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Rügen Ab 2019 geht’s hier rund
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00:05 30.11.2017
Bergen

Nun soll er aber wirklich kommen, der Kreisel. Die detaillierte Ausführung für den Kreisverkehr an der Ringstraße Höhe Graskammer stellte Planer Hans-Joachim Prabel vom Bergener Ingenieurbüro Merkel am Dienstag den etwa 70 Einwohnern vor, die sich in der Aula der Altstadt-Grundschule eingefunden hatten. Um Lärmbelästigung ging es, um die Sicherheit von Anwohnern und Schülern und um die Möglichkeit, den Kreisel mit überbreiten Fahrzeugen zu befahren.

Einwohner und Stadt diskutierten Lösung durch Kreisverkehr an der Kreuzung Ringstraße und Graskammer.

Kreisel (Planung)

2018 startet der ersten Bauabschnitt von August bis Dezember mit Vollsperrung Im zweiten Bauabschnitt von Januar bis Mai 2019 werden die ersten zwei Drittel des Kreisels gebaut. Fertiggestellt werden soll der Kreisverkehr im Juli 2019.

Der äußere Durchmesser des Kreisels werde 34 Meter betragen, so die Planer. Der die Grünfläche umgebende innere Ring hat eine Breite von zwei Metern und Fußgänger-Querungen soll es an allen drei Ausgängen geben: Auf der Ringstraße in südlicher Richtung zur Bahnhofstraße, in nördliche Richtung zur Eisenbahnbrücke sowie an der nach Osten abzweigenden Graskammer. An der Ringstraße stadtauswärts auf der linken Seite wird es einen kombinierten Rad- und Fußweg geben, rechts soll lediglich ein Gehweg entstehen.

Im ersten Bauabschnitt von August bis Dezember kommenden Jahres gibt es den Planern zufolge die erste Vollsperrung der Ringstraße. Im zweiten Bauabschnitt von Januar bis Mai 2019 werden die ersten zwei Drittel des Kreisels gebaut. Befahrbar ist in dieser Zeit nur die Verbindung Ringstraße-Graskammer. In den darauffolgenden Wochen bis Ende Juli 2019 wird der Kreisel fertiggestellt. Dann wird die Graskammer voll gesperrt sein. Auf der Ringstraße wird der Verkehr über eine eigens erstellte Umfahrung um den Kreisel herum geführt. Im dritten und letzten Bauabschnitt von August bis Dezember 2019 schließlich wird die Ringstraße zur Sackgasse.

Die Bedenken von Bewo-Geschäftsführer Gerd Zander, der befürchtete, dass durch den auf 4,50 Meter reduzierten Abstand zwischen Straße und Wohnbebauung die Lärmbelästigung steigen könnte, entkräftete Bauamtsleiter Rainer Starke. Laut der Prognose eines Lärmschutzgutachtens werde der Lärm „entscheidend abnehmen gegenüber der jetzigen Situation“.

Mit der prognostizierten Minderung des Verkehrslärms um drei Dezibel wäre auch Wolfgang Möbus schon zufrieden. Der wohnt ein Stück weiter in dem mit Kopfsteinpflaster belegten Teil der Ringstraße und kämpft seit fast acht Jahren mit Petitionen an Landtag und Bürgerbeauftragten für eine Reduzierung des Geräuschpegels. Die gemessenen Lärmwerte von 78 Dezibel tagsüber und 69 in der Nacht lägen weit über den Richtwerten von 70 (Tag) beziehungsweise 60 (Nacht). „Wir fallen nachts regelmäßig aus dem Bett“, so der 75-Jährige.

„Warum wird der Schwerlastverkehr nicht ganz rausgenommen?“, fragt Anwohner Uwe Hempelt. „Bei uns wackeln jedesmal die Schränke, wenn Lastwagen oder Trecker vorbeikommen. Außer Tankwagen hat doch keiner was in der Ringstraße zu suchen.“

Die Lösung für den Knotenpunkt war ursprünglich bereits in Sitzungen der Stadtvertretung von Juli und Dezember vergangenen Jahres einstimmig beschlossen worden. Die Ausführung war jedoch zunächst daran gescheitert, dass der Inhaber eines für die Umsetzung beanspruchten Grundstücks über längere Zeit schlicht nicht erreichbar war. In insgesamt 15 Sitzungen befassten sich städtische Fachausschüsse mit den Plänen. Zuletzt lag – als Resultat einer gemeinsamen Sitzung der Ausschüsse für Stadtentwicklung und Verkehr – der Vorschlag für eine Fußgänger-Bedarfsampel auf dem Tisch. Etwa eine Stunde vor der Sitzung der Stadtvertretung, auf der diese Lösung hätte beschlossen werden sollen, konnte sich die Stadt mit besagtem Grundstückseigentümer doch noch einigen und zog die Beschlussvorlage zurück. Somit galt wieder die alte Beschlusslage aus dem Vorjahr, die nun in eine Planung umgesetzt wurde.

Für die Kreisel-Lösung hatte sich auch die Fraktion des Bürger Bündnis Bergen immer wieder stark gemacht. „Die Ringstraße ist eine der schlechtesten Straßen in unserer Stadt“, so die Vorsitzende Carmen Kannengießer. „In Bergen gibt es viel zu tun, aber hier den Anfang zu machen, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung, denn die Anwohner kommen an der Stelle kaum über die Straße.“ Das konnte Rainer Starke aus eigener Anschauung bestätigen. „Ich habe erlebt, dass ältere Damen sich dort mit einem Seil die Böschung hinabließen.“ Bürgermeisterin Anja Ratzke (parteilos) zeigte sich am Ende dankbar – auch für Hinweise. „Ich wünschte, so konstruktiv würden auch unsere Ausschusssitzungen immer verlaufen.“

Uwe Driest

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