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Ribnitz-Damgarten Wieder mehr Arbeitslose im Landkreis
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wieder mehr Arbeitslose im Landkreis
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00:05 04.01.2018
In Ribnitz-Damgarten waren im Dezember 2492 Menschen als arbeitslos gemeldet – 336 mehr als im Vormonat. Quelle: Foto: Jens Büttner/dpa

11973 Frauen und Männer waren im Dezember 2017 im Landkreis-Vorpommern-Rügen arbeitslos gemeldet. Das waren 1393 mehr als im November, erklärte gestern Jürgen Radloff, Chef der Agentur für Arbeit in Stralsund. Die Arbeitslosenquote stieg damit zum ersten Mal seit März wieder in den zweistelligen Bereich. Sie liegt nun bei 10,6 Prozent.

Quote liegt totzdem deutlich unter dem Vorjahresniveau

Für die Steigerung macht Agenturchef Radloff hauptsächlich die geringe Personalnachfrage im Tourismusgewerbe verantwortlich. „Im Dezember verbringen zwar noch viele Urlauber in unserer Region ihre Weihnachtsferien, für eine Auslastung wie im Sommer reichen die Gästezahlen allerdings nicht mehr aus. Daher sind Entlassungen im Hotel- und Gastronomiegewerbe zu dieser Jahreszeit auch zu erwarten gewesen.“ Aber auch in anderen Branchen stiegen die Arbeitslosenzahlen.

Nach Einschätzung des Agenturchefs wird sich die saisonbedingte Steigerung der Arbeitslosigkeit fortsetzen. „Gerade für den nächsten Monat rechne ich noch einmal mit einer Zunahme der Beschäftigungslosigkeit“, sagte Radloff.

Allerdings liegt die Beschäftigungslosigkeit im aktuellen Berichtsmonat deutlich unter dem Vorjahresniveau. Im Dezember 2016 waren 13527 Männer und Frauen ohne Job. Aktuell sind es 1554 weniger.

In Ribnitz-Damgarten und Umgebung liegt die Arbeitslosenquote weiterhin im einstelligen Bereich. Sie beträgt 9,7 Prozent, obwohl auf der vom Tourismus stark geprägten Halbinsel Fischland-Darß-Zingst im Hotel- und Gaststättengewerbe zahlreiche Mitarbeiter entlassen wurden. Am niedrigsten ist die Arbeitslosigkeit im Landkreis Vorpommern-Rügen in Grimmen und Umgebung. Dort liegt die Quote derzeit bei 9,6 Prozent.

Den stärksten Anstieg der Beschäftigungslosigkeit hat es auf der Insel Rügen gegeben, wo fast 800 Frauen und Männer zusätzlich im Vergleich zum Vormonat in der Statistik auftauchen. Die Quote stieg um 2,3 Punkte auf 11,1 Prozent.

Die geringste Bewegung auf dem Arbeitsmarkt gab es in Stralsund. Allerdings hat die Hasestadt auch mit überdurchschnittlichen 12,5 Prozent derzeit die höchste Quote. Im Vormonat waren es 12,2 Prozent. Derzeit sind dort 3484 Frauen und Männer ohne Job.

735 Männer und Frauen nutzen im Landkreis so genannte Arbeitsgelegenheiten. Das sind 203 Personen weniger als im Vormonat und 29 weniger als im Vorjahr. 685 Personen erwerben mit Unterstützung der Arbeitsagentur und des Jobcenters eine neue berufliche Qualifikation. Gegenüber dem Vormonat sank die Teilnehmerzahl um 42, gegenüber dem Vorjahresmonat um 56 Personen. 59 Existenzgründer unterstützt die Arbeitsagentur aktuell mit einem Gründungszuschuss beim Aufbau eines Unternehmens. Ohne diese arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen läge die Arbeitslosenquote vermutlich bei 13,8 Prozent.

dl

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