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Rügen 150 Bäume werden an der Nationalparkstraße gefällt
Vorpommern Rügen 150 Bäume werden an der Nationalparkstraße gefällt
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10:16 02.03.2016
„Waldfrevel“ haben vermeintliche Umweltaktivisten an zwei Bäumen links und rechts einer gefällten Buche an der durch den Nationalpark Jasmund führenden Straße gesprüht. Doch der Baum war krank und musste wegen Pilzebfall abgenommen werden. Quelle: Udo Burwitz
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Sassnitz

An der Straße, die von Sassnitz nach Hagen durch den Nationalpark Jasmund führt, werden etwa 150 Bäume gefällt. Sie müssen abgenommen werden, weil sie vom Pilz befallen sind und den Verkehr gefährden. Die Bäume oder große Teile ihrer Kronen könnten auf die Fahrbahn stürzen. Mit der Fällaktion soll in der kommenden Woche begonnen werden. Autofahrer müssen sich auf Behinderungen einstellen. Der Straße wird abschnittsweise halbseitig gesperrt und der Verkehr per Ampelanlage an den Stellen vorbei geleitet, an denen gerade gearbeitet wird. Kurzzeitig sind auch Vollsperrungen vorgesehen.

Es sind überwiegend Buchen, die gefällt werden müssen. Diese Bäume an den Rändern der acht Kilometer langen Straße haben in fünf bis sechs Metern Höhe eine zweite Krone ausgebildet, weil sie nur von einer Seite Licht bekommen. Dort, wo die Kronen vom Stamm abzweigen, sammelt sich die Feuchtigkeit, dringt in den Baum ein und führt zu Pilzbefall, erläutert Dr. Ingolf Stodian, zuständiger Dezernent für den Nationalpark Jasmund. Jene Krone, die zur Lichtseite ausgebildet wird, wachse vom Stamm weg. Das führt jedes Jahr dazu, dass mächtige Äste oder sogar ganze Bäume nach starken Regenfällen oder bei Sturm auf die Fahrbahn stürzen.

Die Fahrbahn soll in diesem Frühjahr eine neue Asphaltdecke bekommen. Das Straßenbauamt hat den Ausbau bereits geplant. Der Baubeginn ist für Ende März vorgesehen. Deshalb hat sich das Nationalparkamt dazu entschlossen, gleich alle 150 kranken Bäume abzunehmen. Jetzt können die Bäume auch auf die Straße stürzen. Bei Beschädigungen des Fahrbahnbelages drohen keine Schadensersatzforderungen, weil die Straße anschließend ohnehin erneut werde, begründet Stodian. Im kommenden Jahr müssten die Bäume scheibchenweise durch einen Baumkletterer abgetragen werden, um Schäden am neuen Asphaltband zu vermeiden. Das würde zwischen 1000 bis 2000 Euro pro Baum kosten und sei gegenüber dem Steuerzahler nicht zu verantworten, so der Nationalpark-Dezernent.



Burwitz, Udo

Bäume sind vom Pilz befallen und nicht mehr standsicher. Arbeiten sollen nächste Woche beginnen. Die Straße wird halbseitig und kurzeitig auch voll gesperrt.

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