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Ribnitz-Damgarten Zwei Varianten im Rennen um Fördermittel
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zwei Varianten im Rennen um Fördermittel
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16:54 08.03.2018
Die Grundschule in der Demmler-Straße in Ribnitz soll abgerissen werden. Die beiden Vorzugsvarianten sehen einen Neubau der Grundschule vor. Quelle: Robert Niemeyer
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Ribnitz-Damgarten

Nach gut anderthalb Jahren Planung und ausführlicher Diskussion in den Ausschüssen hat nun die Stadtvertretung von Ribnitz-Damgarten (Vorpommern-Rügen) zwei Varianten für den Bildungscampus am Standort der Bernsteinschule in Ribnitz-West ausgewählt, mit denen die Stadtverwaltung nun ins Rennen um Fördermittel geht. Am Mittwochabend fassten die Stadtvertreter den entsprechenden Beschluss. „Wir werden nun in den nächsten Tagen das Konzept im Bildungsministerium vorstellen“, sagte Bauamtsleiter Heiko Körner.

Die Varianten drei und vier sehen die Sanierung und Erweiterung des Schulstandortes Berliner Straße vor. Wichtigster Punkt ist der Neubau einer Grundschule am Standort Demmler-Straße und Abriss der bestehenden Grundschule. Beide Varianten eint zudem, dass der Schulstandort am Mühlenberg aufgegeben wird und in der Demmler-Straße ebenfalls ein Neubau für die Orientierungsstufe und das Produktive Lernen entsteht.

Hortneubau oder nicht?

Der Unterschied zwischen beiden Varianten betrifft den Hort. Der befindet sich derzeit in der Demmler-Schule. Möglich ist in Variante drei, dass der Hort in das Förderzentrum in der Minsker Straße zieht. Das hängt jedoch davon ab, ob das Förderzentrum bestehen bleibt oder nicht. Eine entsprechende abschließende Entscheidung vom Land, das im Zuge der Umsetzung der Inklusion an Schulen die Schließung von Förderschulen angekündigt hat, gibt es allerdings noch nicht. Bleibt das Förderzentrum bestehen, müsste ein neuer Hort gebaut werden (Variante 4).

Mehr als 30 Millionen Euro an Investitionskosten stehen im Raum. Eine Summe, die die Stadt ohne üppige Fördermittel nicht stemmen kann. Selbst der Eigenanteil von schätzungsweise rund sechs Millionen Euro dürfte den städtischen Haushalt vor eine enorme Herausforderung stellen. Ohne Kredite, hieß es zuletzt aus dem Ribnitzer Rathaus, dürfte das kaum zu stemmen sein.

„Es gibt weitere, wichtige Aufgabenstellungen“

Doch noch sind viele Fragen offen. Stadtvertreter Horst Schacht (Die Linke) mahnte, dass die Verkehrssituation, vor allem die Koordination des Busverkehrs an der Schule, genau betrachtet werden müsse. Auch ob die geplanten Sportstätten für dann rund 800 Schüler an einem Standort ausreichen, sei zu überprüfen. „Ich kann mir nicht vorstellen, wie dann drei Klassen gleichzeitig dort Sport machen sollen“, sagte Susann Wippermann (SPD).

Das aktuelle Konzept sieht den Bau einer Ein-Feld-Sporthalle sowie einzelne Außensportanlage wie eine Weitsprunggrube oder eine Sprint-Laufbahn vor. Die kleine, alte Mühlenberghalle würde aufgegeben werden. Für Sportunterricht in der großen, neue Mühlenberg-Sporthalle müssten die Schüler dann allerdings einen Weg von knapp einem Kilometer auf sich nehmen, da das Schulgebäude selbst mit einem neuen Bildungscampus nicht mehr genutzt werden würde.

Heiko Körner betonte, dass es sich bei dem derzeitigen Konzept noch nicht um eine Detailplanung handele. „Wir beschließen hier kein Projekt. Es gibt weitere, wichtige Aufgabenstellungen“, so Körner. Dabei sei noch ausreichend Gestaltungsspielraum vorhanden, etwa was die Anordnung von Parkplätzen, die Führung des Busverkehrs oder den Umfang der Sportstätten angeht. Selbst das genaue Erscheinungsbild der neuen Gebäude sei noch nicht in Stein gemeißelt. Im weiteren Prozess würden diese und weitere Fragen diskutiert und beantwortet.

Ein Signal aus Schwerin

Wichtig sei nun vor allem, aus Schwerin ein Signal zu bekommen. Die Landesregierung hat dort eine interministerielle Koordinierungsgruppe gegründet, die über zu fördernde Schulbauprojekte berät. Dort wird auch das Ribnitz-Damgartener Konzept vorgestellt. In der aktuellen Wahlperiode stehen laut Bildungsministerium voraussichtlich rund 275 Millionen Euro für die Förderung von Schulneubauten im zur Verfügung. Allerdings ist die Bernsteinstadt bekanntlich nicht die einzige im Land, die eine neue Schule braucht.

Niemeyer Robert

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