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Rügen Abitur: Immer mehr Schüler wollen den besten Abschluss
Vorpommern Rügen Abitur: Immer mehr Schüler wollen den besten Abschluss
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00:00 23.02.2017
Bergen

Immer mehr Schüler im Land entscheiden sich dafür, das Abitur zu machen. Und der Trend zur Hochschulreife ist auch im Kreis Vorpommern-Rügen sichtbar. 467 Absolventen schlossen im Jahrgang 2015/16 damit ab. 2012/13 waren es nur 364. Grund für die steigende Zahl an Abiturienten im Kreis seien nicht nur die geburtenstarken Jahrgänge, sondern auch der Wille von Eltern und Schülern, den bestmöglichen Abschluss zu machen, um erfolgreich ins Berufsleben starten zu können.

Auch auf Rügen wird die Zahl der Abiturienten zumindest in den kommenden zwei Jahren zunehmen. „Wir haben derzeit 138 Schülerinnen und Schüler in den Abschlussklassen zur Hochschulreife“, sagt Christoph Racky, Leiter des Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasiums in Bergen. Davon seien 40 Prozent (56) männlich und 60 Prozent (82) weiblich. In den kommenden drei Jahren wird die Zahl weiter ansteigen, um sich in den dann folgenden beiden Jahren – zumindest vorübergehend – auf dem heutigen Niveau einzupendeln.

Die Gymnasien in Stralsund platzen aus allen Nähten. 850 Schüler werden zurzeit insgesamt allein im Schulzentrum am Sund in der Hansestadt unterrichtet. „Die Zahl unserer Schüler ist insgesamt drastisch gestiegen“, sagt Schulleiterin Regina Landt. Und: „Die Anforderungen für Berufsausbildungen werden größer. Somit wollen immer mehr Schüler auch bei uns das Abitur machen.“ Das Bestreben, ans Gymnasium zu gehen, sei auch in Stralsund zu spüren.

„Der Grund für diese Entwicklung ist klar: Die Kinder sollen größere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben“, schätzt Sigrid Schermuk, Schulleiterin am Damgartener Gymnasium „Richard Wossidlo“, ein. 464 Schüler werden dort zurzeit in 19 Klassen unterrichtet. Alle streben die Hochschulreife an. Ausschlaggebend sei vor allem, die beste Schulbildung für ihre Kinder zu bekommen.

Während sich die allgemeine Absolventenzahl an den hiesigen Haupt- und Realschulen sowie Gymnasien vom 2012 bis 2015 von 1320 auf insgesamt 1552 Schüler erhöhte, wuchs auch die Abiturienten-Zahl in diesem Zeitraum um 103 Schüler. Der entsprechende Schulabgänger-Anteil erreichte zuletzt im gesamten Landkreis Vorpommern-Rügen mit 467 Abiturienten rund 30,1 Prozent – ein durchschnittliches Ergebnis für eine Region mit überwiegend ländlichem Charakter. Die Frauenquote lag dabei bei 56,3 Prozent. Dass dieser bundesweite Trend auch in Vorpommern-Rügen zu spüren ist, bestätigt Norbert Kasch. Der Schulleiter des Grimmener Gymnasiums weiß aber zudem: „Es liegt auch an den Schulen selbst, die Eltern und Schüler zum Abitur zu ermuntern. Bildung ist etwas wert.

Es ist gut, dass das bei den Schülern ankommt“, sagt Kasch, an dessen Schule etwa 420 Kinder und Jugendliche unterrichtet werden. Dem Aufschwung der Abiturienten-Zahlen stehen aber auch 118 Schüler entgegen, die die Schule ohne Abschluss verließen. Darin sind laut Schulstatistik jedoch auch Förderschüler, die nie einen Hauptschulabschluss anstreben konnten. Erfolgreich an den Hauptschulen im Kreis waren in dieser Zeit 255 Schüler. An den Realschulen haben 712 Jugendliche ihre Mittlere Reife gemacht. Somit entscheiden sich die meisten Schüler im Kreis immer noch für diesen Abschluss.

Michaela Krohn

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