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Viel besser als so manches bekannte Mineralwasser

Ribnitz-Damgarten Viel besser als so manches bekannte Mineralwasser

Eine gute Geschmacksnote und höchste Reinheit bescheinigen Gutachter dem Trinkwasser im Raum Barth und Ribnitz-Damgarten. Die Qualität ist besser als bei so manchem Mineralwasser.

Ribnitz-Damgarten. Nur Grundwasser aus bis zu 60 Metern Tiefe kommt in die Wasserhähne der Region. Das Trinkwasser im Raum Ribnitz-Damgarten und Barth, das aus 80 Brunnen gewonnen wird, ist von hoher Reinheit. Die Qualität ist so gut, dass es der Versorger Boddenland GmbH theoretisch mit Kohlensäure versetzen und als Mineralwasser verkaufen könnte als „Boddenquellen“ beispielsweise. Wären da nicht immense Investitionen und ein großes Angebot sprudelnder und stiller Wässerchen, wäre es eine lukrative Einnahmequelle. Ein Kubikmeter Mineralwasser kostet je nach Hersteller rund 2000 Mark, für die gleiche Menge Trinkwasser die Menge entspricht rund 3030 Mineralwasserflaschen à 0,33 Liter aus der Boddenland-Leitung zahlen die Abnehmer 2,74 Mark.

„Wir befördern das Wasser aus großen Tiefen, meistens aus dem zweiten und dritten Grundwasserstock. Durch die natürliche Filtration ist es so gut, dass wir ihm kein Chlor wie anderenorts zusetzen müssen. Nur Eisen und Mangan entziehen wir dem Wasser“, sagt Helge Eggersmann, technischer Leiter der Boddenland. Grundwassertiefe und die geologische Zusammensetzung des Bodens für die Filtration sind ausschlaggebend für die Qualität. Das beste und zugleich die größte Menge des Wassers pumpt die Boddenland aus den Brunnen bei Petersdorf und Ehmkenhagen für den Versorgungsraum Ribnitz-Damgarten und Martenshagen für das Gebiet Barth und Zingst.

Trinkwasser ist das wichtigste und am strengsten kontrollierte Lebensmittel überhaupt. „Jährlich werden 850 Proben bei den Wasserversorgungsanlagen im Landkreis gezogen, die durch das Landeshygieneinstitut untersucht werden“, sagte Amtsärztin Dr. Waltraud Horlbeck. Alle amtlichen Wasserproben würden mikrobiologisch und chemisch untersucht. „Im Landkreis gab es bakteriologische Beanstandungen nur in geringer Zahl bei Rohrnetzerweiterungen. Bei chemischen Parametern wurden bisher keine Grenzwertüberschreitungen festgestellt“, so Horlbeck.

Die gesetzlichen Grenzwerte für Trinkwasser aus der Leitung sind strenger als bei Mineralwasser. Beispielsweise dürfen in einem Liter Mineralwasser 1000 Milligramm Calcium, im Trinkwasser aber nur 400 Milligramm enthalten sein. Ähnlich groß ist der Unterschied der Grenzwerte beim Natrium. Maximal 150 Milligramm gelten für Trinkwasser, 1000 Milligramm für Mineralwasser.



ANDREAS EBEL

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