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Ribnitz-Damgarten Zeitschrift „Pommern“ gerettet
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zeitschrift „Pommern“ gerettet
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00:00 15.01.2018
Vorpommern

Das Pommernzentrum in Lübeck-Travemünde und die „Pommersche Zeitung“ sind Geschichte. Ihr Träger, der Pommersche Zentralverband, ging Ende vergangenen Jahres pleite. Die „Pommersche Zeitung“ erschien Ende 2017 zum letzten Mal.

Aber die ebenfalls vom Zentralverband herausgegebene Zeitschrift „Pommern“ wird es weiter geben. Darüber informierte Prof. Dieter Wallschläger, der Vorsitzende des Vereins für pommersche Orts- und Familiengeschichte – „Pommerscher Greif“ in Greifswald. Der Verein erwerbe die Rechte an der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für Kultur und Geschichte gegen ein geringes Entgelt vom Insolvenzverwalter des Pommerschen Zentralverbandes. Die Zeitschrift „Pommern“ werde 2018 durch den „Pommerschen Greif“ herausgebracht. Schriftleiterin bleibe die Katzower Kunsthistorikerin Jana Olschewski.

„Das bisher nicht erschienene Heft drei der Zeitschrift können wir jetzt drucken lassen“, so Wallschläger. Auch das Heft vier werde erscheinen. „Der Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann unterstützt das mit 9000 Euro aus dem Vorpommernfonds“, so Wallschläger weiter. Das sei das Ergebnis eines Gesprächs von Vertretern der Historischen Kommission für Pommern, der Gesellschaft für Pommersche Geschichte, der Arbeitsgemeinschaft für pommersche Geschichte, der Fördergesellschaft des Pommerschen Landesmuseums und des „Pommerschen Greifs“ mit dem SPD-Politiker. Sie alle hatten sich für ein Fortbestehen engagiert.

Seit Ende 2017 gab es dazu Gespräche. „Die Akteure in Vorpommern leisten eine gute Arbeit“, sagt Dahlemann. „Wir haben eine besondere Situation in Vorpommern. Der Landesteil ist Schwerpunkt in unserer Arbeit.“

Mit dem Erwerb der Rechte an der Zeitschrift „Pommern“ ist auch die Übergabe der Liste der Abonnenten verbunden. Die zahlen für ein Jahresabo 24 Euro und hatten jetzt Post vom Insolvenzverwalter des Zentralverbandes erhalten. Für die ausstehenden Hefte 3 und 4 könnten sie Forderungen von je zwölf Euro anmelden. Dass die Abonnenten aber das Geld bekommen werden, gilt als unwahrscheinlich. Und ihre Hefte bekämen sie jetzt ohne weitere Zahlungen, so Wallschläger. „Bisher arbeitet die Zeitschrift defizitär“, sagt er. Das müsse sich ändern. Die Zeitschrift „Pommern“ müsse bekannter werden und mehr Abonnenten werben. Das ist auch Dahlemanns Wunsch. Wallschläger spricht sich dafür aus, dass die Trägerschaft des „Pommerschen Greifs“ nur eine Zwischenlösung ist. Mittelfristig sollte das Landesmuseum sie übernehmen.

Die Pommersche Landsmannschaft und ihre Kreisverbände sind nicht von der Pleite des Pommerschen Zentralverbandes betroffen – nur das Büro im Travemünder Pommernzentrum ist Geschichte. Sprecherin der Landsmannschaft ist Margrit Schlegel aus Mülheim an der Ruhr (Nordrhein-Westfalen).

Eckhard Oberdörfer

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