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Wenn Fünfjährige schon Diabetes 2 haben

Ribnitz-Damgarten Wenn Fünfjährige schon Diabetes 2 haben

Bei Diätassistentin Ulrike Haenschke bekommen Übergewichtige in der Klinik Ernährungstipps. Die Patienten werden immer jünger.

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Diätassistentin Ulrike Haenschke zeigt ihren Patienten, wie viel Fett im Fast Food ist.

Quelle: hoep

Ribnitz-Damgarten. Seit elf Jahren arbeitet Ulrike Haentschke (43) als Diätassistentin in den Bodden-Kliniken in Ribnitz-Damgarten. „Die Patienten werden immer schwerer und auch immer jünger“, berichtet die 43-Jährige. Eine der Folgen: Diabetes. „Das ist mittlerweile eine Volkskrankheit geworden“, sagt Haentschke. „Diabetes Typ 2 galt früher immer als Altersdiabetes. Den jüngsten Patienten, den ich aber mal hatte, war erst fünf Jahre alt“, macht sie auf eine erschreckende Entwicklung aufmerksam.

Im Gegensatz zu Typ 1, bei dem genetische Faktoren eine wichtige Rolle spielen, sind es bei Typ 2 vor allem falsche Ernährung (zu viel Fett und zu viel Zucker) und zu wenig Bewegung. Bei Ulrike Haenschke bekommen die Patienten bei Gruppen- und Einzelschulungen unter anderem Ernährungstipps. „In einer Portion Pommes mit Ketchup und Majonnaise sind 38 Gramm Fett“, erklärt die 43-Jährige und hält eine Schale mit dem Essen — Anschauungsmaterial, das aus Plastik ist — und ein Gefäß mit der entsprechenden Menge Öl hin. Bei einer Bratwurst mit Pommes und Mayo kommt man sogar auf 73

Gramm Fett. „Viele meiner Patienten sind Lkw-Fahrer, die fast jeden Tag Fast Food essen“, sagt Haentschke. Und auch die Zuckermengen würden häufig unterschätzt. „Ich lege dann neben das Getränk oder das Lebensmittel die entsprechende Anzahl an Würfelzucker, um es zu verdeutlichen“, sagt die Diätassistentin.

Wichtig sei allerdings auch, dass die Familien mit einbezogen werden. „Viele Männer sagen mir, wenn ich mit ihnen den Speiseplan durchspreche: ‘Reden Sie mit meiner Frau, die kocht doch zu Hause‘“, berichtet die Ernährungsexpertin, die auch immer wieder das Missverständnis aus dem Weg räumen muss, dass man — wenn man abnehmen will — fünf kleine Mahlzeiten essen sollte. Jahrelang sei dies gepredigt worden. „Nach den neuesten Erkenntnissen ist das aber falsch. Man sollte zwischen den Mahlzeiten mindestes vier, fünf Stunden Zeit lassen.“

 

hoep

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