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Ribnitz-Damgarten Zum ersten Mal gedenkt Ribnitz am 8. Mai seiner Gefallenen
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zum ersten Mal gedenkt Ribnitz am 8. Mai seiner Gefallenen
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00:00 18.04.2013
Anneliese Sahr besucht den Neuen Friedhof. Hier wird sie am 8. Mai an die gefallenen Ribnitzer erinnern. Quelle: Detlef Lübcke
Ribnitz-Damgarten

Am 8. Mai soll erstmals in der Bernsteinstadt der Gefallenen aus den beiden Weltkriegen gedacht werden. Auch der Opfer der Nazi-Diktatur ist die Gedenkminute um 18 Uhr auf dem Ribnitzer Neuen Friedhof gewidmet.

Die Idee dazu ist Ende des vergangenen Jahres während der Sammelaktion in Ribnitz-Damgarten für den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge entstanden. „Von Einwohnern, die Angehörige im Krieg verloren haben, bin ich während der Sammlung angesprochen worden, ob nicht auch in Ribnitz ein feierliches Gedenken möglich sei“, sagt Anneliese Sahr.

In den zurückliegenden Tagen wandte sich die 78-Jährige an die Stadtverwaltung. Gestern kam das Okay. Auch bei Friedhofsverwalterin Brunhild Mickley wurde sie vorstellig.

Anneliese Sahr freut sich, dass die Gedenkminute Realität werden kann. Jene Mitbürger, die diesen Wunsch äußerten, werden es gewiss auch.

Sie selber wird im Namen des Volksbundes und als Ribnitzerin das Wort an den beiden Gedenksteinen für die Gefallenen des Zweiten Weltkrieges ergreifen. Die unmittelbar zusammenstehenden Granitsteine sollen weitestgehend an Ribnitzer erinnern, die im Krieg ihr Leben lassen mussten. Dass der Platz so gepflegt aussieht, geht auf das Konto der Friedhofsverwaltung.

Vor dem Gedenken in Ribnitz wird um 17 Uhr am Körkwitzer Ehrenmal an die Gefallenen aus dem Dorf erinnert.

Viele Ribnitz-Damgartener kennen Anneliese Sahr noch aus ihrer Zeit als Lehrerin und Schulleiterin, andere aus ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit für die Kriegsgräberfürsorge. Seit 20 Jahren sammelt Anneliese Sahr für tote Soldaten. 2012 kamen 1303,50 Euro zusammen — das beste Ergebnis, das jemals in Ribnitz-Damgarten zustande kam.

Detlef Lübcke

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