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Rügen 730 000 Euro für innovative Projekte
Vorpommern Rügen 730 000 Euro für innovative Projekte
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07:00 03.11.2018
Claudia Kajahn posiert mit Pferd vor dem Gutshaus Kajahn. Ihre Familie hat ein Projekt unter dem Titel „Regionale Wirtschaft und nachhaltiger Tourismus“ eingereicht. Quelle: Familie Kajahn
Altenkirchen

18 eingereichte Projektideen beim Regionalmanagement im Landkreis, vier haben es geschafft: Aus dem Leader-Topf wird die Insel Rügen im kommenden Jahr 730 000 Euro Fördergelder bekommen. Dies hat die Lokale Aktionsgruppe (LAG) Rügen auf der 18. Sitzung entschieden. Jedes dieser innovativen Projekte, die ein Gesamtinvestitionsvolumen von 1,17 Millionen haben, erreichte die jeweils höchste Punktzahl in den Handlungsfeldern der Leader-Region Rügen. Dazu gehören Vorhaben aus den Orten Altenkirchen, Gustow, Rambin und Gager.

Viele Kriterienmussten erfüllt werden, damit den Anträgen zustimmen kann. Dazu zählen Beiträge zum Umwelt- oder Klimaschutz, nachhaltigen Tourismus oder Zweiklang von Bildung und Kultur. Jedes Jahrim Herbst findet der Bescheid über Leader-Projekte für die Folgejahre statt, da die Prioritätenliste zum 31. Oktober bei der Zuwendungsbehörde eingereicht werden muss. 2019 wird über die Projekte für 2020/21 entschieden.

Freuen kann sich Familie Kajahn aus Gustow, die sich derzeitig auf das Hubertusfest am Sonntag vorbereitet. Für das Handlungsfeld „Regionale Wirtschaft und nachhaltiger Tourismus“ haben sie ihr Projekt eingereicht und den Zuschlag erhalten. „Wir haben alle Kriterien erfüllt und freuen uns, dass wir demnächst starten können“, sagt Axel Kajahn. Die Familie, die sich seit vielen Jahren dem Reittourismus widmet, möchte mit ihrem Vorhaben die Saisons verlängern und eine sogenannte Bewegungshalle für Reiter und Pferde bauen. Hinzu kommen Stallungen für elf Pferde. Auf dem Dach soll eine Fotovoltaikanlage gebaut werden. „Damit kann für unseren Bereich rund 70 Prozent Strom erzeugt werden“, sagt er. Die Halle soll zudem so gebaut werden, dass Besucher des Gutshauses sie nicht wahrnehmen. „Wir verkaufen hier Ruhe in unserem Gutshaus. Daran soll sich auch nichts ändern.“ Wenn der B-Plan durch die Gemeindevertreter genehmigt wird, sollen die Planungen beginnen. Im nächsten Jahr zum 25-jährigen Bestehen des Gutshauses-Kajahn, so der Plan der Familie, soll die Halle stehen.

Die Kirche in dem Wittower Ort Altenkirchen. Quelle: Katrin Staude

Im Bereich „Zukunft mit Denkmal –Denkmal mit Zukunft“ wurde die Zuwendung für die Teilsanierung der Kirche Altenkirchen beschlossen. Die ab 1200 erbaute Kirche ist die älteste Dorfkirche der Insel Rügen, „die hauptsächlich für Gottesdienste genutzt wird“, sagt Pfarrer Christian Ohm und berichtet von den Sanierungsarbeiten, die in der nächsten Zeit anstehen. „Der Dachstuhl über dem Chorrraum muss saniert werden, ebenso die Nordwand und die darin befindlichen Fenster“, sagt er. 216 600 Euro gibt es für dieses Projekt aus dem Leader-Topf. Über den Kirchenkreis soll der Rest der Sanierungssumme bezahlt werden, erklärt der Pfarrer. „Jetzt beginnen die Ausschreibungen für die Arbeiten. Im nächsten Jahr soll gebaut und das Projekt auch abgeschlossen werden“, sagt Christian Ohm.

Altes Pfarrhaus in Rambin. Quelle: Frank Levermann

Im Rambin steht das alte Pfarrhaus im Mittelpunkt. Im Handlungsfeld „L(i)ebenswerte Dorfmitte“ wurde die Sanierung des Gebäudes mit einer Summe von 171 000 Euro auf die Prioritätenliste 2019 gesetzt, ein Projekt von Silke Oller und André Wohlfahrt aus Berlin. „Ich bin selbst in Rambin aufgewachsen und kenne das alte Pfarrhaus deshalb nur zu gut“, sagt sie. Nach der Sanierung möchte das Paar im Erdgeschoss eine kleine Wohnung beziehen. Der Hauptteil des Hauses soll für die Öffentlichkeit bestimmt sein. Silke Oller und André Wohlfahrt, die in der Unterhaltungsbranche arbeiten, möchten hier einen Gemeinderaum für kirchliche und weltliche Zusammentreffen herrichten. „Wir sehen uns künftig in Rambin in der Rolle der Veranstalter. Bastelstunden für Kinder, Konzerte, Lesungen und vieles mehr soll es hier später geben“, sagt Silke Oller. „Zuerst muss aber viel Papierkram erledigt werden.“

Grundschule „Mönchgut“ in Gager. Quelle: Gerit Herold

Die Grundschule „Mönchgut“ in Gager liegt in einem denkmalgeschützten Gebäude mit dem inseltypischen Rohrdach. Knapp 80 Kinder der Klassen 1 bis 4 lernen hier. Die Schule widmet sich Projekten im Bereich Umwelt, Gesundheit und Bewegung. In den vergangenen Jahren konnten verschiedene Spielgeräte für den Schulhof angeschafft werden. Nun soll der Schulhof saniert und umgestaltet werden. Dieses Projekt erhielt im Handlungsfeld „Zweiklang von Bildung und Kultur“ die höchste Punktzahl und wird mit 142 200 Euro gefördert.

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