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Ribnitz-Damgarten Warnemünder begeistern mit neuem Spielstil
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Warnemünder begeistern mit neuem Spielstil
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00:00 26.09.2018
Rostock

Die Volleyballer des SV Warnemünde sind mit dem überraschend klaren 3:0 (25:20, 25:21, 28:26)-Sieg gegen den hoch gehandelten FC Schüttorf 09 endgültig in der neuen Saison der 2. Bundesliga Nord angekommen. Nach zwei Partien belegen sie mit vier Punkten den vierten Tabellenplatz. Spitzenreiter ist Aufsteiger Kieler TV (5), dem die Warnemünder zum Saisonbeginn mit 2:3 unterlagen.

Die Warnemünder Spieler um den starken Piotr Adamowicz (Nr. 12) bejubeln ihren ersten Saisonsieg. Quelle: Foto: Andreas Bach/verein
Der Sieg ist wichtig für die Spieler, die im Vorjahr oft verloren haben. Er wird den Jungs Selbstvertrauen geben. Jozef Janosik Trainer SV Warnemünde

Warnemünde-Coach Jozef Janosik war nach dem Erfolg gegen das Team aus der Grafschaft Bentheim im äußersten Südwesten Niedersachsens erleichtert. „Wir brauchten den Sieg. Er ist balsam und wichtig für die Spieler, die im Vorjahr oft verloren haben. Er wird den Jungs Selbstvertrauen geben“, sagte der 39-jährige Slowake. „Wir haben clever unser System gespielt, waren taktisch sehr diszipliniert“, lobte Janosik seine Truppe. Seine Mannschaft habe sehr gut gearbeitet in den wenigen Wochen, seitdem er Trainer ist.

Bemerkenswert: Viele Punkte machten die Gastgebern vor rund 451 begeisterten Zuschauern in der heimischen Ospa-Arena durch Schnellangriffe durch die Mitte. Dabei spielten sie sich gar nicht vor bis ans Netz, sondern schlugen den Ball mehrfach aus dem Zentrum ihrer Spielfeldhälfte auf die gegnerische Seite. Ein neuer Spielzug, gegen den die Schüttorfer kein geeignetes Verteidigungsmittel fanden.

„Dieser Spielzug gehört zum neuen Stil, den wir zeigen und mit dem wir auch das Publikum mitreißen wollen“, meinte Jozef Janosik. Er setzt zudem auf mutige, energische Aufschläge und eine gute Staffelung in der Defensive, auf die die Offensive aufbaut.

Aus einer stark auftrumpfenden Mannschaft der Ostseestädter ragte ein Spieler ganz besonders heraus: Neuzugang Piotr Adamowicz. Der 27-jährige Außenangreifer war mit seinen Powerschlägen der Punktegarant des SVW und trat gegen seinen Ex-Klub zugleich als emotionaler Anführer auf. „Immer strahlend. Immer motiviert. Immer vollkonzentriert bei der Sache. Mit sehr starker Leistung und emotionalem Einsatz reißt Piotr unser Team mit“, lobte Warnemündes Kapitän Ole Ernst den 2,01-Meter-Hünen, der seit dieser Saison für den SV Warnemünde spielt und am Sonnabend zum besten Spieler des Tages (MVP) gewählt wurde.

Coach Janosik sagt: „Körpersprache und Emotionen sind sehr wichtig. Genauso wichtig wie spielerische Qualität. Du brauchst beides, um erfolgreich sein zu können.“ Adamowicz zeigte sowohl Qualität als auch Mentalität. An ihm dürften die Warnemünder noch viel Freude haben.

Die Rostocker haben sich vorgenommen, in der noch jungen Spielzeit nichts mit dem Abstieg zu tun zu bekommen. Im Vorjahr waren sie sportlich abgestiegen, durften nur drinblieben, weil Erstliga-Absteiger Bergische Volleys aus Solingen (Nordrhein-Westfalen) hat keine Zweitliga-Lizenz einreichte, sondern einen Neuanfang in der 3. Liga wagte. Den ersten Schritt in die richtige Richtung hat der SV Warnemünde gemacht.

Weiter geht’s am Sonnabend (19.30 Uhr, Tunica-Sporthalle) beim noch punktlosen Tabellenletzten USC Braunschweig. Dann soll nachgelegt und der zweite Saisonsieg eingefahren werden. Dabei könnte vielleicht auch ein weiterer Neuzugang helfen. Der Wechsel von Tilo Einsiedel (30, Mittelblocker vom VC Dresden) zum SVW steht nach OZ-Informationen kurz vor dem Abschluss. Er soll eine Job-Zusage in Rostock erhalten haben. Bestätigen wollte Warnemündes Manager Frank Thiessenhusen den Wechsel allerdings noch nicht.

SV Warnemünde: Krabel, Liefke, Ernst, Kowalkowski, Mehlberg, Adamowicz, Förster, Rode.

Tommy Bastian

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