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Rügen „5 Zwerge“: Bergener Kinder leben gesund.
Vorpommern Rügen „5 Zwerge“: Bergener Kinder leben gesund.
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07:00 26.10.2018
Erzieherin Andrea Wehrstedt (l.) und Michael Ramm (h. 2. v. r.), Leiter der Kita „Goedeke-Micheel“, haben mit Rewe-Geschäftsführerin Grit Melka (h. r.) eine Vereinbarung unterschrieben. Quelle: FOTO:Mathias Otto
Bergen

 Bergens Kinder leben gesund. Stolz zeigen die Mädchen und Jungen der Kindertagesstätte „Goedeke Micheel“ das Obst und Gemüse, das vor ihnen auf dem Tisch liegt. Wenig Zucker und Fett, dafür aber viel frisches Obst und Gemüse mit jeder Menge Vitaminen – die Vorschulkinder wissen ganz genau, was gesund ist. Vieles, was sie über gesundes Essen wissen, haben ihnen ihre Eltern beigebracht. In der Kita lernen die Vorschulkinder jetzt auch zusätzlich spielend, warum Paprika, Apfel und Co. so gesund sind. Der Rewe-Markt in Bergen hat zusammen mit der Kinderkampagne „Expika“ für diese Kita die Bildungspatenschaft „5 Zwerge“ für ein Jahr übernommen.

„Es ist ein tolles Projekt. Die gesunde Lebensweise wird den Kindern mit spielerischem Lernen und viel Spaß vermittelt. Mit verschiedenen Aktionen das ganze Jahr verteilt, lernen sie, wie ein gesunder Lebensstil gefördert werden kann“, sagt Grit Melka, Geschäftsführerin der Rewe-Märkte in Bergen und Sassnitz. Bei den Kindern komme dieses zusätzliche Angebot prima an, ist sie sich sicher.

Schon zum dritten Mal arbeitet sie mit der Einrichtung im Süden der Stadt zusammen. Es sei wichtig, die Kinder frühzeitig und kontinuierlich dafür zu sensibilisieren, um dem Trend von Übergewicht, Bewegungsmangel und ernährungsbedingten Krankheiten entgegenzuwirken. „Über Einrichtungen wie dem Kindergarten können viele Kinder aber auch die Eltern erreicht werden“, sagt Grit Melka. Deshalb spielen sie eine wichtige Rolle bei der Entwicklung gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen.

Wenn die Bergener Vorschulkinder künftig einkaufen gehen, packen sie Anna, Klara, Pepe, Bodo und Gustav in den Korb. Diese Namen stehen für Apfel, Karotte, Paprika, Banane und Gurke. „Klingt im ersten Moment komisch, aber mit diesem Schritt geben die Mädchen und Jungen Obst und Gemüse auf diese Weise sprichwörtlich ein Gesicht. Gemüse und Obst wirken somit interessanter für die Kinder“, sagt Kita-Leiter Michael Ramm. Diese Figuren plus das Vitaminmonster begleiten sie in der nächsten Zeit. In der Spielstube hängen bereits gebastelten Exemplare an der Wand, auch auf den Platzdeckchen tauchen sie auf.

Dies ist aber erst der Anfang. Die 30 Vorschulkinder im Alter von fünf bis sechs Jahren erhalten demnächst eine Kiste mit Materialien für verschiedene Workshops. „Wir werden zum Beispiel frisches Gemüse von Rewe erhalten. Und dann bauen wir uns einen eigenen Supermarkt in der Kita auf“, berichtet Andrea Wehrstedt, Erzieherin der Vorschüler. Aus den Zutaten wird anschließend ein gesundes Frühstück vorbereitet.

Der Höhepunkt wird wieder der Ernährungsworkshop direkt im Supermarkt sein. „Hier finden wir eine große Auswahl vor, können Gemüsesorten bestimmen und vergleichen. Anschließend werten wir unsere Entdeckungen in der Kita aus“, so Andrea Wehrstedt. Spannend wird es, wenn die Zuckerstücke ins Spiel kommen. „Wir zeigen ihnen damit, wie viel Zucker sich etwa in Cola, Säften oder im Wasser befindet“, sagt sie. Auf einem Ernährungs-Pyramiden-Teppich können die Kinder ihr Erlerntes dann praktisch umsetzen und die Zutaten in die richtigen Bereiche legen.

Dass dieses Projekt seinen pädagogischen Betrag leistet, zeigen die vorangegangenen Bildungspatenschaften mit der Bergener Kita. „Ich kann mich daran erinnern, dass mir eine Mutter mitteilte, dass ihr Kind Paprika nicht mag, aber nach diesen Workshops ihre Meinung über dieses Gemüse änderte“, sagt Grit Melka.

Die „Expika“-Kinderkampagne stehe für nachhaltige Wissensvermittlung und verstehe sich in diesem Zusammenhang als Mitmach-Initiative. Der Schwerpunkt liege auf dem entdeckenden Lernen, mit dem Kinder zum selbstständigen Denken, Forschen auf ihrem eigenen Lernniveau angeregt werden. Expika versteht sich als Ergänzung zum vorhandenen Lehrangebot.

Mathias Otto

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