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Ribnitz-Damgarten Trin lässt im Kellerduell den Willen vermissen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Trin lässt im Kellerduell den Willen vermissen
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00:00 09.05.2016
Trins Abwehrspieler Tom Borowski (rechts) kann Empor-Angreifer Sebastian Bremer nur durch ein Foulspiel im Strafraum stoppen. Thomas Brock (l.) kommt zu spät. Quelle: Alexander Thiel

Ronald Kohls hatte es bereits vor dem Spiel treffend formuliert. „Das Team mit dem größeren Willen wird gewinnen“, meinte der Trainer des SV Rot-Weiß

Einsatzwillen habe ich heute nicht gesehen.“Ronald Kohls, Coach Trin

Statistik

SV Rot-Weiß Trinwillershagen:

Dikow — Schinkowsky, Brock (77. Schober), Borowski, Linow, Linke, Füsting, Kozlowski (84. Puziak), Höhler (46. Semrau), Heuer, Siems.

Tore: 0:1 Zölfel (9.), 0:2 Münster (22., Elfmeter), 1:2 Kozlowski (23.), 1:3 Zölfel (48.), 1:4 Zölfel (57.). Schiedsrichter: Rico Zander (Bad Doberan), Assistenten: Steffen Ludwig, Wilfried Grabow. Zuschauer: 200.

Trinwillershagen vor dem Duell in der Fußball-Landesliga Nord gegen die SG Empor Richtenberg. Er sollte Recht behalten. Mit 1:4 hatte seine Mannschaft gegen einen der direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt das Nachsehen und rutschte in der Tabelle weiter ab. „Nach vorn fehlte uns die Durchschlagskraft, und Einsatzwillen habe ich heute auch nicht gesehen“, monierte Kohls.

Richtenberg zog in der Tabelle an den Rot-Weißen vorbei, die auf Rang zwölf lediglich einen Zähler Vorsprung auf den ersten Abstiegrang (SV Hafen Rostock) haben.

Zwar machten die Gastgeber mächtig Dampf, versäumten es aber, nach einer Doppelchance durch Steven Kozlowski und Tom Linke den frühen Führungstreffer zu erzielen (5.). In der 9. Minute war es dann wieder einmal eine Standardsituation, die die Triner nicht in den Griff bekamen: Ein Freistoß für Richtenberg aus dem Halbfeld fand im Strafraum einen dankbaren Abnehmer in Henning Zölfel, der unbedrängt zum 1:0 für die Gäste einnetzte. Die gesamte Abwehr der Rot-Weißen und Schlussmann Dikow sahen dabei nur zu. Trainer Kohls war bedient: „Es sind Woche für Woche dieselben Standardsituationen, die wir nicht in den Griff bekommen.“ Mitte der ersten Hälfte bekam die Defensive der Platzherren den pfeilschnellen Sebastian Bremer nicht gebremst. Tom Borowski holte den Empor-Angreifer im Fünfmeterraum von den Beinen. Schiedsrichter Rico Zander zeigte ohne zu zögern auf den Elfmeterpunkt. Christian Münster verwandelte sicher, und so stand es nach 22 Minuten 0:2. Ein kleiner Hoffnungsschimmer keimte auf, als Trin nach einem schön vorgetragenen Angriff direkt eine Minute später den Anschlusstreffer durch Steven Kozlowski erzielte.

Kurz nach der Pause gab es die nächste Standardsituation: Wieder war es ein Freistoß nach Foulspiel für die Gäste, und wieder bekamen die Rot-Weißen den Ball nicht aus der Gefahrenzone. Erneut war es Henning Zölfel, der unbedrängt für die Gäste auf 3:1 erhöhen konnte. Trinwillershagen hatte sich spätestens zu diesem Zeitpunkt aufgegeben. Und so waren es folgerichtig die kampfstarken Richtenberger, die nach einem Bilderbuchkonter in der 57. Minute zum 1:4 (Zölfel) erhöhen konnten. Zwar hatten die Rot-Weißen noch ein paar Chancen in der letzten halben Stunde, allerdings haperte es wie so oft an dem letzten konsequenten Schritt zum Ball. Ronald Kohls wirkte nach dem Abpfiff ratlos und leer. „Wir schlucken jede Woche dieselben dämlichen Tore“, so sein knapper Kommentar.

Seinem Richtenberger Kollegen Robert Lembke war die Freude — wie auch seiner Mannschaft, die noch minutenlang am Mittelkreis tanzte — anzumerken: „Dass es ein kampfbetontes Spiel wird, war klar. Wir sind durch die frühen Tore gut reingekommen, haben aber nach dem Anschlusstreffer dem Gegner zu viel Platz gelassen und waren nicht konsequent genug in den Zweikämpfen. Unser drittes Tor hat dann wohl den Unterschied gemacht. Und der Treffer zum 1:4 war wunderschön von Henning Zölfel verwandelt. Alles in allem ein verdienter Auswärtssieg.“

Am kommenden Sonnabend muss Rot-Weiß Trinwillershagen beim ebenfalls abstiegsbedrohten FC Anker Wismar II antreten. Anpfiff ist um 14 Uhr.

Von Alexander Thiel

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