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Ribnitz-Damgarten Wohsen soll wieder Löschteich bekommen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wohsen soll wieder Löschteich bekommen
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00:00 15.09.2018
Bei dem Brand im August wurde dieses Doppelhaus in Wohsen zerstört. Quelle: Foto: Robert Niemeyer
Eixen/Wohsen

Nach dem verheerenden Feuer in Wohsen, bei dem nach einem Blitzschlag ein reetgedecktes Doppelhaus bis auf die Grundmauern niederbrannte, reagiert die Gemeinde Eixen nun auf die offenbar mangelhafte Löschwassersituation in dem Eixener Ortsteil. Wie Bürgermeister André Bonitz während der Gemeindevetretersitzung am Donnerstagabend in Kavelsdorf mitteilte, soll der ehemalige Löschteich des Ortes reaktiviert werden.

Bis zur Wende wurde dieser Teich genutzt und gepflegt, danach nicht mehr. Nach 1990 ging das Grundstück, auf dem der Teich liegt, auf den Bund über. Bereits 2012 hatte André Bonitz nach eigenen Angaben versucht, das Grundstück auf die Gemeinde rückübertragen zu lassen. Das sei seinerzeit von der Bodenverwertungs- und -verwaltungs GmbH (BVVG), die für die Verwaltung, Verpachtung und den Verkauf von land- und forstwirtschaftlichen Flächen auf dem Gebiet der neuen Bundesländer zuständig ist, abgelehnt worden. Nun wurde ein erneuter Antrag gestellt. „Ziel ist es, den Feuerlöschteich bis Ende des Jahres wieder nutzen zu können“, so André Bonitz.

Eigentlich sollte der mangelhaften Löschwasserversorgung in Wohsen mit einem Löschwasserbecken Abhilfe geschaffen werden, das 2012 im Zuge des Baus der dortigen Biogas-Anlage errichtet worden war. In der Brandnacht vom 9. auf den 10. August war dieses Becken jedoch leer. „Das ist der Hammer. Es ist nur dem Einsatz der Kameraden der Feuerwehr zu verdanken, dass die umliegenden Häuser verschont geblieben sind“, so Bonitz. So mussten die Feuerwehrleute eine drei Kilometer lange Schlauchstrecke bis zum nächsten Hydranten legen, der zudem ohnehin zu wenig Wasser fördert.

Warum das Becken nicht gefüllt war, sei nicht herauszufinden gewesen. Nun ist es wieder gefüllt. Zudem wurde als Zwischenlösung ein Feldsoll ertüchtigt, aus dem die Feuerwehr Löschwasser entnehmen kann, bis der Löschteich fertig ist.

Bei dem Brand Mitte August entstand ein Sachschaden von rund 300000 Euro.

Robert Niemeyer

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