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Weitere Streiks bei Bäderbahn sind möglich

Zinnowitz/Barth Weitere Streiks bei Bäderbahn sind möglich

Touristen und Pendler müssen mit weiteren Ausfällen bei der Usedomer Bäderbahn (UBB) rechnen: „Vielleicht werden die Lokführer noch mal streiken. Das kann man nie ausschließen.

Zinnowitz. Touristen und Pendler müssen mit weiteren Ausfällen bei der Usedomer Bäderbahn (UBB) rechnen: „Vielleicht werden die Lokführer noch mal streiken. Das kann man nie ausschließen. Außer, es gibt eine schnelle Reaktion von der Bäderbahn“, sagt Gerda Seibert, Sprecherin von der Gewerkschaft der Deutschen Lokführer (GDL).

Der Verkehr der UBB ist am Dienstag von Usedom bis Stralsund und Barth für zwei Stunden lahmgelegt worden. Unzufriedene Passagiere beschwerten sich. „Aber das tun sie immer“, reagierte UBB-Chef Jörgen Boße.

Grund für den Streik: Aus Sicht der Gewerkschaft sind die Tarifverhandlungen für die geplante Vorpommernbahn sowie die UBB gescheitert. Die Deutsche Bahn, Mutterkonzern der UBB, sieht das anders.

„Die Verhandlungen sind erfolgreich abgeschlossen“, sagte ein Sprecher. Der Tarifvertrag sei bis 2018 festgezurrt. „Offen war allein, ob der Tarifvertrag noch mit der UBB geschlossen werden soll, obwohl die Lokführer ab dem 1. August 2013 auf die neue Vorpommernbahn GmbH übergehen werden“, hieß es. Die Deutsche Bahn garantiere bis zum Übergang die gleichen Rechte bei der UBB.

„Wir befürchten jedoch, dass die Lokführer bei der UBB verbleiben und weiter Billiglohn erhalten“, sagt der Vorsitzende des GDL-Bezirks Nord, Hartmut Petersen. Gefordert werden gleiche Verträge für beide Unternehmen. Ob es weitere Tarifverhandlungen bezüglich der UBB geben wird, wollte ihr Geschäftsführer Jörgen Boße gestern nicht sagen.

Aus Sicht von Hartmut Petersen war der Streik ein Erfolg. „Für uns war das sehr wirksam. Auf Usedom haben unsere Lokführer alle mitgemacht“, sagt er. „Sie wurden nicht abgelöst und auch Schienenersatzverkehr konnte es nicht geben.“ Von elf Zugführern, die in der betroffenen Schicht arbeiteten, sind acht in der GDL.

 

Irene Burow

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