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Ribnitz-Damgarten Zwischen Krimis, Kabarett und Chor
Vorpommern Ribnitz-Damgarten Zwischen Krimis, Kabarett und Chor
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00:00 11.03.2013
Das Thema Bernstein hat sie durch ihre letzte Ausbildung begleitet. In ihrer Diplomarbeit widmete sich die Bürgermeisterkandidatin Kathrin Meyer (CDU) dem Bernsteinmuseum. Quelle: Virginie Wolfram
Ribnitz-Damgarten

Woanders wohnen kommt für Kathrin Meyer nicht in Frage. Die gebürtige Ribnitz-Damgartenerin hat fast ihr ganzes Leben in der Bernsteinstadt verbracht und würde die Kleinstadt auch nicht gegen eine Metropole eintauschen. „Weggehen stand für mich nie zur Debatte. Ich liebe diese Stadt und den Menschenschlag hier in der Region“, sagt die 45-Jährige.

Deshalb freue sie sich besonders, dass auch ihre beiden erwachsenen Kinder (26 und 28 Jahre) hier geblieben sind.

„In Ribnitz-Damgarten lebt es sich einfach gut“, findet die Bürgermeisterkandidatin. Die Stadt biete alles, was man brauche und die Freizeit lasse sich gut gestalten. Vor allem die kulturellen Veranstaltungen in der Region nutzt Kathrin Meyer auch privat. Sie besucht gern Konzerte wie „Naturklänge“, Karabarettveranstaltungen oder Kindergartenaufführungen. Fast immer ist ihre Freizeit dabei mit Arbeit verbunden. „Ich ziehe da nicht so klar die Grenzen. Mir macht das eben Spaß“, sagt sie. Als derzeitige Amtsleiterin für Tourismus, Schule und Kultur gehöre es außerdem dazu. Die 45-Jährige hat diverse Ehrenämter inne — unter anderem im Museumsverein des Deutschen Bernsteinmuseums, im Bäderverein und im Jugendhilfeausschuss des Kreistages. „Es ist einfach schön, etwas mitgestalten zu können und wenn man was erreicht hat, spornt das weiter an“, sagt sie.

Das Interesse am „Mitmachen“ hat die Politikerin bereits früh gefunden. Bereits während der Schulzeit war sie beim Organisieren von kulturellen Veranstaltungen vorn dabei, wie sie erzählt, „das ist einfach mein Ding.“

Direkt nach der Schule lernt die Ribnitz-Damgartenerin den Beruf der Betonfacharbeiterin in Greifswald. Weil sie aber unbedingt wieder nach Ribnitz zurück will, macht sie anschließend noch eine Lehre zur Fachverkäuferin für Heimwerker- und Siedlerbedarf. Mit der Zeit engagiert sie sich auch politisch in der Region, tritt 1987 der CDU bei — wie zuvor ihre Eltern und Großeltern — und arbeitet ab 1990 im Kreistag mit. „Eine sehr spannende Zeit“, erinnert sie sich heute. Es folgen 17 Jahre als Büroleiterin für den heutigen Bundestagsabgeordneten Eckhardt Rehberg (CDU). Dann fällt sie 2005 die Entscheidung, noch mal die Schulbank zu drücken. Drei Jahre lang bereitet sie sich berufsbegleitend auf den Abschluss als Verwaltungsbetriebswirtin vor. Immer freitags und samstags, wenn andere ihr Wochenende genießen.

Das Thema ihrer Diplomarbeit dreht sich um Ribnitz-Damgarten — und um einen ihrer Lieblingsbereiche: die Kultur. Konkret beschäftigt sie sich mit dem Bernsteinmuseum, auf das die Kandidatin auch privat große Stücke hält — unter anderem in Form von schönem Schmuck.

Seit 2008 ist Kathrin Meyer Amtsleiterin im Rathaus der Bernsteinstadt. Die Arbeit und das Ehrenamt nehmen schon viel Zeit und Raum in ihrem Leben ein, sagt sie. „Aber ich treffe dabei viele Menschen, tausche mich aus. In der Arbeit gehe ich auf“, betont die Kommunalpolitikerin. Daraus habe sich auch im Laufe der Zeit der Wunsch entwickelt, Bürgermeisterin zu werden. Die Verwaltungsbetriebswirtin sieht sich selbst als jemanden, der nicht aufgibt. „Ich habe über Jahre gelernt: Geht nicht, gibt‘s nicht. Wenn man etwas erreichen will und der eine Weg nicht geht, muss man einen anderen suchen, der zum Ziel führt.“ Das bezieht Meyer vor allem auf städtische Projekte, beispielsweise das Erreichen des Titels „Erholungsort“ oder auf die Sanierung des Stadtkulturhauses.

Und wenn sie mal nicht an die Arbeit denkt? „Dann lese ich Krimis, am liebsten Henning Mankell“, sagt sie schmunzelnd. Vor allem im Urlaub widmet die 45-Jährige sich den Wälzern, denn sie bevorzugt „das Buch an einem Stück zu lesen“. Und wenn sie einen Schwedenkrimi zur Hand nimmt, dann meistens auch in der Ostseeküsten-Region. Ihren Sommerurlaub verbringt die Ribnitzerin nämlich am liebsten irgendwo zwischen Fischland-Darß-Zingst und Rügen. Jedenfalls, wenn das Wetter einigermaßen mitspielt. Sie mag es, am Strand spazieren zu gehen und sich den Wind um die Nase wehen lassen. „Dazu muss ich ja im Sommer nicht weit weg fahren“, findet die zweifache Mutter.

Ihre Lieblingsecken zum Entspannen in der Stadt sind die Häfen der Doppelstadt und die Umgebung des Klosters. Jahrelang habe sie im Chor der Kantorei mitgesungen. „Das war eine schöne Zeit, wir sind dann auch mal nach England gefahren und haben mit anderen Chören gemeinsam gesungen“, erinnert sich Kathrin Meyer. Heute schaffe sie es leider zeitlich nicht mehr. Allerdings besuche sie immer noch gern Konzerte — von Kirchenaufführungen bis hin zu Auftritten der amerikanischen Rockband Linkin Park.

Und einen Abend in der Woche hält die Amtsleiterin sich in der Regel frei. „Sonntags ist Tatort-Schauen ein Muss, das gehört einfach dazu“, sagt die Krimi-Liebhaberin.

Ribnitz-

Damgarten wählt

am 24. März

Sieben

Kandidaten

stellen sich in der

Stadt zur Wahl

Briefwahl schon möglich

7 Kandidaten treten bei der Bürgermeisterwahl in Ribnitz- Damgarten am 24. März an, das sind: Wenke Brüdgam-Pick (Die Linke), Helge Eggersmann (Grüne), Claudia Haiplick (parteilos für die SPD), Frank Ilchmann (parteilos), Torsten Meier (parteilos), Kathrin Meyer (CDU) und Jan Silligmann (parteilos). Die OSTSEE-ZEITUNG stellt alle Kandidaten vor.

13 600 Wahlberechtigte können ihre Stimme abgeben. Am 24. März kann zwischen 8 und 18 Uhr gewählt werden. Die Briefwahl ist bereits jetzt im Ribnitzer Rathaus möglich.

Virginie Wolfram