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Ribnitz-Damgarten Wustrow verbucht Millionen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Wustrow verbucht Millionen
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13:37 27.11.2018
Die Vorarbeiten für die Sanierung des Hafens in Wustrow haben begonnen. Das Hafenbecken der Fischlandgemeinde wird vertieft, damit Arbeitsgeräte in den Hafen manövrieren können. Gut 200 Meter neue Spundwände werden gerammt. Quelle: Timo Richter
Wustrow

Mehr Platz für Flaneure, mehr Platz für Skipper – die Vorarbeiten für die Sanierung des Wustrower Hafens haben begonnen. Auf gut 200 Metern Länge werden neue Spundwände gerammt. Zudem wird ein neuer Steg hinaus auf den Bodden gebaut. Das Vorhaben kostet rund 2,5 Millionen Euro, wie Bürgermeister Daniel Schossow (SPD) sagt. 90 Prozent der Kosten werden gefördert.

Jetzt haben die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Mit einem Schwimmbagger werden das Hafenbecken sowie die Einfahrt vertieft. Das ist notwendig, damit das Rammgerät überhaupt in den Hafen der Fischlandkommune manövriert werden kann. Denn die neuen Spundwände, die bereits auf dem Parkplatz lagern, werden wasserseitig in den Boden gerammt. Wann genau diese Arbeiten beginnen werden, ist noch nicht ganz klar.

Gut 200 Meter neue Spundwände werden gerammt, die Einzelteile sind schon da. Quelle: Timo Richter

Nach Abschluss der Arbeiten sollen Besucher des Hafens mehr Platz haben. So wird etwa der Steg auf den Bodden breiter ausfallen als zuvor. Und die Skipper, ist Daniel Schossow überzeugt, werden sich über eine etwas breitere Einfahrt in den Hafen freuen. Über den Stand der Arbeiten informierte der Bürgermeister während der jüngsten Zusammenkunft der Gemeindevertreter des Ostseebades.

Millionen-Einnahme eingebucht

Einstimmig beschlossen haben die Mitglieder des Gremiums den Nachtragshaushalt der Kommune, dem eigentlichen Grund der Sitzung. Eingestellt wurden damit Mehrkosten im Zusammenhang mit zwischenzeitlich erfolgtem Straßenbau. Doch viel bemerkenswerter empfand Daniel Schossow die Einnahmen aus dem Verkauf von Ökopunkten infolge der Renaturierung der Fischlandwiesen. 5,921 Millionen Euro können dem Wustrower Etat gutgeschrieben werden, nachdem im Zusammenhang mit dem Bau der Erdgasleitung Nordstream 2 ein Großteil der Ökopunkte der zeitweilig überfluteten Fläche als Ausgleich für den Natureingriff durch das Verlegen der Pipeline gekauft wurden (die OZ berichtete).

Zuletzt waren die Einnahmen mit Ahrenshoop geteilt worden. Seitens des Künstlerortes beruft man sich auf historische Verträge. Wustrow hatte die Zahlungen an die Nachbarkommune eingestellt, sieht sich damit juristisch auf der sicheren Seite. Ahrenshoop hat gegen die Entscheidung Wustrows, die Zahlungen aus den sogenannten Gemeinschaftsländereien einzustellen, geklagt.

Mit dem dicken finanziellen Polster im Nacken lassen sich in Wustrow nun etliche Vorhaben in Angriff nehmen. Während der Sitzung der Gemeindevertreter erinnerte Daniel Schossow an diverse Projekte, die er in seinem Fünf-Jahres-Plan in Angriff nehmen wollte. Da finden sich die Sanierung von Sportplatz und Tennisplatz ebenso wie der Ausbau der Strandpromenade zwischen der Seebrücke und der einstigen Seefahrtschule. In Verlängerung der Parkstraße ist die Einrichtung eines Kur- und Heilwaldes vorgesehen.

Aufbau eines Planetariums geplant

Wichtigster Punkt ist in dieser Liste der Wiederaufbau des Planetariums. Mit dem Umbau der einstigen Seefahrtschule wurden die Gerätschaften gesichert. Am ursprünglichen Standort auf dem Turm der Seefahrtschule hatte sich bei der Neugestaltung kein Platz gefunden. Nun gibt es die Vorstellung, mit einem bekannten Optik-Hersteller aus Jena gemeinsame Sache zu machen.

Wo aber das Wustrower Planetarium einmal entstehen kann, ist noch völlig offen. Klar ist nur, dass es sich außerhalb der Ortslage befinden wird, wie der Bürgermeister sagt. Allein schon aus dem Grund, um die zu erwartenden Verkehrsströme besser lenken zu können. Denkbar erscheint in dieser Frage eine Rückbesinnung auf den geplanten Bau eines Leuchtfeuers zu Füßen des Windrades vor den Toren Wustrows. „Der Standort ist variabel“, heißt es dazu von Daniel Schossow.

Als „sehr glücklich“ schätzt sich Daniel Schossow ein, Kontakte zum Planetarium in Hamburg geknüpft zu haben. Von dort sei signalisiert worden, den Aufbau einer solchen Einrichtung in Wustrow unterstützend begleiten zu wollen.

Timo Richter

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