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Viel Regen: Gräben laufen über

Ribnitz-Damgarten Viel Regen: Gräben laufen über

Nässe sorgt für Probleme in der Region. Drainagen sind an der Kapazitätsgrenze.

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Quelle: Anne Kubik

Ribnitz-Damgarten. Der tagelange Regen hat in der Region zwischen Ribnitz-Damgarten, Marlow und dem Darß Spuren hinterlassen. Beispielsweise im Stadtforst der Bernsteinstadt.

Die Standfestigkeit der Bäume sei bei den nassen und weichen Böden stellenweise ein Problem. Aber eigentlich macht Stadtförster Falk Fleischer etwas anderes mehr Sorgen: „Jetzt ist Haupteinschlagzeit beim Laubholz. Aber wir bekommen das Holz nicht aus dem Wald raus.“

Normalerweise ist der Januar ein Monat, in dem in den Beständen des 1300 Hektar großen Stadtwaldes jede Menge Holz geschlagen wird. Das läuft auch jetzt. Aber weil die Wege nach den tagelangen Regenfällen extrem aufgeweicht sind, kann das Holz nicht aus dem Wald heraus gebracht werden. Wie viele andere in der Region hofft Fleischer, dass sich die Lage bald etwas entspannt.

Das sieht Heiko Körner genauso. Der Bauamtsleiter von Ribnitz-Damgarten findet zwar, dass derzeit normalerweise Frost für Unterbrechungen auf Baustellen sorgen würde. „Jetzt ist es Regen. Ich bin aber trotzdem froh, dass wir noch keine Havarien hatten“, schildert Heiko Körner. Die Unterbrechung betrifft beispielsweise die Arbeiten in der Ulmenallee. Die Arbeiten auf dem Körkwitzer Spülfeld würden dagegen fortgesetzt. „Wobei wir dort an der Kapazitätsgrenze sind“, so der Amtsleiter. Bis Monatsende werden die Bauarbeiten im Zusammenhang mit der Ausbaggerung des Hafens Damgarten wohl beendet sein, hofft er.

Regen und Starkwind haben in den vergangenen Tagen für Probleme gesorgt — ohne die ganz großen Schäden zu verursachen. „Es gibt kleinere Probleme mit Leitungen“, erläutert Marlows Bürgermeister Norbert Schöler (CDU), dies betreffe die Ortsteile Dänschenburg und Kloster Wulfshagen. „Die Drainagesysteme sind natürlich an der Kapazitätsgrenze. Wobei wir sehr froh sind, dass der Wasser- und Bodenverband im Sommer und Herbst viel an den Grabensystemen gemacht hat“, betonte der Bürgermeister.

Auch beim Wasser- und Abwasserversorger Boddenland machte sich der Dauerregen bemerkbar. „Die Kläranlagen mussten ein wesentlich höheres Wasseraufkommen verarbeiten als üblich — aber alles das war noch machbar, sodass es keine technische Probleme gab“, erklärt Ulrich Hager, technischer Leiter.

Im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft kam es zu keinen größeren Problemen, berichtet Annette Beil. „Wir hatten große Angst, dass der Wind bei dem aufgeweichten Boden viele Bäume entwurzelt — aber zum Glück hatten wir Westwind, sodass der Wald dem Wetter gut standhalten konnte“, sagte die Dezernatsleiterin der Gebietsbetreuung. Das Jahresende 2014 sei trocken gewesen und die Böden hätten das Wasser gut aufnehmen können. Für die Moore des Nationalparks sei der Regen sogar positiv.

Wir bekommen das Holz nicht aus dem Wald, die Wege sind zu aufgeweicht.“Falk Fleischer,
Stadtförster

 



Anne Kubik und Peter Schlag

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