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Ribnitz-Damgarten Langendamm: Weg wird doppelt so teuer
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Langendamm: Weg wird doppelt so teuer
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00:00 22.03.2014

Wenn die Langendammer im Heideweg eine neue Straße wollen, werden sie tief in die Tasche greifen müssen. Das ist auf der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates deutlich geworden.

Zwei Ausbauabschnitte seien geplant, teilte Bauamtsleiter Heiko Körner den rund 20 anwesenden Einwohnern und Interessierten mit. Die Straße bekäme eine Asphaltdecke. Für den nördlichen Abschnitt sind 211 000 Euro veranschlagt. Für den südlichen Stichweg rund 72 000 Euro. Die Anlieger müssten zusammengerechnet 223 000 Euro dafür beisteuern. Insgesamt 38 betroffene Grundstückeigentümer zählte Körner insgesamt.

Was jeder genau bezahlen muss, wird im persönlichen Gespräch geklärt. Die Summe richtet sich unter anderem nach den Grundstücksgrößen. Nur so viel: Der Spitzenreiter muss laut Verwaltung 41 700

Euro zahlen, wenn die Straße kommt. Ein weiterer liegt bei 17 000 Euro. Die meisten Anwohner müssen jedoch zwischen 1000 und 4000 Euro aufbringen.

Diese Zahlen ließ einige Anwesende im Raum erst mal ordentlich schlucken. „Das ist eine gewaltige Summe. Es ist wichtig, dass man das vorher noch mal diskutiert“, fügte der Bauamtschef seinen Erläuterungen hinzu. Ortsbeiratsvorsitzender Udo Voß (CDU) brachte die Meinung vieler wohl auf den Punkt: „So große Zahlen hatten wir nicht erwartet. Wir kannten andere. Dieser B-Plan begleitet uns inzwischen ja schon seit 1994.“

Auch Ortsbeiratsmitglied Hans- Dieter Hänsen (SPD) machte aus seiner Verwunderung keinen Hehl: „Das sind ja völlig andere Dimensionen, damals waren von etwa 150 000 Euro die Rede. Damit hat sich der Betrag im Prinzip verdoppelt.“ Vielleicht sollten jetzt die Betroffnen noch mal gefragt werden, ob sie das auch noch wollen. Der Ausbau der Straße sei ein Wunsch der Anwohner gewesen, sagte Voß und fragte den Bauamtsleiter, ob es nicht noch andere Möglichkeiten gebe, „die Kosten auf breitere Schultern zu verteilen“.

Körner verneinte. Die Satzung der Stadt lasse es nicht zu. Die Verteilung lasse sich also nicht massiv reduzieren. „Man muss sich aber angesichts der Dimensionen die Frage stellen, ob der Ausbau wirklich in dem Maße sein muss“, betonte er. Auch Sparvarianten seien denkbar. Gerade der erste Abschnitt sei so dramatisch schlecht nicht. Ein Provisorium bringe vielleicht auch schon Verbesserung.

Ein Problem, auf das er hinwies, ist auch die Regenentwässerung. Wenn die Stadt dort die Straße saniere, dann sei sie verpflichtet für neue Grundstückseigentümer, die kommen könnten, eine Regenentwässerung bereitzustellen. Und das kostet eben.



Virginie Wolfram

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