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Waterkant bleibt in der Erfolgsspur

Schach/Landesliga Waterkant bleibt in der Erfolgsspur

Denksportler aus Saal spielen gegen Waren 4:4.

Schach. Das SchachAushängeschild der Region, der SV Waterkant Saal, war am Sonntag in der Landesliga gegen den Verbandsligaabsteiger und jetzigen Tabellendritten, ESV Waren, mit einem Mann weniger angetreten, was mit Partieverlust gewertet wurde. Zudem waren die Saaler Spieler ihren Gegnern nach der Papierform an allen Brettern unterlegen, zum Teil um mehr als 200 Wertungszahl-Punkte. Ein Unterschied, der im Schach fast zwei Spielklassen ausmacht.

Niemand, auch die Saaler nicht, glaubte an eine echte Chance. Aber nach dem Ausgleich durch Eckhard Schwarz wuchs das Team über sich hinaus und sorgte mit dem 4:4 gegen Waren für eine faustdicke Überraschung.

Nach fast vierstündigem harten Kampf äußerte sich Mannschaftsführer Udo Nickel hochzufrieden: „Das war umwerfend, was unsere Jungs abgeliefert haben. Motivation und Form haben individueller Klasse Paroli geboten. In der letzten Runde haben wir nun gute Chancen, auch in der Tabelle einen Sprung nach oben zu machen. Uns trennt jetzt noch ein Punkt vom dritten Tabellenplatz.“

Das Spiel gegen Waren fand auf hohem Niveau beider Mannschaften statt. An allen Brettern wurde gekämpft und Remisgebote zuhauf abgelehnt. Nach einer Stunde dann die vermeintliche Vorentscheidung für die Gäste aus Waren, die sich zu diesem Zeitpunkt die Führung erkämpften.

Jetzt erlebten die Zuschauer am achten Brett ein zweischneidiges Spiel, in welchem Roland Ehmann leichte Vorteile hatte. Diese konnte er zwar nicht zu einem Sieg nutzen, erreichte aber zumindest ein Unentschieden. Nun versuchte Frank Richter mit wunderschönem Angriffsspiel den Ausgleich für Saal zu erkämpfen, was ihm jedoch nicht gelang. Auch seine Partie endete unentschieden.

Nach drei Stunden Spielzeit ging es in der Partie von Udo Nickel ins Endspiel. Zuvor war er stets der Aktivere, erkämpfte sich zeitweise materiellen Vorteil und drängte seinen Widersacher immer mehr in die Defensive. Im Endspiel aber verließ ihn der Mut und er wickelte die Partie durch passives Spiel in ein Remis ab.

Beim Stand von 2,5 zu 3,5 spielten auf Saaler Seite nur noch Siegfried Völschow und Reimo Nickel. Letzterer gewann in seiner Partie mit zunehmender Spieldauer immer mehr Oberwasser, weshalb sein Gegner schließlich in auswegloser Lage aufgab. Die Saaler hatten sich in das Match zurückgekämpft und den Ausgleich geschafft. Diesen wollten sie sich nun im letzten Spiel auf keinen Fall mehr aus der Hand nehmen lassen.

Nachdem das 3,5 zu 3,5 feststand, zögerte Siegfried Völschow keine Sekunde und bot seinem Widersacher in einem schwierigen Endspiel das Remis an. Nach kurzer Bedenkzeit akzeptierte dieser und besiegelte damit die Punkteteilung. Die Freude auf Saaler Seite war riesengroß.

Tabelle

1. Greifswalder SV II 44.0 14:2

2. Motor Wolgast 38.0 13:3

3. ESV Waren 34.0 10:6

4. SV Gryps 32.5 10:6

5. Malchower Schachinsel 34.5 9:7

6. Waterkant Saal 34.0 9:7

7. Turbine Neubrandenburg 32.5 7:9 8. Rugia Bergen 27.5 5:11

9. Eintr. Neubrandenburg II 25.5 2:14

10. Torgelow-Drögeheide II 16.5 1:15

rn

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