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Rügen Absolventen mischen bei VW, Tchibo und Daimler mit
Vorpommern Rügen Absolventen mischen bei VW, Tchibo und Daimler mit
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03:27 11.09.2013
Preisgekrönt: Die Absolventen Hans-Christian Fritz (24, Medizininformatik und Biomedizintechnik), Anne Brinkmann (23, Betriebswirtschaftslehre) und Tobias Pawlowitz (25, Maschinenbau, v.l.n.r) wurden beim Festakt in der Marienkirche geehrt. Quelle: Fotos: Marlies Walther

Wenn es künftig bei der Montage von Nockenwellen für den Mercedes der neuen A-Klasse weniger Ausschuss gibt, dann hat daran ein Stralsunder Student seinen Anteil.

Denn genau zu diesem Thema schrieb Johannes Witt aus Woldegk seine Masterarbeit im Mercedes-Benz-Werk Berlin. Seine Vorschläge zur Reduzierung der Nacharbeit wurden umgesetzt und hoch gelobt. Dafür wurde der 26-Jährige, der inzwischen bei Bombardier in Berlin arbeitet, gestern beim Festakt der Fachhochschule ausgezeichnet. Der Wirtschaftsingenieur gehört zu den fünf Preisträgern, die von der Hansestadt, dem Förderverein der Fachhochschule, der Ingenieurkammer und dem Verein Deutscher Ingenieure in MV geehrt wurden.

Mit der Veranstaltung in der Marienkirche setzt die Fachhochschule eine gute Tradition fort. Ganz nach dem Motto Willkommen und Abschied. Während die 670 neuen Studenten begrüßt wurden, konnten die nur staunen, welche Karrieren mit einer Ausbildung an der Stralsunder Bildungseinrichtung so möglich sind.

Die Stralsunderin Anne Brinkmann ist seit dem Frühjahr bei Tchibo in Hamburg für die Logistik im Fernverkehr zuständig. Ihr Studium der Betriebswirtschaftslehre schloss sie mit einer glatten Eins ab.

„Ich denke, dass ich gut gerüstet bin für das Berufsleben“, schätzt die 23-Jährige ein.

Als „äußerst spannend in einer familiären Stimmung auf dem Campus“ beschreibt Hans-Christian Fritz sein Bachelor-Studium der Medizininformatik und Biomedizintechnik. Er untersuchte in seiner Abschlussarbeit, wie sich Alkohol und Nikotin auf das Hirnvolumen auswirken. Jetzt möchte der 24-Jährige, der vom Darß kommt, Radiologe werden und schließ in Greifswald ein Medizinstudium an. Mit Offshore-Technik kennt sich Tobias Pawlowitz aus, der Werksstudent bei Nordic Yards Wismar ist. „Die Kombination aus Praxis und Theorie im Dualen Studium war sehr vorteilhaft“, sagt der 25-Jährige, der in Kiel noch seinen Master macht. Und Sebastian Plotz (22), der angewandte Informatik, Softwareentwicklung und Medieninformatik studiert, absolviert gerade sein Praktikum bei der Volkswagen AG.

Von bisher 28 Prüfungen hat er 21 mit dem Prädikat 1,0 abgeschlossen.

Von solchen Leistungen können die Neuankömmlinge erst einmal nur träumen. Aus Sicht von Rektor Prof. Falk Höhn haben sie — aus welchen Gründen auch immer sie sich für ein Studium am Sund entschieden — „eine gute Wahl getroffen“.

Prof. Höhn erinnerte daran, dass die Stralsunder Fachhochschule sowohl bei Umfragewerten als auch Hochschulrankings bestens abscheidet. „Unsere Türen stehen immer offen, wenn Sie das Gefühl haben, Hilfe zu brauchen“, machte er den Studenten Mut. Die Studierenden werden von 81 Professoren und elf wissenschaftlichen Mitarbeitern unterrichtet. Höhn verwies gegenüber unserer Zeitung auf die hohe Bedeutung der Hochschulpaktmittel des Bundes zur Unterstützung der Lehre. Diese Mittel würden spezielle Zusatzangebote, abgesichert von Lehrbeauftragten, ermöglichen. Das mache etwa ein Viertel des gesamten Lehrangebotes aus.

„Schön, dass Sie da sind“ sagte OB-Stellvertreter Holger Albrecht den Studienanfängern und legte ihnen ans Herz, den Turm der Marienkirche zu besteigen. Stralsund empfahl er den jungen Leuten auch wegen der „hohen Lebensqualität und einzigartigen Umgebung“. Um Abstand vom Studium zu gewinnen, sollten sich die jungen Leute aufs Fahrrad schwingen und die Altstadt erkunden.

Keine Frage, neben der Übersichtlichkeit und dem kleinen Campus ist es auch immer wieder die Lage der Fachhochschule, die bei den Bewerbern zieht. „Ich wollte ans Meer“, erklärt Lisa Schulz aus Köln, was sie an den Sund lockte. Die 20-Jährige entschied sich für Maschinenbau.

International gefragt
670 neue Studenten wurden immatrikuliert. Damit erhöht sich die Gesamtzahl auf 2450 Studierende.

Aus MV kommen 43 Prozent der Neuen. Die Studienanfänger aus den anderen Bundesländern stammen aus Niedersachsen (68), Schleswig-Holstein (54), Nordrhein-Westfalen (42) und Brandenburg (35).

Die Zahl der internationalen Studienanfänger ist auch in diesem Jahr wieder hoch. Die insgesamt 73 ausländischen Studenten sind meist in Europa zu Hause — Bulgarien, Frankreich, Lettland, Litauen, Niederlande, Polen, Rumänien und Spanien. Für Stralsund als Studienort haben sich aber auch junge Frauen und Männer aus Argentinien, Bangladesch, China, Russland, Ghana, Indien, Malaysia, Nepal, Nigeria, Indonesien und der Ukraine entschieden.

Das größte Interesse gibt es für Betriebswirtschaftslehre (199), gefolgt vom Maschinenbau (92). Kaum gefragt ist der Frauenstudiengang Wirtschaftsingenieurwesen (3).

Die Hochschulpaktmittel des Bundes ermöglichen spezielle Zusatzangebote.“

Prof. Falk Höhn, Rektor

Marlies Walther

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