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Ribnitz-Damgarten Vineta entdecken: Gestaltungskonzept für Barther Bürgerhaus vorgestellt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Vineta entdecken: Gestaltungskonzept für Barther Bürgerhaus vorgestellt
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16:50 16.04.2019
Die Arbeiten an der Außenfassade der ehemaligen Fritz-Reuter-Schule stehen kurz vor dem Abschluss. Quelle: Anika Wenning
Barth

Die Besucher des neuen Bürgerhauses in Barth sollen sich künftig auf eine ganz besondere Entdeckungsreise begeben. Im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus und Kultur der Stadtvertretung ist am Montagabend das Gestaltungskonzept für einen wesentlichen Teil der Räumlichkeiten vorgestellt worden. Dieses Konzept stellt die Sage um die versunkene Stadt Vineta in den Mittelpunkt. „Die Sage ist die Grundlage für das Konzept, das sich außerdem an den bekannten Barther Blautönen orientiert“, sagte Reinhard Meerwein, Geschäftsführer des Innenarchitekten-Büros Tecton aus Berlin.

Mit dem Konzept sollen laut Bürgermeister Friedrich-Carl Hellwig zudem Fördermittel bei der Landesregierung eingeworben werden. Unter dem Stichwort saisonverlängernde Maßnahme stünden demnach Fördermittel zur Verfügung. „Und die Chancen stehen gut, dass wir diese auch bekommen“, so Hellwig während der Ausschusssitzung. Etwas mehr als 800000 Euro soll die Umsetzung des Gestaltungskonzeptes laut erster Schätzung kosten. Angestrebt sei eine Förderung von bis zu 90 Prozent der Kosten. Die Förderung sei auch deshalb notwendig, weil die Kosten für die Innenraumgestaltung bislang noch nicht in die Gesamtkosten einbezogen wurden. Insgesamt wird für den Umbau der ehemaligen Fritz-Reuter-Schule mit Gesamtkosten in Höhe von rund 3,7 Millionen Euro gerechnet. Die Verwaltung rechnet mit einem Gesamt-Eigenanteil in Höhe von rund 990000 Euro.

Die ehemalige Fritz-Reuter-Schule in Barth wird zum Bürgerhaus umgebaut. Jetzt wurde das Gestaltungskonzept für die Innenräume vorgestellt.

Das Gestaltungskonzept bezieht den Eingangsbereich, den zweigeschossigen Kinderbereich, die Bibliothek, einen Veranstaltungsraum im ersten Stock sowie den großen Veranstaltungssaal im Obergeschoss mit ein. Im Foyer sollen die Gäste mit einem Tresen, Sitzgelegenheiten und einer Ausstellung zum Thema Vineta empfangen werden. Die Verkleidung des Tresens „aus geschichteten, folierten Glasscheiben in Blau- und Grüntönen suggeriert eine Wellenbewegung und erzeugt räumliche Tiefe, die auf die Unergründlichkeit des Vineta-Geheimnisses und die Stadt Barth verweist“, so Reinhard Meerwein. Eine Stadtkarte zeige Sehenswürdigkeiten, eine Grafik die historische Entwicklung der Stadt Barth. An zwei Medienstationen können die Stadtgeschichte und die Vineta-Sage erlebt werden.

Anders als ursprünglich geplant wird der Kinderbereich gestaltet. Statt eines Indoor-Spielplatzes soll Vineta nun in einer Art museumsdidaktischen Ausstellung mit Spielen oder an Mal-Stationen entdeckt werden können. Über eine Wendeltreppe geht es ins Kellergeschoss, und hier gestalterisch auch in die Unterwasserwelt rund um die untergegangene Stadt.

Im Eingangsbereich der Bibliothek stößt der Besucher auf einen Bücherturm mit Literatur aus Barth und Umgebung. Auf Tablets können die Gäste den Bibliotheksbestand durchsuchen. Im ersten Stock soll ein Veranstaltungsraum mit mobiler Trennwand entstehen. „Diesen Raum kann man mit diversen Veranstaltungen bespielen“, so Reinhard Meerwein. Möglich seien beispielsweise temporäre Ausstellungen oder Vortragsabende.

Im Obergeschoss unter dem Dach befindet sich der große Veranstaltungssaal mit bis zu 250 Plätzen sowie Garderobenbereich und Bar. Hier weicht das Gestaltungskonzept von den Blautönen ab und präsentiert sich kupferfarben, was laut Meerwein an den Reichtum der Hansestadt Vineta erinnere.

Vor Saisonbeginn 2020 soll das Bürgerhaus eingeweiht werden. Die Arbeiten an dem Gebäude laufen, hatten sich in der Vergangenheit jedoch immer wieder verzögert. 2017 hatten die Arbeiten begonnen, mussten im Frühjahr/Sommer 2018 jedoch unterbrochen werden. Mittlerweile ist der Fassadenanstrich im Außenbereich fast fertig. Im Innenbereich laufen die Putzarbeiten begonnen.

Neben der Barther Tourist-Info und der Bibliothek sollen in dem Gebäude auch das Kulturhaus HdW sowie die Dokumentations- und Begegnungsstätte Barth neue Räume finden.

Die Fassade oberhalb des Eingangs soll künftig dann das Barther Stadt-Wappen samt Jahreszahl der Erbauung des Gebäudes (1854) und Jahreszahl der Wiedereröffnung (Ziel: 2020) zieren. Außerdem wird noch ein passender Name für das Haus gesucht.

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Robert Niemeyer

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