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Ribnitz-Damgarten Wobau: Wieder mehr Leerstand
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wobau: Wieder mehr Leerstand
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16:54 27.08.2018
Die Fassaden in der Sankt-Jürgen-Straße in Barth wurden bunt angestrichen. Quelle: Anika Wenning
Barth

Der größte Wohnungsgeber in Barth (Vorpommern-Rügen) – die Wohnungsbaugesellschaft (Wobau) – kämpft gegen leerstehenden Wohnungen. 13,2 Prozent (139 Wohnungen) der insgesamt 1054 Wohnungen sind nicht vermietet. „In den Jahren 2015 und 2016 haben wir von dem Zuzug der Flüchtlinge profitiert. Ein Großteil unserer leerstehenden Wohnungen hatten wir an Flüchtlinge vermietet“, berichtet der Geschäftsführer der Wobau, Reinhard Marx. „Da die Zahl der Flüchtlinge in den vergangenen zwei Jahren allerdings zurückgegangen ist, steigt auch der Leerstand wieder.“ Im Dezember vergangenen Jahres lag der Leerstand noch bei 11,6 Prozent.

Leerstehende Wohnungen werden saniert

Mit Modernisierungsmaßnahmen, Fassadenanstrichen und der Erneuerung der Außenanlagen will das kommunale Wohnungsunternehmen gegen diesen negativen Trend wirken und somit den Leerstand verringern. So wurden unter anderem in der Sankt-Jürgen-Straße, in der Bertolt- Brecht-Straße 5-11 und Am Markt 3/4 die Fassanden gestrichen. „Außerdem haben wir vor einigen Objekten Wildblumenwiesen angelegt, Hecken gepflanzt und wir erneuern die Treppenhäuser“, sagt der Chef der Wobau. „Wenn Mieter aus Wohnungen ausziehen, werden diese auch komplett saniert.“

In Vogelsang und Barth-Süd Leerstand besonders hoch

In den Stadtteilen Vogelsang und Barth-Süd sei der Leerstand besonders hoch. „In Vogelsang haben wir eine relativ alte Bewohnerstruktur und in Barth-Süd haben wir die Flüchtlinge untergebracht, von denen viele mittlerweile in anderen Städten Arbeit gefunden haben und deshalb wegziehen“, erklärt der 63-Jährige. Besonders schwer sei es, die Wohnungen in der fünften und sechsten Etage in den Plattenbauten zu vermieten. „Die Geschossbauten haben in Barth einfach keine große Zukunft. In Rostock und Stralsund ist es noch etwas anderes. Da lohnt es sich auch, Fahrstühle einzubauen, aber in Barth geht der Trend eher zu kleinteiligerem Wohnen“, berichtet Reinhard Marx. Langfristiges Ziel sei es deshalb, in den Plattenbauten die zwei oberen Geschosse wegzunehmen.

Mieterin bemängelt Zustand der Wohnung

Dass nur die Wohnungen saniert werden, aus denen Mieter ausziehen, bedauert Doris Dimitrow, die seit 1995 in der Sankt-Jürgen-Straße wohnt. „Die Fassaden haben sie hier bei uns in der Straße wirklich sehr schön gemacht, aber innen haben wir noch DDR-Standard. Die Elektroleitungen sind total veraltet. Sobald ich zwei Geräte gleichzeitig laufen habe, springt die Sicherung raus“, sagt die 62-Jährige. „Da müsste dringend etwas gemacht werden.“ Reinhard Marx erklärt, warum nur die frei werdenden Wohnungen saniert werden. „Die Arbeiten sind so umfangreich, dass die Mieter dafür ausziehen müssten. Der Aufwand wäre viel zu groß.“

Projekt für ältere Bewohner geplant

Ein großes Projekt für ältere Bewohner plant die Wobau auf dem Gelände der ehemaligen Eisengießerei. „Wir haben das Gelände erworben und die Stadt kümmert sich um die Sanierung der alten Industriebrache. Danach werden auf dem rund 9000 Quadratmeter großem Gelände 90 Wohnungen entstehen“, sagt Reinhard Marx. Im Zentrum der Wohnanlage soll es eine Tagespflege geben. Geplant sei auch eine Kooperation mit einem Pflegedienst. „Ich stelle mir das betreute Wohnen so vor, dass die Bewohner die Dienstleistungen je nach Bedarf dazukaufen können“, sagt der Chef der Wobau. Ein anderes Projekt für ältere Bewohner liege hingegen erst einmal auf Eis. In der Nähe des Hafen sollte eine Anlage für betreutes Wohnen entstehen. Dieses Bauvorhaben wolle die Wobau allerdings erst angehen, wenn die geplante Bebauung der Ferienwohnungen am Hafen umgesetzt sei.

Wenning Anika

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