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Zingst senkt Abwassergebühren um 10 Prozent

Zingst Zingst senkt Abwassergebühren um 10 Prozent

Gemeindevertreter beschließen zudem Zusammenarbeit mit Prerow auf touristischem Gebiet

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Ein Dünenweg dieser Art soll zwischen der Zingster Seebrücke und dem Experimentarium entstehen.

Quelle: Foto: Dpa

Zingst. Dem Beginn einer vielleicht langjährigen Zusammenarbeit auf touristischem Gebiet zwischen Zingst und Prerow haben am Donnerstagabend die Mitglieder der Zingster Gemeindevertretung ihre Zustimmung gegeben. Zuvor hatten die Gemeindevertreter Prerows einer entsprechenden Vorlage ebenfalls einstimmig ihren Segen gegeben.

„Ich finde es gut, dass man sich zusammensetzt, um gemeinsam interessierende Fragen zu beantworten“, sagte der Zingster Bürgermeister Andreas Kuhn (CDU) gestern auf Nachfrage. Sowohl Prerow als auch Zingst seien für den Landkreis Vorpommern-Rügen von großer Bedeutung.

Im Gegensatz zu Prerow – dort wurde eigens eine Arbeitsgruppe für die Kooperation mit der Nachbarkommune gebildet – soll in Zingst diese Aufgabe von den Mitgliedern des Hauptausschusses wahrgenommen werden. Ausdrücklich eingeladen sind laut Kuhn aber alle Gemeindevertreter, „die Lust und Laune haben, sich über gemeinsame Projekt auszutauschen“.

Jeweils einstimmig haben die Gemeindevertreter des Seeheilbades die Wirtschaftspläne des Abwasserbetriebes und des Fremdenverkehrsbetriebes beschlossen. Die Gebühr für die Beseitigung des Abwassers wird demnach sinken. Jeweils rund zehn Prozent bei der Grundgebühr sowie der von der Abwassermenge abhängigen Grundgebühr müssen die Zingster künftig weniger bezahlen. Laut Kämmerer Christian Zornow bedeutet das für eine Durchschnittsfamilie eine Einsparung von rund 50 Euro im Jahr.

Grund für die Gebührensenkung war das touristische Rekordjahr 2016. Die Einnahmen lagen somit oberhalb der damals aktuellen Kalkulation. Die Mehreinnahmen werden über die Gebührensenkung an die Nutzer zurückgegeben.

Größter Posten im Wirtschaftsplan des Fremdenverkehrsbetriebes ist der Bau einer Dünenpromenade. Rund 1,2 Millionen Euro will das gemeindeeigene Unternehmen in diesem und im kommenden Jahr für den Weg zwischen Seebrücke und Experimentarium ausgeben. Weil Fördermittel noch nicht zugesagt sind, will der Betrieb in Vorleistung gehen. Das ist nur über eine Zwischenfinanzierung über einen Kredit möglich, hatte Zornow im Vorfeld der Sitzung gesagt. Folge ist: Der Wirtschaftsplan des Fremdenverkehrsbetriebes ist genehmigungspflichtig.

Festgestellt haben die Gemeindevertreter auch das Ergebnis der Selbsteinschätzung zur Zukunftsfähigkeit der Kommune im Zusammenhang mit dem Gemeindeleitbildgesetz. Zingst hat in der Auswertung 89 von 100 möglichen Punkten erreicht.

tri

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