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Ribnitz-Damgarten Von Barth über Japan zur WM nach Finnland
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Von Barth über Japan zur WM nach Finnland
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00:19 16.05.2018
Benjamin Haugk inmitten seiner japanischen Trainingskameraden. Links neben dem Kraftsportler vom SV Motor Barth sitzt Daiki Kodama, der 15-malige Weltmeister, Weltrekordhalter und Inhaber des Gyms in Osaka. Quelle: Foto: Privat
Barth

Benjamin Haugk sitzt auf gepackten Koffern. Schon wieder mal. Der Kraftsportler vom SV Motor Barth wird sich morgen auf den Weg nach Finnland machen. In der Stadt Vantaa will der 28-Jährige am Sonnabend bei den Weltmeisterschaften im Bankdrücken in der Classic-Variante (ohne Equipment) an den Start gehen. Und um darauf gut vorbereitet zu sein, hat der Barther tausende Kilometer zurückgelegt. Er weilte unter anderem zu einem 15-tägigen Trainingslager im japanischen Osaka. Im Interview mit der OZ spricht Benjamin Haugk über diese Zeit und seine Ziele für die WM.

Live-Stream im Internet

Der Wettkampf im finnischen Vantaa beginnt für Benjamin Haugk in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm am kommenden Sonnabend um 11.30 Uhr. Im Internet kann das Ereignis mitverfolgt werden.

Unter der Adresse www.goodlift.info wird ein Live-Stream zur kompletten Weltmeisterschaft, die am Montag begann und noch bis zum 19. Mai läuft, angeboten.

Wie kam es zu Ihrem Ausflug nach Japan?

Benjamin Haugk: Die Japaner zählen zu den weltbesten Nationen im Bankdrücken. Durch meinen Sponsor, einen japanischen Ausrüster, haben sich Kontakte ergeben, so dass ich im Gym des 15-maligen Weltmeisters und Weltrekordhalters Daiki Kodama in Osaka trainieren konnte. Er ist so etwas wie der Gott im Bankdrücken.

Welche Erfahrungen haben Sie dort gesammelt?

Ich habe mich vor allem im technischen Bereich weiterentwickeln können. Aber nicht nur aus sportlichem Blickwinkel war das eine tolle Erfahrung. Ich habe Freunde gefunden, von denen ich bei der Weltmeisterschaft in Finnland einige wiedersehen werde. Darauf freue ich mich schon sehr.

Wie lief Ihre Vorbereitung auf die WM darüber hinaus?

Erst mal war ich froh, mich nach langer Zeit wieder für den Kader der Nationalmannschaft qualifizieren zu können. Das ist mir mit dem zweiten Platz bei der deutschen Meisterschaft geglückt.

In Finnland werde ich meine dritte WM erleben. Es ist aber die erste nach einer fünfjährigen Pause. Die Zusammenarbeit mit dem neuen Bundestrainer Dietmar Wolf läuft seit Januar ausgezeichnet. Ich konnte bei den norddeutschen Meisterschaften im Anschluss an den Aufenthalt in Japan gleich mal meine persönliche Bestleistung in der Gewichtsklasse bis 74 Kilogramm auf 153 Kilogramm steigern.

Insofern war ich relativ zuversichtlich.

Aber dann gab es Probleme?

Ja. Leider habe ich seit zwei Wochen eine Schleimbeutelentzündung in der Schulter und wir mussten das Training anpassen. Die Schmerzen sind natürlich sehr hinderlich.

Was ist angesichts dieser Ausgangssituation für Sie bei der WM drin?

Mein Ziel war es ursprünglich, unter die besten zehn Bankdrücker meiner Gewichtsklasse zu kommen. Ob das realistisch ist, muss ich abwarten. Ich werde versuchen, gut in den Wettkampf reinzukommen. Dann wird man am Ende sehen, zu welcher Platzierung das reicht.

Was sind Ihre Vorhaben über die WM hinaus?

Ich plane langfristig. Zwölf Wochen nach der WM möchte ich auch bei der Europameisterschaft im französischen Bordeaux starten. Da sind die Aussichten auf eine gute Platzierung sicherlich noch etwas besser, da die Top-Nationen dann nicht dabei sind. Mein größtes Ziel ist aber die WM in Japan im nächsten Jahr. Dann würde ich meine neuen Freunde in ihrem Heimatland wiedertreffen. Das wäre ein echter Höhepunkt für mich. Interview: Marco Schwarz

Marco Schwarz

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