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Ribnitz-Damgarten Backhaus nimmt Dünenschutz in die Hand
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Backhaus nimmt Dünenschutz in die Hand
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16:26 30.11.2018
Umweltminister Till Backhaus (SPD) hat am Freitag die reparierte Küstenschutzdüne nördlich von Ahrenshoop in Augenschein genommen und Strandhafer gepflanzt. Quelle: Timo Richter
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Über den Erfolg der jüngsten Dünenreparatur hat sich am Freitag Umweltminister Till Backhaus (SPD) informiert. Nördlich von Ahrenshoop waren zwei Abschnitte der Düne verstärkt worden. Dabei handelte es sich um eine Notmaßnahme, einer starken Sturmflut hätte die Düne in den betroffenen Bereichen nicht standgehalten. Gekostet hat das Aufspülen der Dünen gut eine Million Euro.

Während des Besuchs auf der Düne hatte der Minister die Sturmfluten im Jahr 1982 sowie die im Januar des vergangenen Jahres im Blick. Seit der Wende habe das Land mehr als 500 Millionen Euro in den Küsten- und Hochwasserschutz investiert, sagte Till Backhaus. Aufgrund des fortgeschrittenen Abtrags der Dünenabschnitte auf dem Darß mussten etwa 20 000 Kubikmeter mehr Sand als geplant aufgespült werden.

Derzeit werden die Abschnitte mit Strandhafer bepflanzt, um ein Verwehen des Sandes aus einem Fördergebiet nordöstlich des Darßer Orts zu vermindern. Kurzerhand schnappte sich der Umweltminister ein Bündel und half bei der Pflanzaktion mit. Als technikbegeisterter Minister dreht er zu zudem eine Runde mit einem alten Belarus-Traktor auf dem Dünenkopf.

Drahtzaun soll Dünen schützen

Wichtiges Thema während der Besichtigung war der Schutz der verstärkten Düne. Unstreitig war, dass der früher während der Saison aufgebaute Drahtzaun zwar keinen vollständigen Schutz vor dem Betreten gibt, wohl aber ein sichtbares Hindernis sind. Seitens des Staatlichen Amtes für Landwirtschaft und Umwelt gibt es etliche positive Beobachtungen. Wegen Personalmangels jedoch wurde das Aufstellen des Drahtzauns vor Jahren eingestellt. Wohl sollte den Kommunen das Material zur Verfügung gestellt werden, dass dann auf eigene Rechnung verbaut werden sollte. Doch von Dierhagen bis Zingst verweigern sich die Kommunen, dem Land den Küstenschutz abzunehmen.

Als erklärter „Freund der Kompromisse“ hoffte Till Backhaus auf eine Lösung in Zusammenarbeit mit den Kommunen. Der Vorsteher des Amtes Darß/Fischland und Borner Bürgermeister, Gerd Scharmberg, will das Thema auf die Agenda der nächsten Zusammenkunft des Amtsausschusses bringen.

Weiterhin nicht als Landesaufgabe sieht Till Backhaus den Schutz des Steilufers zwischen Wustrow und Ahrenshoop an. Zugesagt wurde der Interessengemeinschaft ein finanzieller Zuschuss für Planungskosten von Wellenbrechern in dem Abschnitt. Küstenschutz höchster Güte gebe es nur in gefährdeten Bereichen mit Bebauung und einem Ortszentrum. Die Interessengemeinschaft Hohes Ufer arbeitet seit Jahren an Schutzmaßnahmen vor dem weiteren Abbrechen der Steilküste.

Timo Richter

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