Volltextsuche über das Angebot:

14 ° / 8 ° Regenschauer

Navigation:
Ultramarathon soll Tradition werden

Ribnitz-Damgarten Ultramarathon soll Tradition werden

Einmal um den Bodden: Am 8. Juni wollen Laufbegeisterte die 115 Kilometer lange Strecke unter die Füße nehmen. Der schwierigste Streckenabschnitt lauert zwischen Wustrow und Ahrenshoop.

Voriger Artikel
Trotz Niederlage: Volleyballer dürfen weiter hoffen
Nächster Artikel
Nach Molli-Unfall: Bäderbahn-Fahrer müssen auf Busse umsteigen

Henry Fiddike und Jörg Beyer (l.) gehören zum Orga-Team des FDZ-Ultramarathons und haben die Strecke auch schon getestet.

Quelle: Carolin Riemer

Ribnitz-Damgarten. Einen kleinen Schuss müsse man schon haben, gesteht Henry Fiddike ein. Denn es ist für viele Außenstehende wahrscheinlich nur schwer nachzuvollziehen, warum jemand tatsächlich mehr als 100 Kilometer am Stück läuft. Während für viele Hobby-Läufer die Marathon-Distanz das höchste der Gefühle ist, reichen den Sportlern, die am 8. Juni im Stadion „Am Bodden“ in Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) an den Start gehen, die knapp 42 Kilometer längst nicht mehr aus. Nein, es müssen schon 115 Kilometer sein. So lang ist die Strecke, die die Teilnehmer des 2. Ultramarathons rund um den Bodden bewältigen möchten.

„Die erste Auflage im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg“, erinnert sich Henry Fiddike, Organisator des Fischland-Darß-Zingst- Ultramarathons, kurz: FDZU. 37 Teilnehmer aus drei Nationen, 109 Kilometer und eine Menge positiver Rückmeldungen der Teilnehmer. „Wir haben uns mit dem ersten Lauf ein sehr positives Image aufgebaut“, so Fiddike.

Dieses Jahr geht's auch nach Barth

Nun geht es in die zweite Runde. Der Streckenverlauf wurde etwas verändert – in diesem Jahr geht es auch durch Barth. Sechs Kilometer mehr als vergangenes Jahr sind zu bewältigen. „Das ist die Strecke, die wir auch in den nächsten Jahren laufen wollen“, sagt Henry Fiddike, der die Veranstaltung dauerhaft etablieren möchte. Der FDZU ist der längste Ultramarathon in Mecklenburg-Vorpommern.

Der Ultramarathon knüpft an die DDR-Tradition der Ostseestädteläufe an, die in den 1970er-Jahren erstmals ausgetragen worden sind. Die erste Runde 80 Kilometer von Ribnitz die Boddenküste entlang bis nach Ribnitz fand Mitte September 1979 statt. Es war der dritte Ostseestädtelauf überhaupt.

Neben der veränderten Strecke wird in diesem Jahr als weitere Neuerung eine Fünfer-Staffel angeboten, in der sich fünf Läufer die Strecke teilen. Mit dabei ist auch wieder die Disziplin Run&Bike, in der sich zwei Läufer ein Fahrrad teilen und abwechselnd laufen und fahren. Am sieben Kilometer langen Strandabschnitt der Strecke zwischen Wustrow und Dierhagen Ost wird es wieder eine Sonderwertung unter dem Titel „Insel-Brauerei-Cup“geben. Wer diesen wohl schwierigsten Teil der Strecke durch den Strandsand am schnellsten bewältigt, gewinnt ein Fass Bier. „Wenn man einen Ultramarathon an der Ostsee veranstaltet, dann gehört natürlich dazu, auch Strandsand unter den Schuhen zu haben“, so Henry Fiddike.

Bislang haben sich 27 Läufer angemeldet, die aus ganz Deutschland anreisen werden. Auch eine Anmeldung aus Polen ist bereits eingegangen. Die Zahl der Starter ist auf 100 begrenzt. Anmeldungen sind über die Homepage der Veranstalter möglich. Wer allein den 115 Kilometer langen Ultramarathon laufen möchte, muss am Starttag mindestens 20 Jahre alt sein.

Zieleinlauf beim Sportfest in Ribnitz

In diesem Jahr ist der Ultramarathon in das Bernsteinfest in Ribnitz-Damgarten eingebettet. Am Freitag, 8. Juni, findet das traditionelle Sportfest zum Bernsteinfest statt. Deshalb ist der Zieleinlauf in den Klosterwiesen. Hier werden die ersten Läufer zwischen 15 und 16 Uhr erwartet. Start ist morgens, 4 Uhr, im Stadion „Am Bodden“.

Eine solche Veranstaltung ist laut Fiddike jedoch nicht ohne die vielen Helfer zu stemmen. Streckenposten, Verpflegungsstände oder auch der Empfang im Ziel mit der Übergabe der Finisher-Shirts und der handgetöpferten Medaillen für jeden Läufer sind abzusichern. „Wir suchen auch tatkräftige Unterstützung“, so Fiddike. Wer mithelfen möchte, kann sich bei ihm melden. Etwa 25 Ehrenamtler gehören dem Organisations-Team an. „Im vergangenen Jahr haben alle toll mitgemacht“, so Fiddike. Und vor allem Zeit mitgebracht. Denn davon braucht es eine Menge, um die Strecke zu bewältigen. Der schnellste Läufer kam vergangenes Jahr nach knapp elf Stunden ins Ziel, der letzte nach etwas über 17 Stunden.

Übrigens: Der Lauf findet für einen guten Zweck statt. Unterstützt werden der Verein für Familien herzkranker Kinder und Jugendlicher in M/V sowie der Vogelpark Marlow. Unter anderem soll pro Läufer und Kilometer ein bestimmter Euro-Betrag gespendet werden.

Niemeyer Robert

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Greifswald

Vorstand des Kreissportbundes beschloss neues Gehalt für hauptamtliche Mitarbeiter

Kostenpflichtiger Inhalt mehr
Mehr aus Ribnitz-Damgarten
Verlagshaus Ribnitz-Damgarten

Lange Straße 43/45
18311 Ribnitz-Damgarten

Öffnungszeiten:  
Montag bis Donnerstag
10.00 bis 17.00 Uhr

Leiterin Lokalredaktion: Robert Niemeyer
Telefon: 0 38 21 / 88 86 39
E-Mail: ribnitz-damgarten@ostsee-zeitung.de

Beilagen
Städtewetter
Heute -° / -° -
- -°/-° -
- -°/-° -
RSS-Feeds

Wissen, was in Rostock und der Welt los ist

Benjamin Barz Ostsee-Zeitung Ostsee-Zeitung Leserbriefe, Meinung, Teaser der den User auf die Seite "Leserbriefe" führen soll image/svg+xml Image Teaser „Leserbriefe“ 2015-09-23 de Meinung Ihre Leserbriefe Über unser Kontaktformular können Sie uns gern Lob, Kritik, Ideen oder andere Anmerkungen zu aktuellen Themen aus Ihrer Region, MV und der Welt zusenden. Wir freuen uns auf Ihre Meinung. Hier geht es zum Formular.