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Ribnitz-Damgarten Trotz Gebührenerhöhung: Kompostieranlage wird angenommen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Trotz Gebührenerhöhung: Kompostieranlage wird angenommen
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16:30 01.12.2017
Die Kompostieranlage in Körkwitz. Quelle: Jan Hackethal
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Ribnitz-Damgarten/Körkwitz

Der städtische Zuschussbedarf für die Kompostieranlage in Körkwitz bei Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) ist in diesem Jahr noch weiter gesunken. „Wir haben an verschiedenen Stellschrauben gedreht“, sagte Jan Berg, Geschäftsführer des Vereins für Arbeit und Qualifizierung (VFAQ), am Donnerstagabend während der Finanzausschusssitzung der Stadtvertretung. Die Erhöhung der Nutzungsentgelte zu Beginn des Jahres habe demnach nicht zu einem Einbruch der Einnahmen geführt, im Gegenteil, mit prognostizierten 72000 Euro sind rund 17000 Euro mehr eingenommen worden als 2016.

Viele Jahre kostenlos

Viele Jahre war das Abladen von Pflanzenabfällen in der Anlage für Ribnitz-Damgartener kostenlos. Im Mai 2015 beschloss die Stadtvertretung, dass auch Einheimische für die Nutzung der Anlage zahlen sollten. Seit 2004 waren nur Auswärtige zur Kasse gebeten worden. Mit Beginn dieses Jahres hatte sich das Nutzungsentgelt abermals erhöht. So beträgt das Mindestentgelt für kompostierbares Material bei seitdem bei vier Euro. Vorher war es ein Euro.

Die Zahl der privaten Kunden ist weiterhin rückläufig. Bereits 2016 nutzten weniger Privatleute die Anlage, um ihre Gartenabfälle dort abzugeben. 2017 kamen noch weniger Menschen. So waren im September 2016 noch gut 2000 Privatleute gezählt worden. Im September dieses Jahres waren es nur noch circa 800. „Der Rückgang war zu erwarten“, sagte Jan Berg.

Anlieferungsmenge gestiegen

Allerdings: Die Einnahmen aus privaten Anlieferungen sind um etwa sechs Prozent gestiegen. 37500 Euro, so die Prognose, werden es hier am Ende des Jahres sein. „Der Einzelne kommt zwar seltener, bringt aber mehr mit“, sagt Jan Berg. Überhaupt sei die Anlieferungsmenge gegenüber 2016 gestiegen.

Das hängt auch damit zusammen, dass die Ribnitz-Damgartener Kompostieranlage die Ostmecklenburgisch Vorpommerschen Verwertungs- und Deponie GmbH (OVVD) als Kunden gewonnen hat. Die OVVD ist im Landkreis zuständig für die Verwertung des Bio-Mülls. Seit September würde die OVVD die Anlage in Körkwitz anfahren, weil deren eigene Kapazitäten erschöpft seien.

Ausgaben gesunken

Dank weiterer Maßnahmen seien auch auf der Ausgabenseite etwas mehr als 30000 Euro gespart worden. So gibt es nur noch zwei feste Mitarbeiter. Frühe arbeitete dort auch noch eine Teilzeitkraft. Zudem wurde das Schreddern des Grünschnitts an eine externe Firma vergaben. Die Stadt muss deshalb in diesem Jahr statt rund 73000 Euro voraussichtlich nur noch rund 23000 Euro zuschießen. Ein Betrag, der laut Holger Schmidt, Vorsitzender des Finanzausschusses, annehmbar sei. „Das sollte uns die Sauberkeit der Stadt wert sein“, so Schmidt.

Jan Berg verwies darauf, dass nun das Einsparungsziel weitestgehend erreicht sei und bat darum, der Kompostieranlage mehr Sicherheit zu geben. „Jedes Jahr wird die Anlage in Frage gestellt. Diese Schwebesituation ist für die Mitarbeiter nicht einfach“, sagte Berg.

Die Ausschussmitglieder waren sich einig, dass angesichts der psoitiven Entwicklung die Anlage erstmal weiterbestehen könne, ohne aufs Neue Forderungen aufzumachen. „Wir werden die Anlage erstmal laufen lassen und uns jedes Jahr den Bericht anhören“, so Schmidt. Über eine weitere Erhöhung der Nutzungsentgelte müsse vorerst jedoch nicht diskutiert werden.

Robert Niemeyer

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