nordrhein- Westfalen (Beginn 19.30 Uhr). Zwei Tage später kommen die Duisburger zum Rückspiel in die Hansestadt. Los geht es am Sonntag zur gewohnten Futterzeit um 19.00 Uhr in der Schillingallee.

Statistik

Rostock Piranhas: Stark – Teljukin, Blank, Dörner, Seifert, Ehmann, Kohlstrunk, Fetschele, Kröber – Koopmann, Spister, Bezouska, Piehler, Lemmer, Ratajczyk, Guts, Kurka, Heyter, Brockelt.

Tore: 1:0 Heyter (5.), 2:0 Piehler (17.), 3:0 Ratajczyk (20.), 4:0 Koopmann (21.), 5:0, 6:0 Lemmer (24., 35.), 7:0 Ratajczyk (39.), 7:1 Pitsikoulis (43.), 7:2 Zerbst (52.), 7:3 Pitsikoulis (56.), 8:3 Spister (58.).

Strafminuten: REC 4, Falken 12.

Zuschauer: 770.

René Warning

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