Menü
Ostsee Zeitung | Ihre Zeitung aus Mecklenburg-Vorpommern
Anmelden
Ribnitz-Damgarten Ursprung des Ortsnamens Tempel bleibt ein Geheimnis
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Ursprung des Ortsnamens Tempel bleibt ein Geheimnis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
11:26 05.12.2018
Diese Darstellung von Tempel findet sich auf der schwedischen Matrikelkarte von 1696. Quelle: Repro/Archiv des Pommerschen Geschichts- und Heimatvereins
Tempel

Der Ribnitz-Damgartener Ortsteil Tempel feiert 700 Jahre Ersterwähnung. Aus diesem Anlass findet am Sonnabend, dem 8. Dezember, eine Festsitzung in der Feuerwehr Tempel statt, zu der unter anderem Bürgermeister Frank Ilchmann (parteilos) eingeladen wurde. Die eigentliche öffentliche Feier dieses Jubiläums war bereits im Sommer.

Dr. Frank Ziller und Elmar Koch vom Pommerschen Geschichts- und Heimatverein Damgarten haben im Vorfeld eine Chronik erarbeitet. Darin gehen sie unter anderem auf die Wendenzeit (850 bis 1300), die Schwedenzeit und auf die Verkehrsverhältnisse bis 1850 sowie auf das Schulwesen und das Handwerk ein. Sie befassen sich auch mit der spannenden Frage: Warum der Name Tempel für das kleine Dorf ? Ziller und Koch schreiben, dass die Stelle, an der Tempel liege, bereits 1296 im Pommerschen Urkundenbuch genannt worden sei, „es gehörte wohl der Familie von Mörder. Das Dorf taucht dabei noch nicht auf, also gab es damals den Ort wohl noch nicht. Tempel ist dann im Gegensatz zu Pütnitz kein Wendendorf, sondern ein neuer Ort. (Vgl. dazu Reimer 2014, S. 14.) Der Name Tempel ist allein deutschen Ursprungs. Namensgeber des Ortes Tempel ist als eine Variante der Orden der Templer aus dem Jahr 1118, der nach dem Ersten Kreuzzug als eine Vereinigung der Ideale des adligen Rittertums und des Mönchtums gegründet wurde und allein dem Papst unterstand.“ Wie die Autoren weiter schreiben, gebe es aber „weder Belege für noch gegen das Vorhandensein des Templerordens in der Region, allein der Name kann ein Hinweis sein. Daher können die Templer zwar Gründer gewesen sein, müssen es aber nicht. Ob vielleicht die Apostelsteine in Saal als ’Tempel’ gedeutet wurden und man sich darauf bezogen hatte, ist möglich.“

Ziller und Koch betonen, dass es sich bei der vorliegenden Chronik um eine Kurzfassung handle. Um weitere Informationen oder Abbildungen zur Ortsgeschichte zu erhalten, würden sie sich freuen, wenn sich „Gespräche über alte Zeiten“ ergeben würden. Kontakt unter dr.ziller-falkert@-online.de oder unter der Telefonnummer 0163/66411943. Edwin Sternkiker

Edwin Sternkiker

Landesklasse: Blau-Weiß Ostsee-Schmuck Ribnitz-Damgarten feiert zwei klare Siege

04.12.2018

Mit einem Interessenbekundungsverfahren sucht die Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst nach einem neuen Betreiber für das Kurhaus-Restaurant. Nachhaltiges Wirtschaften ist gefragt.

04.12.2018

Ribnitzer Handballerinnen verlieren Heimspiel mit 21:28 / Motor Barth holt einen Punkt in Teterow und bleibt Tabellenführer

04.12.2018