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Warnemünder Volleyballer punkten in Nervenschlacht

Schüttorf/Rostock Warnemünder Volleyballer punkten in Nervenschlacht

Nervös rutscht Konstantin Rode hin und her. Den 20-jährigen Rostocker hält es kaum auf der heimischen Couch.

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Konzentriert: Konrad Jagusch, Hannes Strübing, Thomas Liefke (etwas verdeckt) und Ole Ernst vom SV Warnemünde (v. l.).

Quelle: Foto: Tommy Bastian

Schüttorf/Rostock. Nervös rutscht Konstantin Rode hin und her. Den 20-jährigen Rostocker hält es kaum auf der heimischen Couch. „Vorm Liveticker zu hocken, ist schlimmer als in der Halle zu sein“, meint der verletzte Mittelblocker der Zweitliga-Volleyballer des SV Warnemünde. Am Laptop hat er am Sonntag in der Hansestadt das Geschehen in Schüttorf verfolgt. Dort haben die Ostseestädter vor 305 Zuschauern in einer spannenden Partie beim Tabellendritten FC Schüttorf 09 die große Überraschung verpasst. Sie unterlagen dem Favoriten mit 2:3 (11:25, 25:23, 21:25, 27:25, 7:15).

„Das Spiel ist schwierig zu bewerten, wenn du es nur am Textticker gesehen hast. Aber es ist eine gute Leistung, gegen einen Gegner einen Punkt zu holen, der so weit oben in der Tabelle steht“, sagte Rode und ergänzte: „So knapp wie es bei uns im Tabellenkeller zugeht, kann jeder Punkt entscheidend sein.“ Konstantin Rode war jüngst beim 3:2-Heimsieg gegen den TVA Hürth umgeknickt und konnte nicht spielen.

Der Abstiegskampf in der 2. Volleyball-Bundesliga Nord spitzt sich immer mehr zu. Und mittendrin: Aufsteiger SV Warnemünde. Das Team von Trainer Christian Hinze bleibt nach der 14.

Saisonniederlage mit nun zehn Zählern auf dem elften Tabellenrang. Allerdings punkteten auch die direkten Konkurrenten TuB Bocholt (3:1 gegen Humann Essen/jetzt 12 Zähler) und TVA Hürth (3:0 gegen DJK Delbrück/8).

„Das war ein superwichtiger Zähler für uns. Erstmals konnten wir gegen ein Spitzenteam punkten“, meinte Hinze. Die Entwicklung seiner Mannschaft sei positiv. „Wir haben uns gesteigert und können mittlerweile auch gegen die Topteams mithalten. Das ist wichtig, denn allein Siege gegen die direkten Mitkonkurrenten werden wohl nicht zum Klassenverbleib reichen“, glaubt der 38-Jährige.

Nach knapp 500 Kilometern Anreise überwiegend auf Autobahnen und glatten Straßen kamen die ersatzgeschwächten Warnemünder im äußersten Südwesten Niedersachsens, nahe der niederländischen Grenze an.

Bei den Gästen fehlten neben den langzeitverletzten Eric Nikolaus und Efrain Förster sowie Konstantin Rode auch die erkrankten Tom Stübe, Ludwig Nagel und Lucas Kowalkowski. So standen Hinze lediglich neun Akteure zur Verfügung.

Die Gäste von der Ostsee verpatzten den ersten Satz (11:25) völlig. Doch danach kämpften sie um jeden Ball, gaben Vollgas und versuchten alles, um den Tabellendritten zu ärgern. Das gelang. Den zweiten Durchgang entschied der SV Warnemünde knapp für sich (25:23).

Im dritten Satz führte der SVW mit 10:7, ehe die Gastgeber aufdrehten und auf 13:10 davonzogen. Die Warnemünder hielten dagegen und verkürzten auf 12:14, aber danach machten sie zu viele Fehler und verloren den Abschnitt mit 21:25.

Dramatisch war der vierte Satz, in dem die Führung mehrfach wechselte, ehe der SVW nach 1:38 Stunden Spielzeit mit 27:25 gewann. Mit dem Satzausgleich zum 2:2 hatten die Gäste einen Zähler für die Tabelle sicher. Im Tiebreak waren sie dann chancenlos, lagen schnell mit 0:5 zurück und verloren mit 7:15. „Da hat der Gegner uns doch die Grenzen aufgezeigt“, meinte Christian Hinze. Trotzdem war er zufrieden.

Tommy Bastian

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