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Ribnitz-Damgarten Grundschule: Kooperation gescheitert
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Grundschule: Kooperation gescheitert
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13:00 06.11.2018
Die Grundschule in Lüdershagen soll saniert werden. Quelle: Robert Niemeyer
Lüdershagen/Trinwillershagen

Dämpfer für Trinwillershagen: Die Gemeinde möchte wieder eine eigene Schule bekommen und braucht dafür einen Partner. Doch die Gespräche mit der Gemeinde Lüdershagen sind nun gescheitert. Und alleine kann Trinwillershagen das rund 2,5 Millionen Euro teure Projekt nicht stemmen (die OZ berichtete).

Bei einem Treffen Anfang September sei man zu keiner Einigung gekommen, erklärte die Bürgermeisterin von Lüdershagen, Gerhild Balzer, bei der jüngsten Gemeindevertretersitzung. Denn in dem Gespräch habe der Bürgermeister von Trinwillershagen, Achim Markawissuk, gefordert, dass Lüdershagen den Schulstandort für eine neue staatliche Schule in Trinwillershagen aufgebe. „Ich habe ganz klar gesagt, dass wir nicht bereit sind, darauf einzugehen“, sagte Gerhild Balzer. „Es gab keinen gemeinsamen Ansatz bei dem Gespräch. Das Thema ist damit vom Tisch“, fand die Bürgermeisterin klare Worte. „Zumal unsere Grundschule recht gut funktioniert. Eine Grundschule ist ein Stück Dorfleben. Wenn eine Gemeinde das aufgeben würde, wäre das nicht zu verstehen.“

18 Anmeldungen für das kommende Schuljahr

In diesem Schuljahr wurden 16 Mädchen und Jungen in Lüdershagen eingeschult. „Und für das kommende Schuljahr haben wir schon 18 Anmeldungen“, sagte Gerhild Balzer. Neun weitere Kinder seien noch mit Fragezeichen vermerkt. Das seien Kinder, deren Eltern sich für eine Freie Schule entschieden hätten, bei denen das Auswahlverfahren noch nicht abgeschlossen sei. „Mit den Zahlen können wir sehr zufrieden sein“, meinte die Bürgermeisterin. „Ein Problem wird allerdings sein, dass die Hortplätze nicht ausreichen.“

Derzeit gebe es für den Hort in der Grundschule eine Betriebserlaubnis für 22 Kinder, die von einer Hortkraft betreut werden. Um Platz für mehr Hortkinder zu schaffen, wäre eine Doppelnutzung eines Klassenraumes denkbar. Vormittags könnte hier dann unterrichtet werden, nachmittags würde die Hortbetreuung stattfinden. Allerdings müsste bei mehr Schülern auch eine weitere Hortkraft eingestellt werden. „Um genauer planen zu können, brauchen wir aber erst einmal die genaue Schülerzahl und die steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht fest. Anfang des Jahres werden wie uns mit der Awo, der Kindertagesstätte und der Schule zusammensetzen und ein Gespräch führen“, erklärte die Bürgermeisterin.

Schule soll saniert werden

Dass die Gemeinde an ihrer Grundschule festhält, zeigen auch die Sanierungspläne. Rund 350 000 Euro sollen die Maßnahmen insgesamt kosten. „Das ist schon eine harte Nummer für eine kleine Gemeinde“, sagte Gerhild Balzer. „Aber wir haben uns zum Erhalt der Schule positioniert und müssen jetzt auch etwas tun.“ Allerdings sei jetzt schon klar, dass die Gemeinde im kommenden Jahr nicht mit Fördermitteln rechnen könne. Mit der Planung des Projektes soll dennoch 2019 begonnen werden.

Der Bürgermeister von Trinwillershagen, Achim Markawissuk, blieb bei der Frage nach einem neuen Schulstandort wortkarg. „Lüdershagen will seine Schule behalten“, erklärte er auf Nachfrage. Eine Kooperation sei deshalb vom Tisch. „Wir bleiben auf jeden Fall dran, aber ob es etwas wird, müssen wir sehen.“ Neben einer Kooperation mit Lüdershagen war auch eine Zusammenarbeit mit der Freien Schule Prerow im Gespräch. Trinwillershagen könnte dann Außenstandort werden. „Momentan haben wir aber noch keine neue Erkenntnis“, sagte Achim Markawissuk.

Anika Wenning

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