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90-Millionen-Projekt: Berliner starten Hotel-Bau in Prora

Prora 90-Millionen-Projekt: Berliner starten Hotel-Bau in Prora

Block I bekommt Vier-Sterne-Anlage mit 114 Apartments und 166 Ferien-Wohnungen / Ein öffentliches Schwimmbad wird integriert. Investoren wollen Ostern 2017 eröffnen

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Weiße Hotel-Anlage direkt am Meer: So soll Block I des Kolosses von Prora künftig aussehen. Animation: Firma Irisgerd

Prora. Jung und „ein bisschen hip“ soll es werden, aber auch gemütlich. „Wir wollen eine Atmosphäre schaffen, die es bisher so noch nicht gibt auf Rügen“, verspricht Iris Hegerich. Die Berlinerin ist mit ihrer Firma Irisgerd Eigentümerin und Investorin für Block I im Koloss von Prora. Seit dieser Woche rollen dort die Bagger, 60 Bauarbeiter werkeln fleißig, es ist der offizielle Bau-Start für die Mega-Anlage, die zuvor ein Jahr lang entkernt wurde.

OZ-Bild

Block I bekommt Vier-Sterne-Anlage mit 114 Apartments und 166 Ferien-Wohnungen / Ein öffentliches Schwimmbad wird integriert. Investoren wollen Ostern 2017 eröffnen

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Irisgerd plant dort auf einer Länge von etwa einem Kilometer Länge einen Vier-Sterne-Hotel-Komplex. Er umfasst 13 Aufgänge. Vier davon werden laut Iris Hegerich zu Ferien-Apartments ausgebaut. Exakt 114 Unterkünfte sollen es sein mit 250 Betten. Dieser Teil bildet den Kern des Hotels. In den neun weiteren Aufgängen entstehen 166 Wohnungen, die an private Eigentümer verkauft werden sollen. „Auch für sie stellen wir aber die Infrastruktur des Hotels bereit“, erläutert die Investorin.

Bei der Ausstattung will sie nicht kleckern. Insgesamt 90 Millionen Euro investiert die Firma in das Projekt. Neben moderner Einrichtung für die Apartments soll das Hotel einen modernen Sportclub bekommen — mit Fitness-Center, Spa und Schwimmbad, alle Bereiche sollen auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Ein großes Restaurant ist ebenfalls geplant. Zur Meerseite hin soll das Hotel mit schicken Freiluft-Möbeln versehen werden. „Sitzsäcke, Hängematten, Spielplätze, vieles was ein gutes Lebensgefühl ausmacht“, schätzt Iris Hegerich ein.

Betreiben wird das Hotel die auf Rügen fest verankerte Private Palace Hotelgruppe von Dr. Michael Hutter. „Die Unterschriften sind noch nicht gesetzt, aber wir sind uns einig“, verkündet Iris Hegerich. Private-Palace-Managing-Direktor Gino Leonhard kündigt an, dass sein Unternehmen gut 70 ganzjährige Arbeitsplätze in dem Komplex schaffen werde. Schon zu Ostern in einem Jahr soll die Eröffnung stattfinden. „Das ist sportlich, aber wir sind fest entschlossen, es zu schaffen“, kündigt Iris Hegerich an. Karsten Schneider, Bürgermeister des Seebades Binz, zu dem Prora als Ortsteil gehört, freut sich über die Entwicklung: „Wir werden ja im Mai mit der Promenade von Binz nach Prora fertig, da ist es natürlich positiv, wenn bald an der Verbindung der beiden Orte etwas entsteht.“

Das Projekt von Irisgerd passe sich gut in die Entwicklung ein: „In allen fünf Blöcken ist jetzt Bewegung. In Block II werden diese Saison die ersten Ferienwohnungen vermietet. Auch dort soll es bald Hotelbetrieb geben“, verdeutlicht der Bürgermeister. Auch für Block III (dort ist bislang am wenigsten passiert) zeichne sich bald Baubetrieb ab (siehe auch Grafik).

Die Sorge, dass sich durch den Ausbau von Prora das Problem des Massentourismus intensiviert, wird in der Rügener Tourismusbranche derzeit kaum gesehen. „Gerade im Bereich Prora können wir noch einiges vertragen. Die Angebote dort für eine jüngere Klientel ergänzen sich ja auch gut mit anderen Angeboten auf der Insel“, meint der Binter CDU-Chef Ulf Dohrmann. Ralf Reinbold, Vorsitzender der SPD-Fraktion in der Gemeindevertretung, teilt die Auffassung. Er mahnt jedoch: „Wir müssen aufpassen, dass die Struktur des Ortes — also auch Straßen und Einkaufsmöglichkeiten — mit dem Baufortschritt in Prora wächst.“

Von Alexander Loew

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