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Ribnitz-Damgarten Pendlerbahnhof steht auf Prioritätenliste der Stadt
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Pendlerbahnhof steht auf Prioritätenliste der Stadt
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00:25 16.01.2015
Der Ausbau des Bahnhofs von Ribnitz ist ein Isek-Thema. Quelle: OZ

Insgesamt 50 Maßnahmen sind im Integrierten Stadtentwicklungskonzept (Isek) aufgelistet, um Ribnitz-Damgarten voranzubringen. Finanzielle Unterstützung erhofft sich die Stadt damit — wie alle anderen auch — aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre).

„Klar ist aber, dass das Geld nicht ausreichen wird, um auch nur die Hälfte der Wünsche zu erfüllen. Daher ist es an der Zeit, Prioritäten zu setzen“, sagt Ribnitz-Damgartens Bauamtsleiter Heiko Körner im jüngsten Verkehrsausschuss am Dienstagabend. Bis Ende Februar müssen diese feststehen, um pünktlich in Brüssel anzukommen.

„Wir sollten uns auf Schwerpunkte verständigen, die von Tragweite sind und sich mit den großen EU-Zielen verbinden lassen“, erklärte Körner. Im Fokus sollten somit insbesondere infrastrukturelle und soziale Projekte stehen, erklärte er.

Diese stehen beim Ausschuss ohnehin bereits oben auf der Liste. Die zweite Fortschreibung des Isek wurde vom Gremium daher weitgehend akzeptiert. Fünf Großprojekte seien demnach dringend. Dazu gehört der Ausbau des Bahnhofs Ribnitz West als Pendlerbahnhof. Weitere Parkmöglichkeiten sowie Barrierefreiheit und die Anbindung an die Südstadt sind dabei die wichtigsten Eckpunkte. Möglich wäre dies mit einer barrierefreien Personennunter- oder -überführung. „Der Tunnel hätte nach Schätzungen ein Investitionsvolumen von vier Millionen , die Brücke von drei Millionen“, so Heiko Körner. Das Problem dabei: Den Großteil der Summe müsste die Stadt stellen, da sich die Bahn nur am Bahnsteig finanziell beteilige. „Und das wäre eine Nummer, wenn nicht gar drei Nummern zu groß für uns. Außerdem würde dieses Projekt so viel vom Gesamtbudget verbrauchen, dass wir damit alle anderen Maßnahmen blockieren würden“, verdeutlichte Körner die Notwendigkeit von Fördermitteln.

Weiterhin auf der Prioritätenliste steht die Erschließung von Pütnitz mit der Ortsdurchfahrt Damgarten inklusive Lärmschutzmaßnahmen. Auch die Sanierung der Kloster- und Bahnhofstraße sowie der Ausbau und Lückenschluss des Radwegenetzes gehören zu den favorisierten Projekten. „Wenn wir über die Rad- und Wanderwege sprechen, sollten wir aber auch die Reitwege dazuzählen — das ist ein wichtiger Tourismussektor“, betonte Stadtvertreter Horst Schacht (Die Linke). Zudem wird die Gründung eines sogenannten Verkehrsverbund-Netzwerkes im Ausschuss angestrebt, um die Attraktivität der gesamten Region für den Tourismus zu steigern.



ak

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