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Ribnitz-Damgarten Mehr Bauprojekte im Kreis als in den Vorjahren
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Mehr Bauprojekte im Kreis als in den Vorjahren
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00:10 17.01.2015
Die Ferrum GmbH in Groß Lüdershagen bei Stralsund bekam die Genehmigung für weitere temporäre Leichtbauhallen. Quelle: Ines Sommer

Insgesamt 1400 Projekte, vom Carport bis hin zur Biogasanlage, bekamen im vorigen Jahr vom Bauamt des Landkreises den Genehmigungsstempel. Die Hälfte der Vorhaben liegt auf dem Festlandteil Vorpommern-Rügens, zwischen Barhöft, Bad Sülze und Bartmannshagen. „Die Tendenz der Genehmigungen im gesamten Kreis gegenüber den Vorjahren ist leicht steigend.

Rügen holt jetzt etwas auf“, schätzt Bauamtsleiter Steffen Schulze ein.

Zu den Großprojekten zählt die Erweiterung der Grundschule in Marlow. Das ist derzeit der große Schwerpunkt bei der Planung der Stadt. „Große Investitionen werden deshalb teils zurückgestellt“, betont Bürgermeister Norbert Schöler (CDU). Zunächst gelte es, die Finanzierung komplett abzusichern.

Im Stralsunder Umland gehört zu den 772 befürworteten Plänen von Privatpersonen oder Firmen und Gesellschaften unter anderem der Bau eines Hochregallagers bei Sconto im Ostseecenter in Langendorf bei Stralsund. Das Unternehmen wolle Fahrzeiten nach Rostock einsparen und die Ware selbst vor Ort haben. Seit zwei Jahren ist das Vorhaben bekannt. Während die Abgeordneten der zuständigen Gemeinde Lüssow die Investition des Möbeldiscounters sofort befürworteten, gab es zunächst Gegenwind von der benachbarten Hansestadt Stralsund. Die sah in dem Projekt — ähnlich wie bei den Plänen des Strelaparks auf dem Gelände der Gemeinde Kramerhof — eine versteckte Erweiterung der Verkaufsfläche und lehnte das Ganze deshalb strikt ab. Mit der Begründung, man wolle nicht die grüne Wiese, sondern die Altstadt beleben. „Inzwischen ist das alles geklärt, wir haben die Baugenehmigung erhalten. Wir haben auch schon ein paar Vorbereitungsarbeiten angeschoben und hoffen, dass wir im Sommer 2015 mit dem Bau des Lagers beginnen können. So ist es zumindest geplant“, sagt der Stralsunder Sconto-Chef Detlef Schmeling gegenüber der OZ. Wesentlich weiter ist da ein Projekt in Barhöft. Hier wurde vom Landkreis der Bau eines neuen Informationszentrums für den Nationalpark genehmigt und bereits gebaut. Bauherr ist die Gemeinde Klausdorf, die das Gebäude ans Nationalparkamt vermietet. „Wir sind jetzt soweit fertig. Die Gesamtkosten belaufen sich auf 350000 Euro, der Großteil davon sind Fördermittel. 280000 kommen aus dem Leader-Programm, 30000 konnten wir über die Bingo-Stiftung an Land ziehen“, so Bürgermeister Thomas Reichenbach (CDU) und ergänzt: „Ehrlich gesagt dauert mir das Bau-Genehmigungsverfahren zu lange. Das zieht sich oft über Jahre hin. Bei einem Treffen der Bürgermeister mit dem Landrat haben wir das auch angesprochen“.



Ines Sommer/Peter Schlag

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