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„Unsere Schule lebt“

Barth „Unsere Schule lebt“

Am Gymnasialen Schulzentrum Barth werden 787 Schüler unterrichtet. Das Konzept der Freiarbeit ist dabei ein wichtiger Baustein. Die Schüler sollen vor allem lernen, selbstständig zu arbeiten.

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„Wir veranstalten Workshops zu aktuellen Themen. Außerdem ist es unsere Aufgabe, Ideen der Schüler zur Schulleitung tragen.Betti Losch (16) Schülervertreterin

Barth. „Unsere Schule lebt und brodelt“ – so beschreibt die Schulleitung die Atmosphäre am Gymnasialen Schulzentrum Barth. Die Stärke der gebundenen Ganztagsschule sei vor allem ihr breites Spektrum an Schülern – von der 7. bis zur 12. Klasse. Dafür stehen zurzeit zwei große Schulgebäude zur Verfügung. Künftig sollen sie jedoch alle unter einem Dach unterrichtet werden. Zur Ausrichtung der Schule passt das gut: Teamwork und klassenübergreifender Unterricht gehören in Barth zum Alltag.

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Am Gymnasialen Schulzentrum Barth werden 787 Schüler unterrichtet. Das Konzept der Freiarbeit ist dabei ein wichtiger Baustein. Die Schüler sollen vor allem lernen, selbstständig zu arbeiten.

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Die Serie

Die OZ präsentiert alle weiterführenden Schulen der Region: die Regionale Schule Zingst, die Regionale Schule „Rudolf Harbig“, die Bernsteinschule, das Richard-Wossidlo Gymnasium Damgarten, die Freie Schule Prerow, die Evangelische Schule Dettmannsdorf und das Fachgymnasium in Velgast.

Alles unter einem Dach

Im Gymnasialen Schulzentrum Barth werden 787 Schüler von 67 Lehrkräften unterrichtet. Der Regionalschulteil befindet sich in der Brecht-Straße, der Gymnasialteil liegt in der Uhlenflucht. Geplant ist dort zudem ein Erweiterungsbau, um beide Standorte künftig zu vereinen. Mit der benachbarten Förderschule gibt es eine enge Zusammenarbeit.

Essen wird täglich geliefert

Das Schulessen wird am Schulzentrum Barth täglich vom Internationalen Bund (IB) geliefert. In der Mittagszeit können die Schüler in der Mensa an 80 Plätzen essen. Zudem gibt es an beiden Schulstandorten jeweils einen Schulkiosk. Dort werden zum Beispiel belegte Brötchen, Süßes, aber auch Obstsalat und Joghurt angeboten.

Konzept der Freiarbeit

Schon in der Orientierungsstufe bietet das Gymnasiale Schulzentrum Barth den Kindern eine sogenannte Freiarbeit an. Dabei lernen sie selbstständig in kleinen Gruppen und arbeiten eine Mischung aus Wahl- und Pflichtaufgaben ab. Auch in der höhren Klassen wird dieses Konzept fortgesetzt, das auch den Zusammenhalt stärken soll.

Projekte auch am Nachmittag

Den Schülern werden an der Ganztagsschule vielfältige Angebote für Freizeit und Unterricht angeboten. Es gibt unter anderem eine Kooperation mit der Barther Boddenbühne. Zudem werden unter anderem Sportspiele, Leichtkontaktboxen, Selbstverteidigung, Kochen, Künstlerisches Gestalten, Plattdeutsch und Meditation angeboten.

Gute Ausstattung

Das Schulzentrum verfügt über viele Fachräume – unter anderem für Physik, Chemie und Biologie – sowie zusätzliche Vorbereitungsräumen. Zudem gibt es eine großzügige Sportanlage mit Halle und Außenbereich. Für die Schulband und das Orchester stehen verschiedene Instrumente zur Verfügung. In jedem Klassenraum befindet sich ein Beamer.

Stark in der Gruppe und selbstständig lernen

Berufsorientierung wird am Barther Schulzentrum groß geschrieben. „Wir wollen einen hohen Lebensweltbezug herstellen“, erklärt der stellvertretende Schulleiter Matthias Morten Schöpa. Schüler sollen vor allem in Teams lernen. Lehrer geben lediglich Hilfestellungen. Die Schüler lösen dafür eine Mischung aus Wahl- und Pflichtaufgaben. Die Arbeitsgruppen sind jedes Mal neu, die Kinder ziehen Nummern für den Tisch, an dem sie am jeweiligen Tag arbeiten.

„Unser Ziel ist es, ein studienorientiertes und fächerübergreifendes Lernen anzubieten“, sagt Schöpa. Und: „Wer mit einem Abitur aus unserer Schule geht, soll das Studium gut meistern können.“ Dabei hilft auch das Konzept der Freiarbeit. Bereits in der Orientierungsstufe sollen die Schüler selbstständig mit spielerischen Elementen lernen. Dieses Arbeitsmodell wird auch in den höheren Klassen fortgesetzt. „Wir wollen damit weg vom Einzelkämpfersystem“, betont Matthias Schöpa.

Enge Zusammenarbeit mit Förderschule

Die Kooperative Gesamtschule arbeitet zudem eng mit der benachbarten Förderschule zusammen. „Wir haben bei uns einen hohen Anteil an Schülern mit diagnostiziertem oder vermutetem Förderbedarf“, sagt Schöpa. Das bedeute jedoch nicht, dass ein Schüler mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder Autismus kein Abitur machen kann. „Wir finden dafür eine Lösung vor Ort und bieten dann andere Formen des Unterrichts an. Das geht nur mit viel Teamarbeit“, weiß der stellvertretende Schulleiter.

50 Prozent der Schüler wechseln an Gymnasialteil

Das Konzept trägt Früchte. „Etwa 50 Prozent der Schüler wechseln nach der Orientierungsstufe an das Gymnasium“, sagt Schulleiter Rainer Schmidt. Wenn sie dort ankommen, sind viele von ihnen sehr selbstständig.

So auch Pia Knöchner und Betti Losch. Die beiden 16-jährigen Schülerinnen sind Schülersprecherin und Schülervertreterin und dafür zuständig, Ideen und auch Sorgen der Schülerschaft bis zur Schulleitung zu tragen. Dabei herausgekommen ist unter anderem die Schülervollversammlung. Die findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt. Organisatoren sind allein die Schüler. „Wir bieten klassenübergreifende Workshops wie Tanzen an. Es gibt aber auch Diskussionen. Zum Beispiel steht das Thema Flucht im Raum“, sagt Pia Knöchner. Eingeladen werden dazu auch externe Experten.

Schulleiter Rainer Schmidt lobt die Aktivitäten der Schüler: „Der Schülerrat ist in den vergangenen Jahren sehr erstarkt. Das Zusammenspiel von Schülerrat, Schulsozialarbeit und Schulleitung funktioniert gut.“

Schüler kommen aus der ganzen Region

Der Einzugsbereich des Barther Schulzentrums ist verhältnismäßig groß. „Wir haben Schüler von Wustrow bis nordöstlich von Stralsund bei uns“, sagt Matthias Schöpa. Eltern würden den Schülertransport in vielen Fällen selbst organisieren, weil sie wollen, dass ihre Kinder unbedingt in Barth zur Schule gehen.

Die gebundene Ganztagsschule bietet zudem eine Menge freiwilliger Kurse nach Schulschluss an. „Da sind auch die Hobbys und Interessen der Lehrer und Referendare gefragt“, sagt Matthias Schöpa. Weil viele Schüler aber viel fahren, honoriert das Schulzentrum auch außerschulisches Engagement der Kinder und Jugendlichen.

Michaela Krohn

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